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„Walzer tanzen ist wie schweben“

„Walzer tanzen ist wie schweben“

Wolfgang Lippert startet bei der ProSieben-Tanzshow „Deutschland tanzt“ für Mecklenburg-Vorpommern

Bergen Den meisten Menschen ist der 64-jährige Sänger und Entertainer Wolfgang Lippert zunächst durch die Moderation von „Wetten dass...?“ und Hits wie „Erna kommt“ ein Begriff. Rüganer denken beim Namen „Lippi“ natürlich sofort auch an schöne Abende bei den Störtebeker Festspielen. Hier ist der gebürtige Berliner seit Jahren als Barde zu sehen, stets umjubelt vom Publikum. Auch privat hat es Wolfgang Lippert nach Rügen gezogen: Er lebt mit seiner Frau Gesine in der Nähe von Bergen. Dass Lippert sich nicht scheut, neue Herausforderungen anzunehmen, beweist er mit seiner Teilnahme bei der ProSieben-Show „Deutschland tanzt“. Hier vertritt er als Tänzer das Bundesland Mecklenburg- Vorpommern und will sich gegen 15 andere Bewerber durchsetzen. Mit der OSTSEE-ZEITUNG sprach Lippert über Begegnungen auf der Tanzfläche, die Faszination von Hiphop und das schwebende Gefühl beim Walzer tanzen.

Sie nehmen an einer Tanzshow teil – bezeichnen Sie sich als guten Tänzer?

Wolfgang Lippert: Überhaupt nicht! Das Team von ProSieben ist auf mich zugekommen und hat angefragt, ob ich mitmachen möchte. Ich bin Musiker und kann tatsächlich kaum tanzen, zumindest habe ich es nie formell gelernt, in einer Tanzschule oder so. Aber Tanzen begeistert mich, ich schaue auch sehr gerne zu, wenn Paare gut tanzen – meine Schwiegereltern zum Beispiel.

Aber bei der Tanzshow müssen sie ja auch selber ran...

Lippert: Und wie. Zunächst schickte ProSieben einen Choreografen aus Berlin, der mich testen sollte. Er hat mit mir Videoaufnahmen gedreht um zu schauen, ob mein Talent überhaupt für eine Tanzshow reicht. Der Sender hat dann entschieden: „Den nehmen wir.“

Was für einen Tanz werden die Zuschauer denn am Sonnabend sehen?

Lippert: Eine Hiphop-Performance. Ich mag den Rhythmus der Musik und die trotzigen Texte, Hiphop vermittelt ein gutes Lebensgefühl. In den vergangenen Wochen habe ich mit Manuel Neubauer, einem Tänzer aus Berlin, trainiert. Zu Hiphop zu tanzen, ist spannend, aber auch ganz schön anstrengend, es sind eben viele Elemente aus dem sportlichen Bereich dabei, fast schon etwas in Richtung Aerobic – ich hatte kräftigen Muskelkater. Mein Trainer ist mit mir aber ganz zufrieden.

Üben Sie auch zu Hause?

Lippert: Aber ja! Jeden Morgen wird der Teppich zusammengerollt, der Computer mit Musik angemacht und dann geht es los. Ich tanze unglaublich gerne, habe ich festgestellt. Beim Tanzen spürt man seinen Körper, hat sowohl Struktur als auch diesen magischen Fluss, wenn es klappt. Egal, wie die Show ausgeht, werde ich auf jeden Fall weiter tanzen, vielleicht einen Kurs belegen.

Wie sieht es mit anderen Tänzen bei der Show aus?

Lippert: Man muss ja zunächst die erste Runde am Sonnabend überstehen. Die Fernsehzuschauer wählen per Telefonvoting unter 16 Kandidaten, die für die jeweiligen Bundesländer antreten, aus. Komme ich in die zweite Runde, wartet eine Walzerchoreografie auf mich. Den langsamen Walzer durfte ich schon mit der Grazer Walzerkönigin Siret Siilak üben. Das war wundervoll, es fühlte sich an wie schweben, ganz leicht. An Walzer habe ich auch ganz andere Erinnerungen.

Das hört sich ja dramatisch an, woran dachten Sie?

Lippert: Ach, das war eher lustig. Einmal war ich Gast auf dem Ball der Semperoper und habe dort zufälligerweise den Schauspielerkollegen Jan Sosniok (Spielt den „Winnetou“ bei den Karl-May-Festspielen) getroffen. Auf der Tanzfläche! Unsere Augen trafen sich, und wir stellten beide fest, dass wir hochkonzentriert am Zählen des Walzer-Rhythmus’ waren:

,Einszweidrei, einszweidrei’. Ich habe mich in der letzten Zeit natürlich vermehrt umgehört: Erstaunlich viele Musiker-Kollegen können nicht tanzen und sie gestehen freimütig ein, sie würden mehr so rumhoppeln.

Bei welcher Musik bekommen Sie Lust zu tanzen?

Lippert: Ich liebe Klassiker, zum Beispiel von Kool & the Gang oder Toto, deren Zauber funktioniert auch noch, wenn man sie schon tausend Mal gehört hat. Musik zum Tanzen sollte schon einen gewissen Rhythmus haben und der Text eine Aussage besitzen, das finde ich persönlich wichtig. Auch Discofox ist ok, das ist ja wohl die am häufigsten auf Veranstaltungen gespielte Musik.

Hauptsache die Menschen tanzen überhaupt miteinander. Ich glaube die Menschen interessieren sich allgemein wieder mehr fürs Tanzen, das ist doch wunderbar.

Wie haben sie die anderen Kandidaten der Show erlebt?

Lippert: Wir haben uns erst einmal kurz kennengelernt. Das ist ein ganz lustiger Haufen, glaube ich – von Schauspielern über Sportler bis zum Radiomoderator ist alles dabei. Positiv überrascht war ich auch von der Moderatorin der Show, Lena Gercke. Und obwohl wir Kandidaten ja auch gegeneinander tanzen, sind wir trotzdem irgendwie ein Team, wie im Sport. Dabei werde ich für mein Bundesland Mecklenburg-Vorpommern natürlich alles geben!

Interview von Anne Ziebarth

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