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Zur Inspiration: Galeristen bieten Gastkünstlern mehr Raum

Putbus Zur Inspiration: Galeristen bieten Gastkünstlern mehr Raum

In der Produzenten-Galerie Rotklee am Putbuser Markt ist eine neue Ausstellung unter dem Titel „Inspiriert von . . .“ zu sehen / Auch externe Kollegen sind vertreten

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Walter G. Goes im Gespräch mit dem Maler und Schriftsteller Matthias Wegehaupt im Putbuser Atelier Rotklee.

Quelle: Maik Trettin

Putbus. „Bleiben Sie schön neugierig“ – so weckt Fernsehmoderator Hans-Joachim Wolfram seit Jahrzehnten die Spannung seiner Zuschauer auf die nächste Folge der Sendereihe „Außenseiter - Spitzenreiter“. Einer solchen Aufforderung bedürfen Günther Haußmann, Frank Otto Sperlich und Walter G. Goes nicht. Die drei Rügener Künstler sind von Natur aus neugierig: auf das, was in der Welt und in ihrer unmittelbaren Nähe passiert, auf das, was andere Menschen denken und tun. „Und darauf, wovon andere Künstler sich inspirieren lassen“, sagt Goes. „Inspiriert von . .

Wir wollen mit den Menschen vor Ort in den Dialog treten.“Frank Otto Sperlich

.“ lautet deshalb der Titel ihrer aktuellen Ausstellung im gemeinsamen Atelier Rotklee am Putbuser Markt. Und es versteht sich fast von selbst, dass man dort nicht nur etwas über die Quellen der Inspiration des Rügener Trios erfährt.

„Wir haben uns mit dieser Ausstellung ganz bewusst einem größeren Kollegenkreis geöffnet“, sagt Haußmann. Und das hat nichts mit der Lücke zu tun, die nach dem Ausscheiden des früheren vierten „Rotkleeblatts“ Egon Arnold aus der Ateliergemeinschaft entstanden ist. Der Putbuser Künstler ist nach wie vor mit seinen Arbeiten in der Produzentengalerie vertreten, nur nicht mehr festes Mitglied des einstigen Quartetts. Das nunmehrige Trio will in dieser und den folgenden Schauen Gastkünstlern mehr Raum für ihre Arbeiten geben – damit die Spannung nicht verlorengeht und der Betrachter dauerhaft mehr als drei künstlerische Handschriften zu sehen bekommt.

Das kann selbst erfahrene „Hasen“ in dem Metier überraschen. Der Usedomer Maler und Schriftsteller Matthias Wegehaupt, der mit drei Arbeiten in der Ausstellung vertreten ist, staunt: Den Rostocker Wolfgang Friedrich kannte er bislang vor allem als Bildhauer. „Ich habe noch nie eine Radierung von ihm gesehen.“ In der Rotklee-Ausstellung sind gleich zwei davon zu sehen: „Am Roten Meer“ und „Spiegelung“.

Genau solche Einsichten und Erkenntnisse sind es, die für Wegehaupt den Wert der gegenwärtigen Schau ausmachen. Künstler hätten die Gelegenheit, zu sehen, was den anderen antreibt, ihn bewegt. „Hier können sie sich vernetzen und mit ihren Arbeiten in Resonanz gehen.“ Und zwar nicht nur mit Kollegen, wie Frank Otto Sperlich ergänzt. „Wir wollen auf diese Weise mit den Menschen vor Ort in den Dialog treten.“ Den Ausgangspunkt dazu finden die jeweiligen Künstler in ganz unterschiedlichen Themen und Stilrichtungen. Dem vor 100 Jahren entwickelten Dadaismus sind die Arbeiten von Walter G.

Goes zuzuordnen, die allesamt in diesem Jahr entstanden. Religiösen, kulturellen und politischen Fragen widmet sich Günther Haußmann mit seiner Installation „Säulen der Erde“, zu der deckenhohe Tafeln mit einer Übersetzung des Korans gehören. Vom Bauhaus-Künstler Oskar Schlemmer ließ sich Frank Otto Sperlich inspirieren, der dessen „Triadisches Ballett“ auf seine Art in einer großflächigen Acrylmalerei interpretiert und sich darin mit dem Verhältnis zwischen Mensch und Technik auseinandersetzt. Matthias Wegehaupt stellt in seinen Gouachen die Menschenmenge dem Individuum gegenüber, reproduziert Letzteres praktisch mit einer Schablone, wie um anzudeuten, dass sich der Einzelne unendlich vervielfältigen lasse. Die Antwort auf die Frage nach seiner Inspiration fällt dem Usedomer leicht: die Natur. Natürlich lasse sich jeder Künstler von etwas anderem anregen und bewegen. Doch eines, sagt Matthias Wegehaupt, hätten die meisten gemeinsam: „Im Grunde sucht man immer seine Seele in seinen Bildern.“

Maik Trettin

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