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Rügen Kunst in Rot zum Atelierjubiläum
Vorpommern Rügen Kunst in Rot zum Atelierjubiläum
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00:53 16.03.2018
Die Künstler und Galeristen Günther Haußmann (l.) und Walter Goes (r.) diskutieren mit Stammbesucher Manfred Jezek über die Exponate der neuen Ausstellung „Die Farbe Rot“. Quelle: Foto: Wenke Büssow-Krämer
Putbus

Rot muss es sein. In dem Punkt waren sich die Galeriebetreiber einig. „Die 20. Ausstellung sollte der Farbe, die wir im Namen tragen und zu unseren Lieblingsfarben gehört, gewidmet sein“, erklärt Günther Haußmann, der sich mit den befreundeten Künstlern Walter Goes und Frank Otto Sperlich vor vier Jahren für die gemeinsame Galerie Rotklee zusammenfand. Organisiert werden jährlich fünf Ausstellungen.

Themen, für deren Kreativität ich die Künstler bewundere.Reinhard Litty, Kulturstiftung Rügen

Die Themen dafür gehen den Künstlern und Galeristen nicht aus. „Vor allem für die Kreativität bei der Themensuche bewundere ich dieses Team“, findet Reinhard Litty von der Kulturstiftung Rügen nur lobende Worte. Was mit der Ausstellung der eigenen Arbeiten begann, sollte bald um möglichst viele neue Sichtweisen erweitert werden. „Immer die Handschrift der drei gleichen Künstler auszustellen ist vielleicht auf Dauer etwas eintönig. Mittlerweile haben wir 40 Künstler in unserem Kreis“, sagt Haußmann. Mit ihrer Produzentengalerie sind die drei sowohl Künstler als auch Galeristen. „Dadurch sind wir als Kollegen mit den Gastkünstlern auf Augenhöhe. Wir geben zwar das Thema vor, aber jeder entscheidet selbst, was er einsendet“, so Haußmann. Dem aktuellen Thema Rot haben sich nun 27 unterschiedliche Künstler gestellt.

Darunter sind nicht nur Werke Einheimischer, wie die des 98-jährigen Hanns Studer aus Neuendorf. Auch aus Frankreich haben es Arbeiten auf die Insel geschafft. Denise Girouy-Lataste, die in Castelmaurou zu Hause ist, hat sich durch die Vermittlung ihrer Schwester Francoise Girouy, die in Prora lebt und ebenfalls im Rotklee ausstellt, dem Künstlerkreis der Galerie angeschlossen. Acryl, Aquarell, Fotografie oder Zement auf Leinwand harmonisieren in der Galerie durch die Verbundenheit in der Farbe mit Skulpturen noch bis zum 13. Mai.

„Einen solchen Beitrag für die sogenannte Kulturhauptstadt Putbus abzusichern erfordert Erfindungsreichtum und ein breit aufgestelltes Produzententableau unter den Künstlern, die sich stark in Szene setzen und sich zum Glück auch unterscheiden“, erklärt Walter Goes.

Das ist auch ein Grund, warum Manfred Jezek immer wieder den Weg in die Galerie am Markt findet. „Eine Galerie vor Ort zu haben, die die aktuelle Kunst ausstellt, ist wichtig für mich und auch für Putbus“, meint der Stammbesucher. Auch die Jubiläumsveranstaltung erfüllt für ihn diese Kriterien. „Rot ist eine Farbe die unheimlich viel ausdrückt und anspricht.“

In ihrer Eröffnungsrede fand auch Agnes Heine zahlreiche Assoziationen. „Sicher ist, dass wir uns dem Rot nicht entziehen können. Es ist aktiv, meistens wärmend, manchmal brennend heiß, Rot ist intensiv, energetisierend, anziehend und vereinnahmend“, meinte die Kunsthistorikerin und Museumspädagogin während der Vernissage. „Es fesselt uns, kann erschrecken, ist eindeutig faszinierend und immer einen Blick wert. Es ruft uns zu: Sieh mich an!“.

Ausstellungsprogramm in der Galerie Rotklee

Nach dem Jubiläum mit der Ausstellung in Rot, die bis zum 13. Mai zu sehen ist, geht es mit einer Personalausstellung von Günther Haußmann weiter. Zur Vernissage mit Skulpturen, Installationen, Objekten und Fotografien wird für den 18. Mai um 18 Uhr geladen.

Böhmen liegt am Meer lautet der Titel der 21. Ausstellung, die am 1. Juni eröffnet wird.

Die Erfindung Rügens lockt dann ab dem 3. August in die Galerie Rotklee.

Babel lautet der Name einer weiteren Ausstellung, die am 5. Oktober eröffnet werden soll.

Alle Jahre wieder heißt die Weihnachtsausstellung, die ab dem 7. Dezember einlädt.

Zu besuchen sind die Ausstellungen jeweils donnerstags bis sonntags von 13 bis 17 Uhr.

Wenke Büssow-Krämer

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