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Rügen Kurdirektorin schwenkt beim Start 77-mal den Arm
Vorpommern Rügen Kurdirektorin schwenkt beim Start 77-mal den Arm
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00:00 06.05.2016
Sellin

Chromglänzende Stoßstangen, blauer Himmel und bestens gelaunte Menschen in gewienerten Oldtimern bestimmten gestern Vormittag das Geschehen in der Selliner Wilhelmstraße. In Sellins Prachtstraße fiel am Himmelfahrtstag um 10 Uhr der Startschuss für die 15. Tour der Rügenclassics. Viel Armkraft brauchte Sellins Kurdirektorin Adriana Zawisza, denn sie verabschiedete jeden der 77 teilnehmenden Oldtimer persönlich mit einem schwungvollen Wedeln der MV-Fahne. Nicht nur die internationale Zusammenstellung der Fahrzeuge war illuster, die Fahrergemeinde war es mindestens ebenso. Wie ein eleganter Gentlemen wirkte der 82-jährige hochgewachsene Oberfranke Rolf Laitzsch, der mit seinem edlen Alfa Romeo Bettone GT 1300, Baujahr 1972, erstmals an der Rügenclassics teilnimmt. „Mein Frau Renate und ich kannten die Insel bisher nur als Touristen, aber diesmal wollen wir als aktive Rallye-Fahrer Rügen für uns neu entdecken“, so der ehemalige Maschinenbau-Unternehmer aus dem Seebitz. „In diesem Jahr verlassen die Rallye-Teilnehmer erstmals die Insel in Richtung Festland, um das Erdölmuseum in Reinkenhagen zu besuchen“, so Britta Mirbach vom Organisationsteam.

Mit einem T 1, dem legendären VW-Bus aus der Flower-Power- Zeit, tuckerten Andreas und Nathalie Fallend aus Hamburg nach Sellin und hatten ihren geliebten, langhaarigen Hund namens Unai (französische Edel-Rasse: Briard) an Bord mit dabei. Aus Hannover kamen die beiden Freundinnen Miriam Franke und Nina Kurt mit einem Austin Healey aus dem Jahre 1961 an die Ostsee. Die beiden jungen Frauen haben schon an unzähligen internationalen Rallye-Touren teilgenommen, was an den dick übereinander aufgeklebten Tourabzeichen an der Fahrertür zu erkennen war. Den Vogel schoss in diesem Jahr jedoch der DDR-Schlagerstar Muck ab, denn er kam mit seinem alten Radebeuler Kumpel Frank Stritzke in einem Volkspolizei-Lada nach Sellin. In der 1983 produzierten Vopo-Kiste steckte viel Navigations-Hightech, denn die beiden Sachsen sind sehr ambitionierte Fahrer, die nicht den Anschluss verlieren und den Konkurrenten hinterherfahren wollen. „Wir haben in Radebeul einen ziemlich großen Fuhrpark mit Autos aus den Produktionsstätten der ehemaligen RGW-Staaten und wollten eigentlich mit einem Wolga herkommen, aber der Motor streikte“, so Stritzke, der im vergangenen Jahr mit einem Wartburg 311 an den Start ging. Zu den wertvollsten und edelsten Oldtimer der diesjährigen Tour dürften der Jaguar XK 140 DHC gehörten. An dessen Lenkrad saß Hans Schmidt und auf der Beifahrerseite seine Frau Ursula. Zu den ersten Stationen in ihrem Roadbook aufRügen gehörte die Insel-Brauerei in Rambin.

Von Christian Rödel

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