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Rügen Lutz-Grünke-Ausstellung: Fotografien zum Hineinschauen
Vorpommern Rügen Lutz-Grünke-Ausstellung: Fotografien zum Hineinschauen
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00:00 19.04.2013
Putbus

Morgen wird um 15.30 Uhr in der Orangerie zu Putbus eine Fotoausstellung mit Werken des Rüganers Lutz Grünke eröffnet. Die KulturStiftung Rügen zeigt in der Galerie des Landkreises Vorpommern-Rügen Fotografien von 1985 bis heute. „Realität“ ist der Titel dieser Ausstellung, für die der Selliner Galerist Knut Hartwich verantwortlich zeichnet.

Lutz Grünke wurde vor 60 Jahren auf der Insel Rügen geboren. Er absolvierte nach einer Lehre als Chemiefacharbeiter ein Studium an der Hochschule für Architektur und Bauwesen in Weimar, das er mit Diplom abschloss. Anschließend arbeitete er bis 1985 in der Spezialbetonbaufirma von Ulrich Müther. Grünke hat im VEB Spezialbau DDR-weit Hypar-Schalenkonstruktionen errichtet, unter anderem die Bobbahn in Altenburg oder die Eisschnelllaufbahn in Berlin Weißensee. Schon damals dokumentierte er fotografisch zahlreiche Bauvorhaben.

1985 dann ein radikaler Schnitt: Katrin und Lutz Grünke kündigen und wagen den Schritt in die Selbstständigkeit. Sie als Keramikerin, er als freischaffender Fotograf und Grafikdesigner. „Ich weiß, dass es ein absoluter Bruch war. Aber es war auch ein wichtiger Neubeginn“, sagt er heute.

Lutz Grünke aus Pantow hält es mit Wim Wenders, der einmal sagte: „Orte können einem nie gehören, selbst der Kamera nicht. Und wenn wir uns ein Bild von ihnen machen, dann leihen wir uns nur die Erscheinung des Ortes für eine kleine Weile aus...“ Und diese „geliehenen“ Momentaufnahmen von Lutz Grünke sind in der Ausstellung zu sehen: die Bäckerei von nebenan in Bildern von 1988, Reinigungskräfte im FDGB-Feriendienst (eine Auftragsarbeit über die werktätige Bevölkerung), Architekturaufnahmen, Porträts, Plätze am Meer.

Es sind realistische Zeugnisse längst vergangener Zeit, ein „gnadenloser, aber nicht liebloser Blick auf die Dinge jener Jahrzehnte“, wie Ausstellungsmacher Knut Hartwich sagt.

„Vor allem seine Porträts rühren den Betrachter an. Er lädt ein zu Gesprächen ohne Worte.“

Dafür und weil, „an einem Bild immer zwei Leute beteiligt sind, der Fotograf und der Betrachter“ (Zitat: Ansel Adams), hat Grünke die abgelichteten Menschen direkt in die Plattenkamera blicken lassen. Das Ergebnis ist beeindruckend. Egal, in welcher Höhe das Bild hängt, immer scheinen die Augen des Porträtierten auf den Betrachter gerichtet zu sein. Bilder, nicht nur zum Ansehen, sondern auch zum Hineinschauen.

Zum ersten Mal ist nun ein Blick auf sein fotografisches Gesamtschaffen möglich gemacht worden, eine Hommage der KulturStiftung Rügen auf Lutz Grünke zu dessen 60. Geburtstag.

Holger Vonberg

für Rügen u.Lek. med.Bergen: Sana-Apotheke, Calandstr.Altenkirchen: Kap-Apothke, M.-Reimann-Str.Granitzer Str.Stralsunder Str.

19.04.2013

Zweitägige Aktion löst viel Interesse aus. Die Linke kritisiert mit dem Tucholsky-Zitat „Soldaten sind Mörder“.

19.04.2013

Gisela Schultz (83),

Christel Nitsch (72)

KLOSTER Berta Witt (92)

NEUENDORF/HIDDENSEE

Reiner Wolter (71)

PUTBUS Ute Dutkiewicz (73)

SAGARD Siegfried Lippert (71)

SAMTENS Helga Kon

19.04.2013
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