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Marina soll Zentrum des Ortes Prora werden

Prora Marina soll Zentrum des Ortes Prora werden

Machbarkeitsstudie zum Seglerhafen sieht gute Chancen: technisch und wirtschaftlich wäre eine Marina in Prora möglich.

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Arbeitsgruppe Natur und Gestaltung unter der Leitung von Romy Guruz vom Binzer Bauamt.

Quelle: Holger Vonberg/ Kv Binz

Prora. Lange währt die Diskussion um einen möglichen Seglerhafen in Prora. Jetzt wurde eine entsprechende Machbarkeitsstudie vorgestellt. Die Chancen stehen gut: Eine Marina in Prora wäre technisch und wirtschaftlich möglich, der Standort zwischen den Blöcken 3 und 4 an der Mauer sei optimal, der Sedimenttransport nur gering. Ein innenliegender Hafen mit 250 Liegeplätzen (50 Dauerlieger, 200 Gastlieger) wäre die beste Lösung und eine touristische Attraktion mit großer Strahlkraft bis ins Ausland. Für die Marina gebe es großen Bedarf und sie gehe konform mit der Landplanung, was Fördermittel in Aussicht stelle.

Gunnar Platz, Geschäfttsführer der Planco Consulting GmbH, die im Auftrag der Gemeinde die Machbarkeitsstudie erarbeitet hat, stellte die Ergebniss bei einer „informellen Bürgerbeteiligung“ vor rund 140 Interessierten vor.  „Die Marina soll lebendig, nachhaltig, ganzjährig und das Zentrum des Ortes werden. Ein Sehnsuchts- und Begegnungsort“, blickte Kurdirektor Kai Gardeja voraus. Vorgesehen ist eine Mischnutzung mit Gewerbe für Wassersport, Läden und Gastronomie. Bürgermeister Karsten Schneider sieht neben Chancen für Vereine und Schulen mit Wassersportkursen auch die für eine erhebliche Anzahl von neuen, ganzjährigen Arbeitsplätzen. Zudem könnte auch das Thema Diskothek aufgegriffen werden, die in Binz fehlt. „Über die Betreibung des Hafens muss diskutiert werden“, so Schneider. Gunnar Platz spricht von einer geschätzten Investitionssumme von 30 Millionen Euro. Rein privatwirtschaftlich sei dies nicht darstellbar. Die Gemeinde könnte mit 90 Prozent Fördermitteln bauen und sich Betreiber suchen. Interessenten und Investoren dafür gebe es bereits, weiß Gemeindevertreter Ulf Dohrmann. „Es ist eine einmalige Chance und die letzte“, meint der CDU-Chef. Die CDU war treibender Keil für die Machbarkeitsstudie vor zwei Jahren und hatte seinerzeit auch die Idee einer innenliegenden Marina am MZO-Gelände in die Diskussion gebracht.

Warum sich die Studie ausschließlich mit Prora beschäftigt habe und Binz nicht untersucht wurde, kritisieren einige Binzer. Problematisch sei auch, dass der Gemeinde die Grundstücke nicht gehören und sie diese erst erwerben müsste. Die meisten Fragen bezogen sich aber auf den Sedimenttransport, der den Strand in Binz verschlechtern könnte. Da Prora in der Mitte der „Sichel“ zwischen Binz und Mukran liege, wäre der Küstentransport ausgeglichen, erklärte Sedimentexpertin Prof. Dr. Bärbel Koppe von der Aquadot Ingenieurgesellschaft mbH Wasserbau und Küsteningenieurwesen.

Gemeindevertretervorsteherin Heike Reetz betonte, dass es noch kein Vorum der Gemeindevertretung gebe: „Die Machbarkeitsstudie ist kein pauschales Go für den Hafen. Wir müssen jetzt Step by Step akribisch alles prüfen und schauen, dass nichts zu Lasten der Gemeinde geht. Es ist aber jetzt höchste Zeit, sich mit diesem Thema zu beschäftigen.“Anwesende Prora-Investoren befürchteten hingegen, dass ihnen die Zeit bereits davon laufe.Ideen und Bedenken zum Hafen können geschickt werden an post@gemeinde-binz.de

Anne Friederike Ziebarth

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