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Rügen Rügen: Zurück zur Insel
Vorpommern Rügen Rügen: Zurück zur Insel
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06:00 27.10.2018
Binz' Bürgermeister Karsten Schneider, Cathrin Münster, Amtsleiterin des Biosphärenreservates, Schauspieler Andreas Hoppe und Till Jaich (v.l.) am Stand vom Hiddenseer Kutterfisch. Quelle: Gerit Herold
Prora

 „Es gibt viele tolle kleine Initiativen. Am Ende ergibt das ein großes Ganzes. Wir wollen einfach mal zeigen, was schon da ist“, umschreibt Mana Peter knapp, was der Markt der nachhaltigen Alternativen ist. Für die Geschäftsführerin der Tourismuszentrale Rügen (TZR) der richtige Schritt, die Insel auch dafür bekannter zu machen.

Mehr als 30 regionale Produzenten präsentieren seit Freitag am und im Naturerbe Zentrum Prora Kunst, Kleidung oder Kulinarisches. An allen kleben Etikette wie umweltfreundlich, ressourcenschonend, ohne Zusatzstoffe. Die Messe, die auch heute noch von 10 bis 16.30 Uhr stattfindet, bildet den Abschluss der Woche der Nachhaltigkeit auf der Insel Rügen.

Markt der nachhaltigen Alternativen im Naturerbe Zentrum Prora

Bei diesem Thema ist für Oliver Thassler vom Naturerbe Zentrum neben der ökologischen, ökonomischen und sozialenverträglichen Komponente die institutionelle unabdingbar. „Es ist wichtig, dass Leute dies auch in die Fläche tragen.“ Dafür stehe der Markt in Prora, der bereits zum vierten Mal veranstaltet wird. Neben dem Gastgeber sind dabei auch das Biosphärenreservat Südost-Rügen, der Landkreis, die TZR, der Tourismusverband Rügen, der Rügen Produkte Verein, das Forstamt Rügen, das Nationalpark-Zentrum Königsstuhl und weitere Partner im Boot.

Viele Besucher kamen mit den Anbietern ins Gespräch. Prominenter Gast war Andreas Hoppe, bekannt als Tatort-Kommissar Mario Kopper, der den Markt eröffnete und nach einem Marktrundgang sein Buch „Allein unter Gurken“ über seinen Selbstversuch, sich ein Jahr lang regional zu ernähren, vorstellte. „Das war sehr hilfreich für meinen Körper“, verriet der 1,93 Meter große Hühne. Und auch, dass das Thema Nachhaltigkeit heute so wichtig sei wie nie zuvor. Hoppe verbindet damit unter anderem Dinge wie Achtsamkeit, Respekt, Bewahren, Überdauern, Pflegen, Schätzen, ideelle Werte jenseits von Profit.

Eis mit Hagebutte und Quitte

Sich noch einmal völlig neu aufgestellt im Leben hat Heike Ziemba. Nachdem die Kinder groß und aus dem Haus waren, zog es die Buchhalterin aus Nordrhein-Westfalen zurück in ihre Heimat nach Kemnitz bei Greifswald. Dort suchte sie eine neue Herausforderung. „Ich bin auf dem Land groß geworden und wollte zum Ursprung zurück.“

Jetzt produziert sie selbstgemachte Eissorten –Sorbet oder Milcheis –wie Schokolade-Himbeere, Erdbeere-Basilikum oder Apfelstrudel mit gerösteten Sonnenblumenkernen. Auch Eistorten hat die zertifizierte handwerkliche Eisherstellerin im Sortiment. Sie verzichtet auf Aromen und Zusatzstoffe und setzt auf heimische Früchte. Nun im Herbst will sie Hagebutte, Holunder, Quitte und Schlehe ausprobieren. Von der Idee bis zur Produktion sind drei Jahre vergangen. Nach dem Vertriebsstart mit Hotellerie, Gastronomie und Event will sie nun ihr „Boddenlandeis“ in den Handel bringen. „Auch Edeka-Märkte auf Rügen haben bereits angefragt“, so Heike Ziemba.

Nachfrage an heimischen Produkten steigt

Regionale Spezialitäten bietet auch Lutz Werner aus Bad Sülze an. Ob Leberwurst oder Brotaufstriche, Mecklenburger Landweine oder Rügener Heilkreide - Absatzprobleme habe er inzwischen nicht mehr. „Es hat ein Umdenken eingesetzt, die Leute wollen heimische Produkte haben, die Nachfrage steigt“, weiß Werner, der auf vielen Märkten unterwegs ist.

Beutel, Taschen und Rucksäcke aus Stoff kreiert die Fotografin Theresa Steinke. Auf diese hat die Garzerin lustige Sprüche oder ihre Rügen-Motive aufgebracht. Prora, Ummanz, Sellin oder auch die Bauten von Ulrich Müther zieren die Textilien. Mohnblumen, Buschwindröschen oder Möwen sind auf ihren Ringen, Armbändern und Ohrringen zu finden oder auf dem Memory-Spiel, den gerahmten Naturbildern, Schlüsslebrettern und Mini-Garderoben. „Die Ideen hat Theresa, mein Mann Wolf-Dieter ist für die Holzverarbeitung zuständig, ich nähe “, sagt Mutter Christa, die den Stand betreut. Nachdem jetzt eine umfangreiche Angebotspalette aufgebaut wurde, überlegt die Familie, einen Laden in Garz aufzumachen. Eine Name schwebt schon im Raum: „Küstengut“.

Gerit Herold

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