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Rügen Medizinische Fachangestellte heiß begehrt
Vorpommern Rügen Medizinische Fachangestellte heiß begehrt
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00:00 08.03.2013
Stralsund

Die Vielzahl der Aussteller im Berufsinformationszentrum zeigte gestern zur 8. Berufsmesse unter dem Motto „Zukunftsbranche Gesundheit, Wellness, Soziales und Pflege“, wie groß die Nachfrage nach jungen Leuten in der Branche ist.

„Da unsere Region immer älter wird, reißt der Bedarf an Fachkräften in diesem Bereich nicht ab“, bestätigt der Leiter der Arbeitsagentur Jürgen Radloff. Pflegeeinrichtungen, Berufsschulen, Krankenhäuser und Ärztekammern informierten über alle angebotenen Ausbildungsberufe. „Es ist so, dass die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen zur Medizinischen Fachangestellten zwar da ist, aber der Bedarf der Ärzte ist auf jeden Fall höher“, berichtet Nadine Schaubs. Die Projektmitarbeiterin der Ärztekammer Rostock ist deshalb auch in Schulen unterwegs, hilft bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen und unterstützt bei der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz. Für Ann-Katrin Seidel steht dagegen der Berufswunsch Erzieherin schon lange fest. Für die Berufsmesse kam sie mit ihrer Freundin gestern extra aus Grimmen hierher. „Wir wollten uns erkundigen, wo in unserer Region eine Ausbildung möglich ist, damit wir rechtzeitig vorbereitet sind und später nicht in der Ferne ziehen müssen“, sagt die 14-jährige Schülerin, während sich ihre Freundin Caroline Schildt beim Krankenhaus Bartmannshagen über die Ausbildungsmöglichkeiten zur Gesundheits- und Krankenpflegerin informiert. Besonders um die männlichen Bewerber bemüht sich das Bundesmodellprojekt „Mehr Männer in Kitas“. „Mein Berufswunsch war ursprünglich Zweiradmechaniker“, gibt Markus Ludwig zu. Erst durch den Zivildienst hat er gemerkt, wie viel Freude der Erzieherberuf mit sich bringen kann. Nun wirbt der Rostocker Erzieher für mehr Akzeptanz von männlichen Fachkräften in einer Frauendomäne.

Zwei Ausbildungsplätze zum/zur Altenpfleger/in werden im Hestia-Pflegewohnheim „Haus am Wald“ jedes Jahr vergeben. „Unsere Auszubildenden sind in der Regel gut vorbereitet. Viele haben sich schon in einem Freiwilligen Sozialen Jahr einen genauen Überblick über die künftige Tätigkeit verschafft“, hat Hausleiter Frank Draht bisher gute Erfahrungen mit dem Fachkräftenachwuchs gesammelt. Das Fachpersonal für den Pflegebereich von Altenpfleger über Physiotherapeuten bis hin zu Erziehern wird in Stralsund beispielsweise durch die ecolea ausgebildet. Franziska Hojenski und Nicole Füsting befinden sich dort im ersten Lehrjahr und waren dabei, um anderen jungen Menschen ihren Wunschberuf schmackhaft zu machen. „Man muss sich selbst in die Situation der Betreuten versetzen können. Wir möchten doch später auch mal Hilfe bekommen“, begründen die beiden angehenden Altenpflegerinnen.

Wenke Büssow-Krämer

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