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Rügen Meeresmuseum Stralsund setzt auf Inklusion
Vorpommern Rügen Meeresmuseum Stralsund setzt auf Inklusion
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00:00 20.04.2016

Viele Besuche im Museum sind für Blinde oder stark sehbehinderte Menschen enttäuschend. Zu sehr ist das konventionelle Museumskonzept auf die Bedürfnisse von sehenden Menschen abgestimmt. Wie anders das im Stralsunder Meeresmuseum gehandhabt wird, konnte jetzt eine Gruppe des Blinden- und Sehbehinderten-Vereins Rügen feststellen.

Ein riesiger Ammonit im Meeresmuseum. Quelle: Stefan Sauer/dpa

„Tasten-Riechen-Fühlen“, hieß das Thema der organisierten Führung. „Man hat sofort gemerkt, dass sich die Museumspädagogen im Vorfeld intensiv Gedanken darüber gemacht haben, wie man zum Beispiel für Blinde und hochgradig Sehbehinderte einen Besuch in einem Museum gestalten kann“, sagt Knut Schediwie, Vorsitzender der Blinden-Gebietsgruppe Rügen. Nach einer Einführung über das Museum, seine Geschichte und deren Bewohner, bekamen die Gäste viele Exponate zum Tasten in die Hand. So konnten sie sich eine ganz eigene Vorstellung von Kugelfisch und Schildkrötenpanzer machen. Nicht nur die Finger bekamen viel zu tun, auch akkustisch wurde den Sehbehinderten im Meeresmuseum mit Walgesängen etwas ungewöhnliches geboten. „Nur das Aufsuchen des Präparationsraumes für die Exponate war für die Riechorgane ziemlich strapaziös“, erinnert sich Schediwie. Besonders gut gefallen hat ihm die aufmerksame Art und Weise, mit der die Mitarbeiter des Museums die Menschen mit Handicap durch das Haus geführt haben. „Sonst wären die vielen Poller und Treppen für uns zur Stolperfalle geworden.“ Nach dem Rundgang erfuhren die Rüganer, dass sich weitere Gruppen sehbehinderter Menschen ebenfalls für diese Führung interessieren. „Wir waren Vorreiter“, freut sich Schediwie.

OZ

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