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Rügen Mehr Busse auf der Alten Bäderstraße
Vorpommern Rügen Mehr Busse auf der Alten Bäderstraße
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00:00 09.05.2016
Die Busse der VVR werden die Anhänger für den Fahrradtransport auch in dieser Saison wieder über die Insel ziehen. Quelle: Burwitz

Bergen Seit gestern gilt auf Rügens Buslinien wieder der Sommerfahrplan. Davon profitiert vor allem die touristisch geprägte Ostküste. Die vorwiegend von den Hiddenseern geforderte bessere Anbindung an den Nahverkehr in Richtung Festland ist bei der kreiseigenen Nahverkehrsgesellschaft Vorpommern-Rügen (VVR) offenbar kein Thema. Die OSTSEE-ZEITUNG sprach mit Michael Lang, der bei dem Verkehrsunternehmen für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist.

VVR-Sprecher Michael Lang

Mit der Sommersaison wird in erster Linie das Nahverkehrsangebot an der Bäderküste wieder deutlich verbessert. Dort fahren die Busse zum Teil im Viertelstundentakt. Und im Westen der Insel nichts Neues?

Michael Lang: Wir haben den Miniaturenpark in Gingst, eine der größten Erlebniseinrichtungen der Insel, von Bergen aus mit einer direkten Hin- und Rückfahrt auf der Linie 35 angebunden. Dazu kommen noch zahlreiche andere Touren auf der Linie zwischen Bergen und dem Gingster Markt. Von dort aus sind es nur wenige Minuten zu Fuß bis zu dem Park.

Gibt es denn auch die von den Hiddenseern geforderte bessere Anbindung über die Buslinien ans Festland?

Lang: Auf der besagten Linie 41 bleibt alles unverändert. Eine Tour am Tag wird über Samtens bis nach Stralsund führen. Alle anderen Fahrten enden wie gehabt in Altefähr. Die Anbindung nach Stralsund ist aus unserer Sicht trotzdem gegeben. Zum einen verkehren nach dem Ende des Winters wieder die Fährschiffe zwischen der Hansestadt und Hiddensee. Zum anderen kommt man über unsere Linie 35 bis nach Bergen und kann dort in den Zug nach Stralsund steigen beziehungsweise umgekehrt. Wir haben in Abstimmung mit der Reederei Hiddensee die Anschlüsse zwischen Bus und Schiff optimiert. Zum Teil fahren die Busse von Schaprode bis zur Bäderlinie durch.

Was spricht gegen die bisherige Direktverbindung über Samtens nach Stralsund?

Lang: Die geringe Nachfrage. Wir orientieren uns am Bedarf. Das gilt übrigens auf allen Verbindungen, beispielsweise auch auf der Linie 30. Im Winterfahrplan gab es dort am Wochenende keine Abfahrten, weil die Busse erfahrungsgemäß nur eine Handvoll Passagiere genutzt hat.

Und im Sommer?

Lang: Da hoffen wir auf eine bessere Resonanz. Einige Anwohner haben uns versichert, dass sie die Verbindung von Bergen über Putbus und Garz nach Stralsund brauchen, etwa um zum Krankenhaus zu kommen. Probeweise wollen wir deshalb in dieser Saison am Sonnabend und Sonntag jeweils zwei Abfahrten in jede Richtung anbieten.

Wachsender Beliebtheit schienen sich in den vergangenen Jahren die so genannten Störtebeker-Busse zu erfreuen, also die Touren, die auf Beginn und Ende der Vorstellungen auf der Naturbühne Ralswiek zugeschnitten waren. Wird sich daran in diesem Sommer etwas ändern?

Lang: Die bieten wir nach wie vor an. Wir wollen das Angebot sogar noch ein bisschen erweitern und so beispielsweise mehr Gäste auf Wittow erreichen. Bislang beginnt beziehungsweise endet die Tour in Altenkirchen. Auf Wunsch können auch Gäste, die etwa in Dranske zusteigen wollen, diese Busse nutzen. Sie müssen sich dann nur einen Tag vorher melden. Auf vielfachen Wunsch werden wir auch in diesem Sommer eine Störtebeker-Tour pro Woche zwischen Ralswiek und Lauterbach in den Plan aufnehmen. Dort soll der Störti-Bus immer donnerstags eingesetzt werden.

Der einst kostenlose Theaterbus ist ab diesem Sommer offenbar nicht mehr so ganz kostenlos . . .

Lang: Die Fahrten wird es wieder in gewohntem Umfang geben. Allerdings müssen die Theaterbesucher sich mit einem kleinen Anteil selbst beteiligen.

Bislang brauchten Passagiere gar nichts zu bezahlen, wenn sie am Veranstaltungstag ab 14 Uhr mit dem Bus in Richtung Putbus fuhren . . .

Lang: Weil das Theater diese Kosten zu 100 Prozent übernommen hat. Im Zuge des Sparzwangs hatte das Theater Vorpommern seinen Zuschuss bereits im vergangenen Jahr reduziert und nur noch die Rückfahrt finanziert. In diesem Jahr läuft es so, dass der Besucher mit dem Kauf des Theatertickets zusätzlich noch einen Gutschein für die Hinfahrt bekommt. Er bezahlt für die Hintour nur 1,50

Euro. Die Differenz zum regulären Fahrpreis übernimmt das Theater, das nach wie vor die Rückfahrt komplett subventioniert.

Apropos Subventionen: In der neuen, gemeinsamen Verkehrsgesellschaft des Kreises zahlen die Rüganer und ihre Gäste nach wie vor die höchsten Preise fürs Busfahren. Die Einführung eines gemeinsamen Tarifs scheiterte bislang. Wie sieht da der „Fahrplan“ aus?

Lang: Wir wollen nach wie vor eine einheitliche Tarifstruktur auf unseren Linien im gesamten Landkreis. Das soll der so genannte Wabentarif sein, der auf Rügen seit Jahren gilt. Momentan arbeiten wir noch an der Endfassung unseres Vorschlags, mit dem sich die politischen Gremien des Kreises dann befassen wollen. Unser Ziel ist es, den neuen Tarif zum 1. Januar kommenden Jahres im gesamten Landkreis einzuführen.

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