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Rügen Mehr Geld für die Bergener Stadtinfo: CDU und SPD skeptisch
Vorpommern Rügen Mehr Geld für die Bergener Stadtinfo: CDU und SPD skeptisch
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11:11 26.09.2018
Hoffnungsvoller Beginn im April 2017: Olaf Klut startet die Stadtinfo. Heute sieht er sich durch die Stadtvertreter einiger Vorwürfe ausgesetzt. Quelle: Robby Günther
Bergen

Die Kasse der Bergener Stadtinformation im Benedix-Haus am Markt ist per Stadtvertreterbeschluss um 18 000 Euro aufgepeppt worden.Diese sogenannte überplanmäßige Ausgabe war auf der jüngsten Sitzung von der Stadtverwaltung als Beschlussvorlage eingebracht worden. Allerdings war da von 10 000 Euro die Rede. Bürgermeisterin Anja Ratzke (parteilos) hatte bei Erläuterung der Vorlage aber darauf hingewiesen, dass eigentlich ein höherer Betrag notwendig wäre. Eva-Maria Schwerin (Linke) warf daraufhin 20 000 Euro in die Runde, was sich am Ende nach einer längeren Debatte auf 18 000 Euro einpendelte. Von den 16 anwesenden Stadtvertretern votierten 14 dafür, zwei stimmten dagegen.

Kurzer steiniger Weg

Der Weg bis zu diesem Votum war vergangenen Mittwoch zwar kurz aber steinig. Bereits in der Einwohnerfragestunde war das Thema aufgeploppt, als Stadtinfo-Geschäftsführer Olaf Klut in Ausschüssen getroffene Aussagen einiger Stadtvertreter hinterfragte. Da soll zum Beispiel davon die Rede gewesen sein, dass die Stadtinfo mehrere Punkte des mit der Stadt abgeschlossenen Vertrages nicht erfülle. „Welche?“, fragte Kluth. Auch sei ein mangelnder Mehrwert beklagt worden. Der Geschäftsführer wünschte sich, die Stadtvertreter mögen klar umreißen, welchen Mehrwert sie sich vorstellten. Mit Verweis auf die ausstehende überplanmäßige Ausgabe wurde das Thema dann auf den entsprechenden Tagesordnungspunkt verschoben – und die Fragen von Klut an dieser Stelle nicht noch einmal aufgegriffen.

Von Skepsis bis Katastrophe

Vielmehr zeigte sich SPD-Fraktionsvorsitzende Kristine Kasten skeptisch ob der anfallenden Kosten in der Stadtinfo. „Ich kenne keine Kostentabelle“, sagte sie. Sozialausschussvorsitzende Sandra Köster (CDU): „Mir fehlt bei Herrn Klut die Leidenschaft.“ Darüber hinaus kritisierte sie, dass einer der Stadtinfo-Flyer für ein Gingster Café werbe. „Wir haben genug eigene Cafés in Bergen, für die man werben könnte.“ Und sie erwarte eine ordnungsgemäße Abrechnung. Oliver Gurk nannte die „Rechnungsstellung“ der Stadtinfo gar „eine Katastrophe“. Und da er die die Stadtinfo betreibende Gesellschaft als privatwirtschaftliches Unternehmen betrachte, halte er die hohe Unterstützung der Stadt sowieso für fraglich. „Es gibt mehrere Betriebe in der Stadt mit Problemen.“Auch der Präsident der Stadtvertretung, Matthias Ewert (CDU), war skeptisch. „Ich habe nichts gegen eine Erhöhung des Etats, die Forderung muss aber nachweisbar sein“, sagte er.

Zu wenig Geld zum Arbeiten

Eine Lanze für die Informationsstelle brach Carmen Kannengießer vom Bürgerbündnis Bergen (BBB). Sie rechnete dem Gremium noch einmal vor, wie die Baltic die Stadtinfo einst betrieben habe. Über 100 000 Euro habe die Stadt jährlich zugeschossen, Personalkosten getragen und gestattet, dass das Unternehmen bei Auszug das Inventar und Warenbestände im Wert von 14 000 Euro mitnahm. Der Stadtinfo werde es jetzt ungleich schwerer gemacht, befand Kannengießer. „Mit nur 40 000 Euro im Jahr kann man für ein Mittelzentrum auf der Insel nicht arbeiten“, sagte sie.Bürgermeisterin Anja Ratzke gab zu, dass es im vergangenen Jahr versäumt worden war, den Etat von vorn herein aufzustocken, da die Summe von 40 000 Euro für 2017 veranschlagt worden war und die Info erst im April an den Start gegangen sei. Für 2018 hätte gleich eine höhere Summe angesetzt werden müssen. Und so verfügt die Info mit dem Beschluss vorerst über 58 000 Euro. Für das nächste Jahr soll neu verhandelt werden.

Berndt Jens-Uwe

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