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Rügen Mi geht‘ as välen Putbussern: Tranen för Wut in de Ogen!
Vorpommern Rügen Mi geht‘ as välen Putbussern: Tranen för Wut in de Ogen!
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00:00 09.04.2016

De harn väle von uns schon, as dat „IT-College“ doerch de langwierige Prüfung von eene Staatsanwaltschaft utn Westen (Köln) in de Insolvenz rin „schlitterte“ (OZ, 7. April 2016, Seite 11). Nee, de is doerch de regelrecht dorhenn dräben worden! As ick körtens dor an dit schneewitte Hus mit de güldenen Bookstaben „Pädagogium“* vörbi kehm, güng mi doerch mienen Brägen de Frag: Wurans wat jetzt bloß Dr. Wendlandt to Mot sin, de damals dit „IT-Zirkus“ gründt hät un wur nahdäm noch in fief Hüsern ringsüm 11 Firmen intraken sünd, de ok de „IT“-Kenntnisse brukten. Jetzt stahnen de ok leer! Un an‘t Pädschen hängt dit grote Plakat: „Zu vermieten“, wat ok noch an de Alleestratensiet bammelt.

Nanu, heff ick dacht, wer wat sich dit Riesengebäude denn woll meeden willn un dorför monatlich väl Moneten blechen? Wat is dit denn för een Köper wäst? Jä, un nu weeten‘t wi ja! De hät oewerhaupt keen Geld! He jongliert ungefier so: „Ick heff‘t schon ümmer hennkrägen, dat wat woll ok ditmal wat warden!“ Ja, givt sogor to: „Ich habe in der Regel kein Konzept. . .“ Un so eener hät denn‘

Toschlag krägen? Dit kann doch nich wohr sin! Wat wiern dit von‘ne Versteigerers? Hauptsak, wi hebben dat hinner uns, wat nu noch kümmt, dat is nich mihr uns‘ Rebeet? Orrer wurans sall man sich disse Handlungswies‘ verkloren?

Twischen de Zeilen läs ick, dat dor ut de hogen Rüüme woll Wahnungen buucht warden sœlen. Mit anne Wür — dor binnen mütten se alls rutrieten un total niech maken. Sull‘t würklich wat warden, denn gahnen up disse Ort un Wies gliektiedig 176 Johre eenmalige Putbusser Bildungsstäd‘ de Bäk dål. Uns Putbusser geht also een grotes Stück Heimat för ümmer verloren! Un babento noch väle Arbeitsplätze un Geld-Innahmen in de Geschäfte, in Bahn un Bus ! Kœnen wi in Putbus œwerhaupt soväl düre Wåhnungen gebruken? Wer kann sich de leisten? Sall uns dit etwa genauso gåhnen as de Binzer, wo up dat Gelände von‘t ehemalige Kinnerkurheim(!) de meisten niegen düren Hüser leerståhnen? Wurväl Leerstand givt dat bi uns an‘n Zirkus, wurväl an‘n Markt?

Mi sülben blifft bloß de Erinnerung an mienen eegnen beruflichen Wech, de för mi hier in Putbus mit miene söbenteigen Johren an‘n 1. Februar 1946 sienen Anfang nehm un denn von 1962 an as Direktor ok för de Öbungsschool von‘t Diesterweg-Institut toständig wier. Mihrere Kolleginnen hullen mit ehre Klassen Unnerricht direkt för de Studenten. Miene Fru hät ganze twee Schooljohre mit ehre Unnerstufenklass dor int Institut direkt arbeit‘t. Wur oft güngen wi unsern Wech dorhenn, wur oft hät dat in de Aula von‘t Institut verschiedenste Veranstaltungen för de Putbusser Börgers gäben, so de „Feste junger Künstler“ orrer ok, to‘n Bispill, Wihnachtsfieern. In so manche Stadtverträder-Versammlungen geev dat früher hier in dissen Saal rode Köpp, bit man sich eenig wur. Hebben de hütigendags eegentlich een Wurt mit to räden, wenn dat so schlimm mit dat „Pädschen“ in de Gäng‘ is? Orrer sünd wi nu bloß noch de Maklers utliefert un ehre verschiedensten Gesellschaften, wo unser eener nich mang dœrch find‘t? Orrer nich dœrchfinden sall? -wika-

Nokixel: *Schlamassel — verfahrene Situation:*Pädagogium — vom MV-Ministerpräsidenten Sellering eingeweiht.

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