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Rügen Mieter entwickeln Pläne für den Wedding
Vorpommern Rügen Mieter entwickeln Pläne für den Wedding
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00:01 29.11.2017
Manuela Maaß, Karin Reichardt und Petra Lorenz haben eigene Entwürfe für die Gestaltung des Innenhofs entwickelt. Quelle: Foto: Maik Trettin
Sassnitz

Die Pächter der Gärten am Wedding in Sassnitz haben dem Bauausschuss eigene Entwürfe zur künftigen Gestaltung des von Wohnhäusern eingegrenzten Areals übergeben.

Sie reagierten damit auf zwei Gestaltungsvorschläge, die der Landschaftsarchitekt Dierk Evert im Auftrag der Stadt Sassnitz beziehungsweise der kommunalen Wohnungsgesellschaft WoGeSa unterbreitet hatte. Die Pläne waren unter anderem während einer Einwohnerversammlung und im Sassnitzer Bauausschuss vorgestellt worden.

Von den betroffenen Wohnungsmietern, Gartenpächtern und vielen Garagenbesitzern wurden diese Ideen abgelehnt. Neben den Garagen sollten demnach auch die einzelnen Parzellen verschwinden und durch einen Gemeinschaftsgarten ersetzt werden. Die Mieter wollen aber lieber ihre eigenen kleinen Hausgärten erhalten. Sie seien Rückzugsorte für den einzelnen und dienten seit Generationen der Eigenversorgung der dort lebenden Sassnitzer mit Blumen, Obst und Gemüse, heißt es.

Im Gegenentwurf der Anwohner bleibt der parallel zur Stubnitz verlaufende Abschnitt der Wissower Straße als öffentliche Zufahrt erhalten. Auch die Garagen und Lauben, die von diesem Weg aus zu erreichen sind, könnten nach den Vorstellungen der Wedding-Bewohner stehenbleiben. Verzichten könnte man hingegen auf die kleinen Auto-Häuschen im Innenhof. In dem Punkt decken sich die Ideen der Bewohner mit denen des Planers. Die Autos und Motorräder könnten künftig auf Stellflächen unter freiem Himmel geparkt werden. Eine Reihe von Parkplätzen ist auf der Hofseite der Wohnhäuser an der Weddingstraße vorgesehen. Die anderen gruppieren sich um eine Grünfläche im Innenhof, auf der es neben Sitzgelegenheiten auch Wäscheplätze geben soll. Die Standorte der Mülltonnen bleiben unverändert; eine zusätzliche Zuwegung soll zwischen den Wohnhäusern an der Ecke Kummstraße/Wissower Straße geschaffen werden. Unangetastet bleiben in dieser Planung die Gärten. Die sind aus Sicht der Bewohner ein Schatz. „Viele der Obstbäume darin sind schon uralt“, sagt Karin Reichardt. Außerdem wachsen dort Stechpalmen und Weiden, ergänzt Manuela Maaß und erinnert an die Baumschutzsatzung.

Die Mitglieder des Bauausschusses empfehlen, die Vorschläge der Bürger bei der weiteren Planung zu berücksichtigen. Ob und wann die vorangetrieben wird, liegt nicht zuletzt in den Händen der Stadtvertreter.

Maik Trettin

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