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Rügen Mit 200 PS den Rasern hinterher
Vorpommern Rügen Mit 200 PS den Rasern hinterher
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00:00 29.03.2014
Polizeihauptmeister Dirk Giese lenkt den Streifenwagen über die A20. Oberkommissarin Ariane Groth komplettiert das Duo. Quelle: Fotos: Hannes Ewert
Grimmen

Explosionen, spektakuläre Stunts und Schießereien — mit solchen Szenen haben Ariane Groth (31) und Dirk Giese (46) nur sehr selten zu tun. Die beiden arbeiten bei der Autobahnpolizei in Grimmen und überwachen den rollenden Verkehr zwischen den Anschlussstellen Bad Sülze und Jarmen sowie auf dem Rügen-Zubringer bis nach Scharpitz auf der Insel Rügen.

Es ist kurz nach acht Uhr in der Dienststelle in Grimmen. „In der Nacht gab es keine relevanten Vorkommnisse“, sagt Dirk Giese. Seit 27 Jahren ist der Stralsunder im Streifendienst tätig, aber seit März 2011, der Gründung der Autobahnpolizei, in der Trebelstadt. Einzig eine wichtige E-Mail flatterte am Morgen ins Postfach. „In Tschechien wird ein 14-jähriger Junge vermisst. Er hat über soziale Netzwerke angekündigt, ins Ausland zu fliehen“, sagt seine Kollegin Ariane Groth.

Die Oberkommissarin ist in der Frühschicht die Dienstgruppenleiterin. Alles, was aus der Leitstelle in Neubrandenburg über den Notruf weitergeleitet wird, landet auf ihrem Handy. Nachrichten über Verkehrsunfälle, Gefahrenstellen und andere Einsätze.

Hauptmeister Dirk Giese lenkt die 200 PS starke Mercedes E-Klasse gen Osten auf die Autobahn. Auf 95 Kilometer pro Stunde bringt er den Tacho. „Das ist die optimale Geschwindigkeit. So können wir noch in die vorbeifahrenden Fahrzeuge reinschauen und uns überholen keine Lastkraftwagen“, erklärt Giese. Unterwegs erzählt er: „Gerade in der Urlaubszeit bleiben viele Fahrzeuge, die nach Norden wollen, liegen. Ihnen fehlt der Sprit. Die Fahrer verschätzen sich in der Distanz.“

Regelmäßig überholen große Transporter die Polizeibeamten. „Autos, die etwas tiefer liegen, ziehen wir raus und kontrollieren. Sie könnten Diebesgut geladen haben.“ Zwei große Fälle hatte die Autobahnpolizei in diesem Jahr. In einem Fall wurden in Dänemark 107 Autoräder gestohlen und bei dem anderen Mal wurde ein geklauter Audi A6 festgestellt. „Oft fahren die Diebe mit einem Pilotfahrzeug voraus. Dessen Besatzung hält nach der Polizei Ausschau. Im Notfall nehmen sie eine andere Strecke“, sagt Giese.

Jeden Rastplatz inspizieren die Polizisten. „Manchmal stehen Autos ohne Fahrer auf den Plätzen. Diesen Winter campierten sogar große Familien der Sinti und Roma in den Damentoiletten der Rastplätze Riedbruch und Peenetal. Das darf nicht sein“, sagt Ariane Groth.

Laut Statistik rollen etwa 12 000 Fahrzeuge am Tag über die A 20 zwischen Rostock und Stettin. Das sind rund acht Fahrzeuge pro Minute. „Dieser Abschnitt ist nicht so häufig frequentiert. Daher treten viele Auswärtige ordentlich aufs Gaspedal und es kommt zu vielen Unfällen. Hauptunfallursache ist Unaufmerksamkeit und falsches Überholen und Einordnen“, sagt Dirk Giese. „Wenn es mal kracht, dann meist heftig.“

Rund um die Uhr im Einsatz
60 Kilometer Autobahnstrecke und 36 Kilometer Rügenzubringer kontrollieren die Beamten rund um die Uhr. Zudem werden Umleitungsstrecken rund um Anschlussstellen auf ihre Befahrbarkeit geprüft.
107 geklaute Räder stellten die Polizeibeamten in diesem Jahr fest. Außerdem wurde ein gestohlener Audi A6 sichergestellt. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist die grenzüberschreitende Kriminalität.



Hannes Ewert

Dat in dit letzte, dit südlichste lütte Dörp upt „Söte Länneken“, gegen de Lüd, de dor to Hus sünd, de „Süder“, eeniges in de Gäng‘ wier, dit is sogor bit nah mi hier in Putbus drungen.

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