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Rügen Mit Markt und Konzert in die Weihnachtszeit
Vorpommern Rügen Mit Markt und Konzert in die Weihnachtszeit
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10:02 04.12.2018
Jedes Jahr ist das Weihnachtskonzert des Jugendblasorchester Sassnitz in der St.-Johannis-Kirche ausverkauft. Quelle: Nicole Stüber
Sassnitz

Im letzten Jahr hatte die Stadtverwaltung zum ersten städtischen Weihnachtsmarkt eingeladen und freut sich nach den vielen positiven Rückmeldung nun auf eine Neuauflage vor dem vierten Advent. „Wir wollen dabei nicht in Konkurrenz zum Altstadtweihnachtsmarkt stehen“, sagt Ralf Berger, Sachgebietsleiter Kultur im Sassnitzer Rathaus. Die Lage der Veranstaltung auf dem Rügen-Platz ermöglicht jedoch eine leichtere Erreichbarkeit, was vor allem auf ältere Bürger einladend wirke. „Mit der Bushaltestelle direkt vor der Tür, ist es einfach zugänglicher“, sagt Ralf Berger. Außerdem punkte der Weihnachtsmarkt in der Altstadt durchaus mit seinem Ambiente, biete aber kaum Möglichkeiten zum Aufbau von Fahrgeschäften.

Kostenlose Fahrgeschäfte

Denn wie bereits im letzten Jahr hat die Stadt bei der Veranstaltung auch die jüngsten Besucher im Auge, die hier kostenlos die Fahrgeschäfte nutzen können. „Und das ist regional einmalig“, so Berger. Die Bahn, ein Kettenflieger und das historisch anmutende Mini-Riesenrad waren zwischen Mutzen und kandidierten Äpfel Anziehungspunkt für die Kleinen. „Es war schön mitzuerleben, wie noch Wochen später an der Supermarktkasse lobende Worte über den Weihnachtsmarkt fielen“, so der Sachgebietsleiter Kultur.

Vom 20. bis zum 22. Dezember gibt es nun eine Wiederholung von jeweils 14 bis 20 Uhr. Auch der Weihnachtsmann wird dann stets von 15 bis 17 Uhr seine Sprechstunde abhalten, damit die Kinder noch rechtzeitig ihre Wünsche oder auch Sorgen loswerden können. Dazwischen werden am Donnerstag ab 14 Uhr die Grundschüler „Sassnitzer Plattsnacker“ und ab 18.30 Uhr die Sassnitzer Blasmusikanten für Unterhaltung sorgen.

Lucia-Chor aus Trelleborg dabei

Internationale Weihnachtslieder gibt es am Freitag ab 16.30 Uhr zu hören, wenn Lucia und ihr Gefolge aus der Partnerstadt Trelleborg eintreffen. „Dann wird darunter auch immer ein deutsches Lied vorbereitet, dass in diesem Fall mit Akzent und den Kerzen auf dem Kopf vortragen wird“, sagt Berger stolz. Zur Stärkung bieten dann auch Schwenkgrill und Smoker alles was der Fleischliebhaber braucht. Alle anderen werden zwischen Grünkohlspezialitäten, Germknödeln oder heißen Waffeln fündig.

Das eine oder andere Weihnachtsgeschenk –zwischen Töpfereien bis zum Modeschmuck – lässt sich dann vielleicht noch an den Handwerksständen erstehen. Musikalisch gibt am Samstag um 16 Uhr dann nochmal das Jugendblasorchester eine Einstimmung in die Feiertage.

Jugendbläser laden zum Weihnachtskonzert in die Kirche

Zuvor erwartet das Jugendblasorchester wie jedes Jahr am zweiten Advent doch bereits am kommenden Sonntag um 16 Uhr seine bunt gemischte Zuhörerschar zum jährlichen Weihnachtskonzert in der St.-Johannis-Kirche. Posaune, Flöte und Klarinette lassen dann deutsche und internationale Weihnachtsweisen ertönen. Die Auswahl der Stücke lässt erahnen, mit wie viel Ehrfurcht die kleinen und großen Künstler sich in den letzten Monaten den Proben gewidmet haben. Der Tanz der Zuckerfee aus der Nussknacker-Suite, ein Menuett aus der Feuerwerksmusik von Georg Friedrich Händel, die vierte Suite von Sarabande oder „Bilder einer Ausstellung“ von Mussorgsky versprechen Hochgenuss für anspruchsvolle Ohren.

Musikalischer Jahreshöhepunkt

„Es ist der musikalische Höhepunkt des Jahres“, so Berger. Bereits in den Sommerferien beginnt für die Musiker die Vorbereitung mit der Auswahl der Stücke. Seitdem befinden sich die 24 Musikschüler in den Proben für das Weihnachtskonzert. Neben regelmäßigem Einzelunterrichtsstunden für die Mitglieder ab zehn Jahren, steht dann jeden Freitag die Gesamtprobe auf dem Plan. Dem Jahreshöhepunkt fiebern alle Vereinsmitglieder spätestens ab dem kommenden Freitag entgegen, wenn man sich außer der Reihe bereits in der Kirche einspielt. „Die Anspannung wächst, wenn man in festlich ziviler Kleidung statt in Uniform auf den Einsatz wartet. Die Jungs in Krawatte und die Mädels in Kleidern machen sich dann gleich größer“, sagt Ralf Berger, der seit vielen Jahren in seiner Freizeit das Training der jungen Künstler übernommen hat.

„Wir könnten uns vorstellen, in Zukunft auch bereits mit einer Vorschulgruppe zu beginnen um Kindern ein musisches Angebot zu geben und daraus neue Talente zur Ausbildung an Blasinstrumenten zu fördern“, sagt Ralf Berger. Neue Mitstreiter sind im Team willkommen.

Wenke Büssow-Krämer

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