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Rügen Mit Tradition in die Zukunft
Vorpommern Rügen Mit Tradition in die Zukunft
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00:00 24.10.2016
Unter Anleitung von Falko Bindernagel vom Biosphärenreservat testete auch Burkhard Gielow aus Ganschvitz den E-Trabbi. Quelle: Fotos: Uwe Driest

Für den Einen war die Fahrt mit dem Elektro-Trabi der Höhepunkt, andere wollten einmal einen Blick in das Cockpit des e-Autos Tesla werfen.

Zweite Rügener Woche der Nachhaltigkeit bietet vom 22. bis 29. Oktober Mitmach-Angebote für die ganze Familie

Zum Auftakt der zweiten Rügener Woche der Nachhaltigkeit führte eine Sonderfahrt des Rasenden Roland unter dem Motto „Mit Tradition in die Zukunft“ die Teilnehmer von Putbus nach Sellin. Gegenüber des dortigen Kleinbahnhofs boten Rügener Autohäuser und andere Anbieter Einblicke in neue Technologien aus Wasserstoff und Hybrid, Solarfähren oder Elektro-Bikes als Tandem oder Lastenrad.

Studenten vom Racing-Team der Fachhochschule Stralsund entwickelten kürzlich den Prototyp eines Wasserstoffantriebs. „Mit dem Äquivalent eines Liters Benzin käme unser Gefährt über 2000 Kilometer weit“, unterstreicht Arne Lück stolz die Effizienz des Motors.

Die „Inselwerke“ von der Nachbarinsel Usedom „betreiben ökologische Energieprojekte, bringen Energie in Bürgerhand und stärken sowohl Stoff- als auch Kapitalkreisläufe in der Region“, erläutert René

Tettenborn das neue Konzept seiner Bürgerenergiegenossenschaft. „Wir stellen einen ökologischen Stromtarif zur Verfügung, bauen eine regionale Ladeinfrastruktur mit einem Netz von Ladesäulen aus und hoffen auf diesem Weg, die Potenziale der Elektromobilität besser nutzen zu können“, so Tettenborn. Die jüngste Initiative des Bundesrats, ab dem Jahr 2030 nur noch E-Mobile zulassen zu wollen, hält er für einen „Weckruf“.

Begonnen hatte am vergangenen Sonnabend der Tag mit einem Abstecher zum Haltepunkt Lauterbach Mole. Damit wollte Matthias Kley, Geschäftsführer der Rügener Kleinbahn, für die Beibehaltung der Strecke werben, deren Fortbestand wegen geringer Auslastung immer wieder gefährdet ist. Die Strecke sei jedoch ein unerlässlicher Bestandteil des Kombi-Tickets „Dampf und Wasser“, mit dem Fahrgäste die Runde mit Kleinbahn und Dampfer über Putbus und Baabe unternehmen können.

„Wenn wir die Strecke erhalten wollen, nützen jedoch weder Unterschriftensammlungen noch Appelle“, hob Cathrin Münster hervor. „Helfen können die Leute nur, wenn sie die Bahn auch nutzen“, so die Leiterin des Amts für das Biosphärenreservats.

Damit beschrieb Münster ein Dilemma, das auch Wilfried Kramer vom Verkehrsclub Deutschland auffiel. Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) war mit Ausnahme einer elektrischen Kleinbahn in Sellin nicht vertreten und die Rügen-App sei im Bereich „Mobilität“ noch verbesserungswürdig. „Da rangiert die Bäderbahn vor dem ÖPNV, und die große Bahn kommt gar nicht vor“, so Kramer.

Die Woche der Nachhaltigkeit ist eine gemeinschaftliche Aktion von Biosphärenreservat Südost-Rügen, Tourismuszentrale (TZR), Landkreis Vorpommern-Rügen, Rügenprodukte-Verein, Forstamt, sowie Nationalpark- und Naturerbezentrum. Sie setzt sich mit einer Pflanzaktion im Klimawald, Drachen-Werkstatt und Kinder-Uni, Archäotechnik und Upcycling, Führungen und GPS-Touren durch das Biosphärenreservat fort und endet am 28. und 29. Oktober mit einem Markt der Nachhaltigkeit am Naturerbezentrum in Prora.

Das vollständige Programm findet sich unter www.ruegen.de/nachhaltigkeit

Uwe Driest

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