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Mit buntem Auto auf Achse gegen Vandalismus

Altenkirchen Mit buntem Auto auf Achse gegen Vandalismus

Ein Landesprojekt zeigt Schülern, wie teuer gedankenlose Ausraster werden können.

Altenkirchen. Ein qualmender Getränkeautomat vor der Regionalen Schule Altenkirchen? Hupend hält ein VW-Bus auf dem Hof. Hier kann etwas nicht stimmen. Doch die Schüler der Klasse 7 sind vorbereitet. Das Vanda-Mobil ist vorgefahren, ein ausgesondertes und mit Graffiti auffallend verziertes ehemaliges Polizeifahrzeug, mit dem die Präventionsarbeit gegen Vandalismus in Mecklenburg-Vorpommern verbessert werden soll. Mit unkonventionellen und altersgemäßen Projektangeboten ist das Vanda-Mobil vor allem an Schulen und Jugendeinrichtungen im Einsatz, diesmal auf Einladung von Ulrich Hennig von der Provinzial-Versicherung: „Vandalismus ist nun mal kein Kavaliersdelikt. Wir haben in der Praxis viel mit Schäden in und an kommunalen Einrichtungen zu tun, auch an Bushaltestellen, doch oft muss die Schadensregulierung abgelehnt werden, weil sie nicht entsprechend versichert oder versicherbar sind. Die jungen Leute sollen einfach sehen, welche Konsequenzen ihr Fehlverhalten haben kann.“

Die Provinzial ist Partnerin des Vanda-Mobils, das von der Sozial- Diakonischen Jugendarbeit Neubrandenburg betrieben und vom Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung Mecklenburg-Vorpommern gefördert wird.

Die Schüler der Klassen 7 und 8 erfahren an diesem Vormittag, welche Schäden durch Vandalismus entstehen, wie schnell man Täter oder Mittäter wird. Die Studentin Amelie Hagedorn und die Erzieherin und Sozialpädagogin Tatjana Sternberg sind heute das Vanda-Team. Sehr anschaulich sprechen sie über einzelne Fälle, in denen junge Leute „sich ihr Leben“ verbaut haben. Sei es aus Wut, Rache, Gedankenlosigkeit, weil sie angestiftet wurden, eine Mutprobe bestehen wollten oder einfach nur Anerkennung suchten. Auf einem kurzen Schulrundgang, der nicht einmal 30 Minuten dauert, listen sie mit den Schülern Schäden auf, die in Klassenräumen, auf den Fluren, an den Wänden und auf den Toiletten durch Vandalismus entstanden sind. Die Kreide kratzt über die Tafel: Unterm Strich stehen 8040 Euro. Ein zielgerichtetes Frage-Antwort- Spiel beginnt. Amelie: „Wer bezahlt das?“ „Die Schule“, kommt wie aus der Pistole geschossen. „Woher hat die Schule das Geld?“ „Vom Staat!“ „Und wer hat ihm das gegeben?“ „Die Steuerzahler.“ „Und wer sind die?“ „Unsere Eltern.“

Holger Vonberg

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