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Rügen Mit dem Mittelstand fit in die digitale Ära
Vorpommern Rügen Mit dem Mittelstand fit in die digitale Ära
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00:10 04.05.2018
Gesprächsrunde gestern zur Eröffnung des Kompetenzzentrums: Rabea Aschenbruck, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Hochschule Stralsund (HOST) in der Diskussion mit Volkswirt Ekkehardt Rokohl, Juliette Melzow vom Bundeswirtschaftsministerium und Prof. Gero Szepannek von der HOST. Quelle: Foto: Privat

Von Jörg Mattern Stralsund/Rostock. Ein Team von Professoren und Mitarbeitern der Hochschule Stralsund treibt als Partner ein Projekt mit voran, das kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Land und darüber hinaus die Umstellung auf digitale Technik erleichtern soll. Das so genannte Mittelstands 4.0 Kompetenzzentrum Rostock wurde gestern im Biomedizinischen Forschungszentrum nahe der Uniklinik offiziell eröffnet.

Maria Freyer, Master-Absolventin der Hochschule, arbeitet von Stralsund aus auf der Marketingstrecke für das Kompetenzzentrum. „Das ist eine Aufgabe, die ich machen möchte. Mit Unternehmen arbeiten, ihnen bei Herausforderungen helfen, die im Firmenalltag anstehen“, sagt die wissenschaftliche Mitarbeiterin.

Für sie ist Digitalisierung mehr als nur das papierlose Büro in der Firma: „Es geht darum, mittelständische Unternehmen in die Lage zu versetzen, mit Hilfe der Digitalisierung zum einen ihre Marktposition zu stärken und zum anderen die regionale Wirtschaft untereinander viel besser zu vernetzen.“ Das soll das Kompetenzzentrum mit seinen drei Standorten in Rostock, Stralsund und Neubrandenburg leisten.

An der Hochschule Stralsund konzentriert man sich auf die Unterstützung von KMU aus der Tourismuswirtschaft sowie von Fach- und Branchenverbänden. Zu den Schwerpunktthemen gehört dabei unter anderem Data-Science. Mit wissenschaftlichen Methoden werden etwa Daten speziell ausgewertet, gezielt für die Bedürfnisse von Unternehmen aufbereitet, was zu zu Wettbewerbsvorteilen führen kann. Maria Freyer nennt ein Beispiel: „So können wir Firmen, die mit uns zusammenarbeiten wollen, ausführlich analysieren – etwa auf die Voraussetzungen hin, die sie im Rahmen ihrer Wertschöpfungskette mitbringen, aber auch darauf, was ihre Chancen und Potenziale betrifft. Aus dieser Analyse resultiert dann der Vorschlag für eine künftige Strategie der Unternehmensausrichtung.“

Möglich sind auch Schulungen, etwa zur Suchmaschinenoptimierung, die Mitarbeiter in den Unternehmen in die Lage versetzen, mit der Masse heute verfügbarer Daten nicht nur umzugehen, sondern sie gezielt zu nutzen, etwa um Trends zu erkennen, auf die rechtzeitig reagiert werden muss. Diese wissenschaftliche Begleitung ist für die Firmen kostenlos, weil das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie das zunächst auf drei Jahre angelegte Mittelstand 4.0 Kompetenzzentrum fördert.

Doch davon müssen die Unternehmen im Land zunächst einmal etwas wissen. Hier setzt Maria Freyer mit ihrer Arbeit an. Die 29-Jährige hat sich in ihrer Masterarbeit mit dem Marketing von KMU beschäftigt. Sie wirbt in Vorträgen für das Angebot des Kompetenzzentrums, entwirft Werbematerial, organisiert Workshops und Schulungen, knüpft und hält Kontakte zu den Firmen. Gestern war dazu in Rostock Gelegenheit. „140 Gäste hatten den Weg nach Rostock gefunden“, sagt Maria Freyer. Darunter viele Vertreter aus klein- und mittelständischen Unternehmen des Landes sowie aus allen Branchen – vom jungen Start-Up bis zu gestandenen Firmen. „Das Interesse am gesamten Projekt, wie auch am Beitrag der Hochschule Stralsund ist groß, das haben die Gespräche gezeigt“, so die Projektmitarbeiterin. Maria Freyer verfügt jetzt über einen Stapel Visitenkarten von Unternehmern, die demnächst mit dem Stralsunder Team in Kontakt treten wollen.

OZ

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