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Rügen Mit dem Radprofi über die Insel
Vorpommern Rügen Mit dem Radprofi über die Insel
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18:00 28.08.2018
Olaf Ludwig geht am 20. Oktober zur Brückenfahrt wieder selbst in den Sattel. Einen Tag später sitzt er bei der RügenChallenge im Führungsfahrzeug. Quelle: trilkesa
Rügen

An gleich zwei Tagen hintereinander führen die 24. Tour d'Allèe und das neunte Jedermann-Rennen „RügenChallenge“ am 20. und 21. Oktober wieder über die Insel.

Worin unterscheiden sich die beiden Renntage und wie macht sich das in der Teilnahme bemerkbar?

Olaf Ludwig: Am Samstag, beim Radfahren mit Prominenten, ist auch am Morgen noch die Anmeldung möglich und danach frühstückt man gemeinsam im Restaurant. Hier ist eine Teilnahme mit jedem Fahrrad möglich, vom Kinderrad, Mountainbike bis Rennrad. Das Tempo ist familienfreundlich – Polizei und Krankenwagen sind mit auf der Strecke und zwischendurch gibt es einen Verpflegungspunkt in Putbus. Einigen ist das dann zu langsam. Sie fahren so schnell es geht und dann irgendwann außerhalb des Konvois. Andere wiederum wollen nur mal über die Rügenbrücke – das geht ja nur an diesem Tag – und drehen danach schon wieder um. Die Tour über Baabe nach Sellin ist auch für Frauen und Kinder sehr angenehm – ein Tempo, das Kinder zulässt. Die Kap Arkona-Tour ist für Teilnehmer mit Rennrad, die etwas schneller fahren wollen. Mit dem Sportlerball am Samstagabend im Cliff-Hotel ist in diesem Wochenende dann alles enthalten. Der Sonntag ist ausschließlich für Rennräder zugelassen. Zwei Strecken (54 oder 107 Kilometer) mit garantierten Vollsperrungen schaffen Profibedingungen.

Sind Sie dann auch wieder selbst mit am Start?

Ich starte dann mit meinen Partnern auch wieder von Stralsund aus. Jörg Strenger ist dann mit dabei und wir teilen uns im Teilnehmerfeld auf. Am Sonntag bin ich dann als sportlicher Leiter im Führungsfahrzeug im Einsatz.

Die Tour mit Start ab Stralsund am Sonnabend läuft auch unter dem Titel „Prominentenrennen“. Können Sie bereits verraten, welche prominenten Sportler Sie in diesem Jahr für die Veranstaltung gewinnen konnten?

Es ist mit aktiven Sportlern sehr schwierig zu besetzten. Die Zeit in der Urlaub möglich ist wird immer enger. Daher sind die meisten dann auch mit Familie unterwegs. Andererseits ist man als Radfahrer bis Ende Oktober noch in China unterwegs. Aber wir sind noch mit mehreren Kandidaten im Gespräch. Dann könnten Leute dabei sein, die wir bisher noch nicht hatten.

Was macht Rügen in Ihren Augen so verlockend für Radsportveranstaltungen?

Na die Landschaft. Sie hat einfach einen besonderen Charme. Diese Alleen dann gerade im Herbst. Oft ist es schon kalt, dafür hat man aber einen blauen Himmel dazu. Durch die Alleen ohne Autoverkehr zu fahren, ist was besonderes. Das sagen einem auch die Teilnehmer immer wieder. Vor zwei Jahren hatten wir mal viel Pech mit dem Wetter. Das reicht für die nächsten Jahr. Diesmal wird es besser.

Was verbindet Sie selbst mit Rügen? Ist das Rennwochenende für Sie auch gleich Urlaub?

Wir haben mit der Organisation viel zu tun. Selbst der Sonntagabend klingt dann schneller aus, wenn man hier vier, fünf Tage unterwegs gewesen ist. In der Vorbereitungszeit ist dann auch mal ein Tag dabei den man am Meer verbringt. Oft bin ich ja dann schon im März und auch Juni mal vor Ort.

Vergleichen Sie doch einmal die Rügener Radtouren mit anderen Jedermann-Rennen, zum Beispiel der Hochsauerland-Challenge.

Es ist hoch im Sauerland. Rügen ist nun auch nicht flach – viele sind überrascht, dass es auf und ab geht. Im Sauerland werden da aber mehr Höhenmeter zurückgelegt. Topografisch sind das deutliche Unterschiede.

Wie zufrieden sind Sie mit der Entwicklung der Veranstaltungen der letzten Jahre was die Teilnehmerzahlen und die Organisation angeht?

Wir haben ein gutes Team an Helfern. Auch mit der Polizei klappt die Zusammenarbeit, hat sich Verständnis und Vertrauen entwickelt. Die Verantwortlichen wissen, dass sie gute Partner haben. Was die Teilnehmer angeht, so könnten es auf Rügen mehr sein. Aber die Insel liegt nunmal nicht zentral in Deutschland und die Veranstaltungen finden abseits der Saison statt. Wir haben hier 300 Teilnehmer am Start. Um die 500 wären möglich. Das schöne ist, dass man mit den Leuten auf der Tour schneller ins Gespräch kommt. Auf der Straße trauen sich die Leute eher nicht mich anzusprechen.

Bulgarien mit dem Rad entdecken

Die Bulgarian Cyclingtour des Olympiasiegers blickt in diesem Jahr bereits auf zehn Jahre zurück. Von Sandanski aus kann man dann auch nach Griechenland (75 Kilometer), Mazedonien (111 Kilometer) oder zum weltberühmten Rila-Kloster (104 Kilometer) starten. „Radfahrten auf Mallorca gibt es etliche. Wir wollten da dann nicht als elfte Veranstaltung anfangen. Es soll individuell sein und nicht auf den Massentourismus ausgerichtet.“

Sandanski lädt aus Anlass des Jubiläums am 13. September zu einem großen Sportlerball ein. Auch Kinder aus den Nachbarländern beteiligen sich dann an der Sportaktion „Nein zu Drogen“. Im Mai starten Kinder und Jugendliche zur „Kleinen Friedensfahrt“.

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