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Rügen Mit dem Shiguli zur Hochzeit nach Goor
Vorpommern Rügen Mit dem Shiguli zur Hochzeit nach Goor
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06:31 11.05.2018
Stefan Dastig und Anne Renkel werden heute in Goor heiraten. Mit einem Shiguli Lada 71 fahren die Spreewälder vor. Quelle: Jens-Uwe Berndt
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Sassnitz

Die Eltern von Stefan Dastig aus Dahme im Spreewald werden heute aus allen Wolken fallen: Um 11.30 Uhr heiratet der 34-Jährige seine Freundin Anne Renkel in Goor. „Wir haben niemandem davon erzählt“, sagt Dastig. „Wir wollten aber auf jeden fall während den Rügenclassics heiraten.“ Als die beiden im vergangenen Jahr mit ihrem Shiguli Lada 71 zum ersten Mal bei der Oldtimer-Veranstaltung auf Rügen mitfuhren, kannten sie sich gerade zwei Monate. „Das war unser Test. Wenn wir es die ganze Zeit miteinander aushalten würden, dann passt es. Und wir haben es ausgehalten.“ Nach dem Rügen-Trip wurden Hochzeit und Baby geplant. Und während die Trauung heute stattfindet, kommt das Baby im August.„Das ist unsere erste Hochzeit während der Rügenclassics“, sagt Hardy Kowen (76), Veranstalter und Geschäftsführer von Media Direct. „Darum haben die zwei auch die Startnummer 1 bekommen.“ Die 70 Fahrzeuge werden heute und morgen noch eine Vielzahl Stationen anfahren. Dazu gehören der Dino-Park auf der Insel ebenso wie das Leibnitzinstitut in Greifswald. Der Trip aufs Festland wurde geplant, um sich nicht wie im vergangenen Jahr mit dem Rügen-Rund-Radmarathon ins Gehege zu kommen. Ein besonderer Programmpunkt wird heute Abend auf jeden Fall die Fahrt zum Güttiner Flugplatz sein. „Dort sollen die Autos ordentlich ein paar Runden drehen“, sagt Kowen. „Am Quietschen der Beifahrerinnen hört man dann, dass das richtig Spaß bringt.“Sein Classics-Debüt erlebt dieses Jahr Martin Fuchs aus Potsdam. Er sorgte mit seinem Bentley Speed 8 (Baujahr 1948) für echte Hingucker. Zum ersten Mal dabei ist auch Torsten Hille (53) aus Leipzig. Vor dem offiziellen Startschuss im Sassnitzer Hafen hatte er seinen Tatra T2-603 (Baujahr 1969) an der Promenade geparkt und das gute Stück gewienert. „Ich habe mir vor rund zehn Jahren zwei Tatra im Schrottzustand gekauft und diesen einen daraus restauriert“, sagt Hille. „Mich haben diese Fahrzeuge aus der CSSR schon als Kind fasziniert.“Eine ähnliche Faszination trieb auch Torsten Kudela (44) aus Magdeburg an, sich einen Wartburg 313 Sport zuzulegen. „Mein Vater hatte mir einst erzählt, dass einen total schicken Wartburg gegeben haben soll“, sagt Kudela. „Nachdem er verstorben war, habe ich mal herumgesucht und bin auf den 312 HT gestoßen.“ Der habe ihm aber nicht gefallen, weshalb er sich nicht vorstellen konnte, dass sein Vater diesen Fahrzeugtyp gemeint hatte. „Also suchte ich weiter und fand 2003 in Plauen einen schrottreifen 313 Sport.“ Acht Jahre schraubte er an dem Fahrzeug herum – mit Unterstützung, wie Kudela zugibt. „Heute ist er mit 110 000 Euro versichert – und soviel Geld habe ich da auch ungefähr hineingesteckt.“ Wie teuer solch ein Auto ist, weiß der Magdeburger nicht zu sagen: „Es werden ja keine verkauft.“ Rund 450 313 Sport sollen einst gebaut worden sein, 80 noch existieren. Und 45 davon seien fahrtüchtig.Zum dritten Mal dabei ist Klaus-Dieter Weltmann (55) aus Binz mit seiner Seitenwagen-EMW R 35 (Baujahr 1954). 1984 hatte er begonnen, sich das Motorrad aus drei Schrottmaschinen zusammenzubauen. Heute gehören ihm drei 35er EMW-Solomaschinen, eine R 75 und ein seltenes EMW-Dreirad.

Berndt Jens-Uwe

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