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Rügen Modelle zeigen historische Stadtansichten
Vorpommern Rügen Modelle zeigen historische Stadtansichten
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00:00 06.05.2017
Modelle zeigen historische Stadtansichten. Tafeln im Hintergrund erläutern geschichtliche Zusammenhänge. Quelle: Fotos: Hannah Luise Kastner

Im Bergener Stadtmuseum ist seit gestern die Wanderaustellung „Die Städte des Herzogtums Pommern nach Eilhard Lubinus“ zu sehen. Gezeigt werden eine Kopie der Lubinschen Karte aus dem 17. Jahrhundert, deutsch-polnische Schrifttafeln, sowie sechs Modelle historischer Ortschaften. Die Karte wird von 49 Städten umrandet, von denen einige auf den Schrifttafeln genauer behandelt werden. Zu sehen ist eine historische Beschreibung der jeweiligen Stadt, die beachtenswert genaue Darstellung auf der Lubinschen Karte sowie Fotografien von heutigen Stadtansichten und Architekturfragmenten. Durch sechs detaillierte Modelle kann der Besucher den damiligen Aufbau von Städten wie Wolgast, Greifswald oder Barth nachvollziehen.

„Gerade für Rüganer ist diese Wanderausstellung interessant, da viele ihre Wurzeln in Vorpommern haben und somit einen Bezug zu ihrer eigenen Vergangenheit herstellen.„   Anja Ratzke, Bürgermeisterin

Eingeleitet wurde die Eröffnung durch das Lied „Die Schönste im Meer“ von Ralf Lindemann. Danach stellte die Museumsleiterin, Martina Herfert, die Ausstellung mit einleitenden Worten vor. Sie ging besonders auf das Schloss Stettin ein, das die Kartenkopie zusammen mit den zahlreichen Ergänzungen und Erläuterungen zur Verfügung stellte. Auch begrüßte sie die polnischen Gäste, allen voran Jolanta Rybkiewicz, Ausstellungsleiterin des Schlosses Stettin, die die Dirkektorin Barbara Igielska vertrat.

Im Jahre 1618 wurde der erste Druck der Lubinschen Karte, die das gesamte pommersche Territorium zeigt, angefertigt. Beauftragter dieser Karte war der Rostocker Mathematikprofessor und Kartograph Eilhard Lubinus. Durch einen Glücksfall gelang es dem Schloss der pommerschen Herzöge zu Stettin 2012 einen 1758 angefertigten Orginaldruck zu erwerben. Im In- und Ausland existieren heute wohl keine 50 Orginalexemplare mehr. Die Lubinsche Karte hat heute einen hohen geschichtlichen Wert, da es kaum andere Artefakte dieser Zeit gibt, die von der gemeinsamen Geschichte Pommerns unter der Herrschaft des Greifenherzogtums zeugen. Ausstellungsbesucher Karl Zerning war überwältigt. „Es ist überaus wichtig, diese Arbeit zu würdigen“, sagte er. Zerning ist bekannt dafür, zusammen mit seiner Frau Barb seit Jahren die Bergener Geschichte zu erforschen.

Dies ist die zweite Ausstellung in Zusammenarbeit mit Stettin, sagte die Bürgermeisterin von Bergen, Anja Ratzke: „Ich bin zuversichtlich, dass es sich hierbei auch nicht um die letzte handeln wird.“Auch Besucher Herr Übner hatte einen sehr guten Gesamteinduck: „Eigentlich ist es ein trockenes Thema, es wird aber sehr lebendig rübergebracht.“ Die Wanderausstellung hält für Interessierte noch bis zum 26. Juni die Türen offen.

Hannah Luise Kastner

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