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Rügen Möbelwerke weiter auf Erfolgskurs
Vorpommern Rügen Möbelwerke weiter auf Erfolgskurs
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00:00 26.02.2016

In deutschen Wohnzimmern stehen immer mehr Schränke und Regale aus der Hansestadt. Die Stralsunder Möbelwerke konnten ihren Umsatz im vergangenen Jahr auf 6,3 Millionen Euro steigern. 2014 davor waren es 5,6 Millionen Euro. Auch für die Zukunft peilt das Unternehmen einen neuen Rekord an: Die 7-Millionen-Euro-Marke soll erreicht werden. Das teilte Geschäftsführer Guido Krüger bei einem Firmenbesuch von Oberbürgermeister Alexander Badrow und Landrat Ralf Drescher mit (beide CDU).

Ein hoher Umsatz bedeutet aber nicht automatisch, dass der Betrieb auch satte Gewinne macht. Abzüglich aller laufenden Kosten und Investitionen haben die Möbelwerke 2015 eine schwarze Null geschrieben. Zuletzt wurde u.a. eine neue Verpackungsmaschine angeschafft. Sollte der Umsatz wie geplant weiter steigen, würde die Firma 2016 — vier Jahre nach der Pleite — in den Gewinnbereich rutschen. Die Stralsunder Möbelwerke hatten Anfang 2012 Insolvenz angemeldet. Nur durch die Rettungsaktion einer Leipziger Investorengruppe konnte der Betrieb gerettet werden. „Die Möbelwerke sind auf einem guten Weg. Ich freue mich, dass es bei einer Firma, die so große Probleme hatte, nun so gut läuft“, sagte OB Badrow.

90 Prozent der verkauften Produkte sind Wohnmöbel. Das Erfolgsrezept ist das Baukastenprinzip, mit dem der Kunde sich seinen Wunsch-Schrank selbst zusammenstellen kann. Er hat die Wahl zwischen 240 Elementen, die er miteinander kombinieren kann. Das Zusammenstellen lässt sich im Internet erledigen, zum Beispiel mit einer Handy-App oder dem Computer. Der fertige Schrank wird dann zu einem klassischen Möbelhändler in der Umgebung des Käufers geliefert.„Immer mehr Kunden wandern ins Internet ab. Wir müssen sie dort abholen und wieder zurück in die Filialen bringen“, sagt Geschäftsführer Guido Krüger.

Gefragt bei den Kunden sind weniger ausgefallene Modelle, sondern die Klassiker. Eine beträchtlichen Teil des Umsatzes generieren die Möbelwerke mit einer Schrankwand, die bereits seit 16 Jahren im Programm ist. Designer Heinrich Heitmann ist daher auch vorsichtig mit aktuellen Trends. „Wir setzen keine Trends, wir reagieren eher auf sie. Alexander Müller



OZ

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