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Rügen Mukran: Bäcker Peters baut extravagantes Gartencafé
Vorpommern Rügen Mukran: Bäcker Peters baut extravagantes Gartencafé
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00:06 12.04.2018
Die Bauarbeiten für das neue Gartencafé vor der Mukraner Bäckerei haben begonnen. Quelle: Foto: Maik Trettin

Was war das denn? Noch bevor ihre Augen das Gebilde zwischen Straße und Wasser so richtig wahrgenommen haben, sind die meisten Autofahrer an der Baustelle in Mukran schon vorbeigerauscht. Und auch die, die das seltsame Objekt bei einem Spaziergang ganz in Ruhe und aus der Nähe inspizieren können, werden nicht schlau daraus. Nils Peters kann das verstehen.

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Das Sassnitzer Familien-Unternehmen will zudem die Außenanlagen am Rande des Fährhafens neu gestalten

„Gartencafé“ nennt die Sassnitzer Bäckerfamilie ihr Projekt. Im Gegensatz zum schlichten Namen ist die Gestalt des künftigen Gebäudes extravagant: „Das Haus hat so gut wie keine rechten Winkel“, sagt der Unternehmer.

Das ist keine Handwerker-Panne, sondern durchaus so gewollt. Bereits die 2006 errichtete Bäckerei am Rande des Hafens ist mit ihren großen Glasfronten ein Hingucker. Das war in gewisser Weise bei den Planungen für das Gartencafé ein Problem, sagt Peters: „Es ist schwierig, eine Architektur zu finden, die neben diesem Gebäude bestehen kann.“ Das kleine Café sollte einerseits keine Kopie der Bäckerei werden, andererseits die Fern-Wirkung der „großen Schwester“ auch nicht stören und architektonisch in Konkurrenz zu ihr treten.

Der Entwurf mit den unregelmäßigen Wänden soll all das garantieren. Die Vollholz-Konstruktion, deren Elemente in einer Rostocker Tischlerei zum Teil vorproduziert wurden, entsteht derzeit auf dem südlichen Teil des Grundstücks unmittelbar an der Terrasse. Dort soll ab dem Sommer eine kleine Auswahl aus dem Gesamtsortiment angeboten werden, unter anderem kleine Snacks in kompostierbaren Verpackungen. „Wer nur mal einen Kaffee und eine Streuselschnecke möchte, findet das künftig auch in dem Gartencafé“, so Peters. Mit dem zweiten Versorgungsstandort wolle man den Service „entzerren“, den Nahversorgungsverkauf im großen Café entlasten und damit alle Kunden individueller und schneller bedienen. Mit dem bisherigen Konzept stieß die Bäckerei gerade zu Hoch-Zeiten, wenn alle 230 Plätze im Café und auf der Terrasse besetzt waren, an logistische Grenzen. „Wir werden durch das Gartencafé, das mit zwei Mitarbeitern besetzt wird, die Wartezeiten für die Kunden deutlich verringern können“, hoffen die Geschäftsinhaber Ursula und Nils Peters.

Kurzweiliger soll es auch für die Kinder werden. Der Spielplatz, der sich auf dem Areal befand, wird wieder hergerichtet. „Wir wollen die Topografie des Grundstücks nutzen und einen Garten mit unterschiedlichen Ebenen, kleinen Wegen und vielen Nischen anlegen.“ Die Freiflächen werde man so interessant gestalten, dass die Kinder Lust aufs Entdecken und gleichzeitig viel Auslauf bekommen.

Maik Trettin

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