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Rügen Na Herr Minister Brotkorb – Ut Old Niech måken?
Vorpommern Rügen Na Herr Minister Brotkorb – Ut Old Niech måken?
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00:05 09.07.2016

Dat wier woll so een Sommersünnendag as hüt. Laue Luft un denn’ Windgott Rasmus güng woll pö á pö allmählich siene Pust ut. Dit kunnen de dree Kinner œwerhaupt nich verknusen! Denn in’n Lauterbacher Håben sägelten twee Jungs un eene Diern, jeder in een ganz lüttes Boot mit een eenziges Sägel, ümmer wedder henn un her. Gråd so, as ehr Trainer enn dat toropen de’. Dormit se eenes Dag’s sülbständig dat Roder in de Hand nähmen künnen.

Ick weet nich, leewe Lüd, ob ji mit dit korte Wurt „Opti“ wat anfangen kœnen? Ganz amtlich hebben de Bö’ „Optimist“ heeten. Mit de kunnen nämlich unse Schölerinnen un Schölers bi uns up de Insel dat Sägeln liernen – un nich bloß dor. In mihrere Habens rund üm dat grote Rügen, wur dat ok Sägelvereine geev, wier dat gang un gäbe. Bi uns in’n Osten hät dit „Arbeitsgemeinschaft“ heeten. Un de wurden ok betahlt. Kunnst’ natürlich nich dorvon riek warden. Doch de Säglers hulpen giern, weil se jå up disse Ort un Wies dormit gliektiedig ehre tokünftigen Mitglieder unner de Arms greepen – un dat bi de jungen Lüd nich to „Mast- un Schotbruch“ kåmen künn. Dorgegen würden denn ok keene Schwimmwesten helpen.

Wi hebben to miene Tied schooleegne Boote – Opti’s – besäten.* Wenn jetzt uns’ Bildungsminister Brotkorb mehnt: „Segeln wäre ein tolles Angebot für unsere Schulen“ (OZ, 2. Juli 2016, Seite 1) und das Land würde auch die Trainer bezahlen – denn is dat Musik, nich bloß för miene Uhren! Doch – disse studierte Mann kann god räden, sünd wi ja schon oft genooch gewohr worden. (Miene jüngste Dochter is noch in’n Schooldeenst – in MV!) Un ick heff männigmål de Hän’n œwern Kopp tosåmenschlågen, weil siene Morgenräden sich åbends ganz anners anhüürten.

Leewe Lüd, de höchste Bildungsscheff in uns Bundesland hät in siene gewandte Antwurt de Mœglichkeit(!) för denn’ Sägelunnericht „..im Rahmen der Ganztagsangebote“...(!) begrüßt. Un de Sportminister, Herr Caffier, givt indirekt Kontra: „die Warnemünder Woche sei trotzdem(!) eine der sportlichen Höhepunkte“ in MV. Mit anne Wür, dor wat noch väl Wåder de Warnow runner nåh de Ostsee gåhnen, ihrer up denn’ Fluss de witten orrer gor bunten „Opti’s“ längs sägeln un dormit de olle Tradition wedder mit nieges Läben in de Gäng’ to bringen!

Wi sünd vör Johren öfters nåh Bodstätt un Dierhagen unnerwägens wäst, weil’t dor de Zeesbootregatten geev – un ümmer noch gäben deet! För mi wier’t gliektiedig een Utflug in de Kinnertied. Bünn doch öfters bi mienen Fischerunkel ut Lieschow in sien Zeesboot mitsägelt. Wenn „Rasmus“ denn alle fief brunen Sägels* so richdig uppuust har un de Boot* grote Fohrt upnehm, wier ick in mien Element un wür bestimmt later to See führen!*

Een mœgliches Bild steht mi för Ogen: Wenn de Regatten in unse Nåhwerschaft anfangen, künnen denn viellicht eenige „Optis“ een End mitsägeln? För mi un miene Kinner wür dit een groter Dag warden, denn’ wi woll nie nich vergäten würden – un ji ok nich.

Nokixel: *Boote – wurden mit schuleigenen Mitteln angeschafft, aber zu Übungen und der Lagerung beim Seglerverein untergestellt; *de Boot – alte Fischersprache;*Sägels – Fock, Klüver, Großsegel, Topp, Besan; *führen – Dass mein Leben einen ganz anderen Lauf nehmen würde, konnte ich damals nicht ahnen.

-wika-

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