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Rügen Nach Hundeangriff: Schäfer beklagt sechs tote Schafe
Vorpommern Rügen Nach Hundeangriff: Schäfer beklagt sechs tote Schafe
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00:00 17.03.2017
Schäfer Reinhard Martin konnte die zwei Hunde, die seine Schafe angriffen, fotografieren. Eine Umfrage unter Bewohnern der umliegenden Dörfer erbrachte bis dato keinerlei Erkenntnisse zu deren Identität. Quelle: Foto: Uwe Driest
Drigge

Reinhard Martin ist sauer. Der Schäfer auf Drigge musste hinnehmen, dass zwei Hunde seinen Schafen übel mitspielten. Am Ende waren sechs der Tiere tot. „Ich saß

Zwei Hunde griffen auf Drigge Tiere von Reinhard Martin an

gegen 10 Uhr vormittags in meiner Stube und schaute aus dem Fenster, als mir auffiel, dass die Schafe unruhig vor dem Fenster hin und herliefen. Als ich vor die Tür trat, sah ich die beiden Hunde, welche die Schafe jagten", erzählt er. „Da waren die wohl schon so eine halbe Stunde zugange.“

Er zog seine Schuhe an, schnappte sich eine Kamera und stürzte hinaus. Dort sah er einen großen, helleren Hund, vermutlich einen Labrador-Mischling, und einen etwas kleineren schwarzen von der Größe eines Collies. Der habe sogleich eine Lücke im Zaun gesucht, als er Reinhard Martin sah. „Ich schickte meine Border-Collie-Hündin Lynn, damit sie dem weißen Hund den Rückweg durch den Zaun abschneidet und mir den Hund zutreibt, aber der brach aus. Dann habe ich ihn in eine Zaunecke getrieben, so dass ich auf fünf Meter an ihn herankam.“ Statt „Sitz“ zu machen, habe der in die Enge getriebene Hund ihn jedoch angeknurrt.

So machte Martin Fotos und ließ den Hund laufen, umzusehen, wohin der sich wendet. „Er lief am Ufer der Wamper Wiek in nördlicher Richtung auf Grahler Fähre zu“, hat er dabei beobachtet.

Während der Schäfer auf die aus Bergen kommende Polizei wartete, besah er sich den Schaden genauer. Zwei der Schafe waren tot und vier weitere verletzt. „Schockierte oder verletzte Schafe fallen in eine Art Schockstarre und stehen einfach nicht mehr auf“, weiß Martin. Zwei junge Tiere habe er zwei Tage später tot aufgefunden und zwei etwa zwölfjährige Tiere hätten lange Risse aufgewiesen. „Die schlachtete ich und sah dabei, dass sie viel schwerer an Hals und Beinen verletzt waren, als es zunächst den Anschein hatte“, so Martin.

Dann fuhr er mit dem Auto los und „zeigte wohl fast 30 Leutender benachbarten Dörfer die Bilder von den Hunden“. Eine Frau habe geglaubt, die Hunde eine Woche zuvor schon einmal gesehen zu haben. Den finanziellen Schaden beziffert Martin auf etwa 1200 Euro und lobt eine Belohnung aus für Hinweise, die zur Aufklärung führen. Hinweise nimmt auch die Polizei in Bergen unter 03838-8100 entgegen. Der Fall sei nicht der erste seiner Art, erzählt Reinhard Martin. Nachdem vor zwei Jahren der Wanderweg zur Prosnitzer Schanze entstanden war, „fand ich zwölf tote Schafe, die vermutlich von Hunden gehetzt worden waren“.

Das schlimmste Problem aber seien die Krähen. „Die hacken den Schafen die Augen aus, wenn sie dösen", hat er beobachtet. Den schwarzen Vögeln seien schon 80 seiner Schafe zum Opfer gefallen. „Das sind mehr, als in ganz MV durch Wölfe zu Tode kamen.“ Wer Hinweise zu den beiden Hunde geben kann, wendet sich bitte an die Polizei Bergen ☎ 03838/8100.

Uwe Driest

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