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Nach OZ-Bericht: Leser helfen, Jules Spezialrad zu finden

Bergen Nach OZ-Bericht: Leser helfen, Jules Spezialrad zu finden

Anrufer gaben Hinweise auf den Verbleib des Dreirads, das der behinderten Jule letzte Woche gestohlen worden war. Die Polizei fand es in einem Maisfeld.

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Die kleine Jule Arden freut sich: Mit Hilfe eines Beitrags in der OZ konnte ihr gestohlenes Spezialrad wiedergefunden werden.

Quelle: Berndt

Bergen. Jule hat ihr Spezial-Fahrrad zurück. Die verzweifelte Suche hat ein Ende. Nachdem am Sonnabend die OSTSEE-ZEITUNG von dem gemeinen Diebstahl des Gefährts berichtet hatte, war eine Welle der Anteilnahme und Hilfsbereitschaft in Gang gekommen. Denn das achtjährige Mädchen ist behindert, leidet an Kleinhirnwurmhypoplasie — einer Erkrankung, die motorische und Gleichgewichtsstörungen auslöst. Nur mit ihrem Haverich-Dreirad kann sie sich ungehindert im Alltag fortbewegen.

Mittwoch war das Rad in Bergen entwendet worden, die Familie suchte es überall in der Stadt. Hinweise gab es, aber selbst ein Aufruf im Internet über das soziale Netzwerk Facebook und eine Anzeige bei der Polizei brachten nicht den erwünschten Erfolg. Also wandte sich Jules Mutter, Marlen Arden (32), an die OZ.

„Schon Sonnabend 8.38 Uhr hatte ich die erste Nachricht auf dem Handy“, erzählte die junge Frau gestern überglücklich. „Darin schrieb eine Familie Steuer aus Sellin, dass sie von unserem Unglück in der Zeitung gelesen habe und uns gerne helfen wollte.“ Die Familie teilte den Ardens mit, dass sie im Keller ein Haverich-Dreirad zu stehen hätten, das für das eigene Kind gedacht sei. „Unser Kleiner fährt damit noch nicht so richtig“, schrieben die Selliner und boten an, dass Jule es vorerst nutzen könnte.

Marlen Arden freute sich sehr, wollte das Wochenende aber noch einmal für die Suche nutzen. Gegen 10 Uhr kamen dann erste Anrufe. Die Leute wollten das beschriebene Rad hinterm Mercedes-Autohaus Klemaschewski gesehen haben. Dort seien Kinder damit auf dem Plattenweg Richtung Neklade herumgefahren. Auch die Polizei hatte bereits Informationen erhalten — und war mit Streifenwagen zum beschriebenen Ort unterwegs. „Was mir jedoch fast die Hoffnung nahm, war der Zeitpunkt“, sagt Marlen Arden. „Denn alle gaben an, sie hätten das Rad am Donnerstag gesehen.“ Die Mutter machte sich auf und suchte den gesamten Plattenweg ab. Unterwegs habe sie dann die Polizei getroffen, die in mehreren Anrufen ebenfalls auf das Gebiet entlang des Maisfeldes Richtung Neklade hingewiesen worden war.

„Und trotzdem: Es war nichts zu entdecken“, schildert die 32-Jährige die sich breit machende Enttäuschung.

Und dann die Wende: Marlen und Jule Arden waren gerade am Strand, wollten den Ärger der zurückliegenden Woche vergessen, als der Anruf kam. „Der Polizist am anderen Ende sagte nur: Wir bringen Ihnen gleich Ihr Fahrrad“, sagt die Mutter immer noch überwältigt. „Ich bin am Apparat total ausgeflippt, und diese Freude hat den Polizisten angesteckt.“ Die Beamten hatten nicht aufgegeben und das Rad tief im Maisfeld gefunden. Es war zwar beschädigt aber fahrbereit, so dass Jule es noch am selben Tag wieder in Beschlag nehmen konnte.

Marlen Arden ist begeistert von der schnellen Hilfe, die sie und ihre Familie erfuhr. Und wie viele Menschen die Geschichte in der Zeitung gelesen hatten, bekam sie selbst gestern immer wieder mit, wenn sie auf der Straße von Leuten angesprochen worden sei, die lächelnd fragten, ob das Fahrrad denn jetzt wiedergefunden worden wäre.

„Ich bin allen sehr dankbar“, sagt die Bergenerin. „Sowohl den Anrufern als auch der Polizei. Die Beamten müssen ja bestimmt fünf-, sechsmal rausgefahren sein, nur um nach dem Rad zu suchen.“

Ich bin allen so dankbar. Sowohl den Anrufern, als auch der Polizei.“

Marlen Arden (32), Mutter von Jule

 

Jens-Uwe Berndt

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