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Rügen Nach Sturmschäden: Düne wird verstärkt
Vorpommern Rügen Nach Sturmschäden: Düne wird verstärkt
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14:31 26.09.2017
Die Arbeiten am Strand von Gager sind bereits im Gange. Quelle: Herold, Gerit
Gager

Schwere Technik ist seit Tagen am Strand von Gager im Einsatz. Massen von Sand werden mit Raupenbaggern und Radladern bewegt, der Abschnitt ist für Strandläufer weiträumig gesperrt. „Spülfeld – Lebensgefahr – Betreten verboten!“, wird auf mehreren Schildern gewarnt. Nach den Sturmschäden im Januar erfolgt im Auftrag des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg in Gager und am Südstrand von Göhren eine Sandaufspülung zur Verstärkung der in Mitleidenschaft gezogenen Düne. 3,4 Millionen Euro aus Mitteln des Bundes und Landes fließen in diese Küstenschutzmaßnahme.

„Im Rahmen regelmäßiger Überprüfungen der Küstenschutzbauwerke wird ermittelt, ob eine Düne eine Bemessungssturmflut kehren kann. Nach der Sturmflut im Januar wurden Defizite festgestellt. Daher wird nun eine Aufspülung zur Dünenverstärkung vorgenommen“, informiert Martina Plothe, Pressesprecherin im Ministerium für Landwirtschaft und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern, auf OZ-Nachfrage. „Die Sanddefizite werden nun durch Aufspülung von Sanden aus einer marinen Lagerstätte ersetzt.“

Konkret kommt der Sand aus einer Lagerstätte in der Prorer Wiek. Ein Saugbagger auf See nimmt ihn auf und transportiert ihn zur Spülstelle. Über eine Druckleitung wird der Sand an Land gespült. Dort stellen dann verschiedene Baumaschinen das sogenannte Sollprofil her. Vor Göhren Süd und Gager werden insgesamt rund 210000 Kubikmeter Sand aufgespült. Vor Gager wird auf 1,2 Kilometer Uferlänge und am Göhrener Südstrand auf 1,1 Kilometer Uferlänge Sand in Strand und Düne eingebracht und profiliert. Danach werde die Düne mit Strandhafer bepflanzt.Die Arbeiten in Gager haben am 7. September begonnen, die in Göhren sollen nach Abschluss der Baumaßnahme in Göhren anfangen und voraussichtlich im November abgeschlossen sein. Die Vorbereitungen dazu würden bereits getroffen. „Ein genauer Termin kann aufgrund von möglichen Bauverzögerungen durch schlechte Witterung oder technische Ausfälle, die zu Unterbrechungen der Arbeiten führen können, nicht genannt werden“, erklärt Martina Plothe. Der betreffende Strandabschnitt am Göhrener Südstrand (Richtung Lobbe) wird mit Beginn der Küstenschutzmaßnahme ebenfalls gesperrt.

Die Arbeiten in Gager waren zu Beginn ins Stocken geraten. Im Sand sei ein vergleichsweise großer Anteil an Schrott und kleinen Metallresten enthalten. „Die Metallteile sollen – wie auch die in geringer Menge im Sand enthaltenen Kampfmittel und Kampfmittelreste aus dem II. Weltkrieg – nicht an den Strand gelangen. Die Detektion und Separation der Metallteile ist daher aufwändiger als bei anderen Aufspülungen“, so Ministeriumssprecherin Plothe. Bei Beginn von Aufspülungen würden allerdings oft Probleme entstehen, da die genutzte Technik erst auf die Beschaffenheit des jeweiligen Spülguts – wie zum Beispiel den Anteil von Steinen oder Muschelschalen – eingestellt werden müsse. Das Material werde gesiebt, um sehr große Steine und potentiell vorhandene Kampfmittel aus dem Sand zu entfernen.

Gerit Herold

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