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Rügen Nach Diebstahl auf Rügen: Verein hofft auf Spender
Vorpommern Rügen Nach Diebstahl auf Rügen: Verein hofft auf Spender
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15:11 08.05.2018
Jörg Gromoll hofft auf Spenden für seine Schützlinge. Bootsbesitzer Wolfgang Bär (re.) will nun eine Alarmanlage einbauen. Quelle: Uwe Driest
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Sagard

„Aus eigener Kraft ist es uns nicht möglich, Ersatz zu beschaffen“, beklagt Jörg Gromoll. Wie berichtet hatten bisher unbekannte Diebe in der Nacht vom 1. auf den 2. Mai die zwei Außenbordmotoren der Trainerboote des Jugendsegelverein Sagard gestohlen. Die Jugendlichen sitzen nun auf dem Trockenen und hoffen auf erneute Hilfe von außen. Die Motoren hatten nämlich erst kürzlich mit Hilfe von Sponsoren angeschafft werden können.

„Die Diebe haben kein Gewissen, denen geht es nur ums Geld“, sagt Jörg Gromoll, Vorsitzender des Vereins. „Wir können noch froh sein, dass die Rückseiten der Boote unbeschädigt geblieben sind.“ Zwischen 22.30 und 2.30 Uhr müssen die Diebe laut Polizei das Gelände in der Marina von Martinshafen am Großen Jasmunder Bodden aufgesucht haben. Dort stahlen sie neben den beiden Motoren vom Vereinsgelände auch drei Motoren von Booten, die in der Marina lagen. Der Gesamtschaden liegt bei etwa 15 000 Euro. Zwei weitere Motoren, welche die Täter bereits abgebaut hatten, ließen sie auf der Pier liegen, als sie von Hafenmeister Bernd Krause gestört wurden, der in jener Nacht in der Marina schlief. Zwei Angelboote hatten sie bereits mit der Längsseite zum Steg gedreht, um auch deren Motoren abzubauen. Eines davon gehört Wolfgang Bär aus Sassnitz. „Ich habe noch am vorangegangenen Wochenende einen Transporter mit ausländischem Kennzeichen auf dem Marina-Gelände beobachtet, den ich auch schon in Sassnitz habe fahren sehen“, erzählt Bär.

Polizei warnt vor saisonalem Diebstahl

Dass die Motoren allesamt codiert gewesen seien, könne sich als vorteilhaft erweisen, sofern sie gefunden würden, meint Michaela Freudenreich von der Wasserschutzpolizei des Landes. Sie empfiehlt, Motoren zusätzlich mit Ketten und Alarmanlagen zu sichern. Außerdem sollten Eigner einen Bootspass führen und – für den Fall, dass gleich das ganze Boot verschwindet – stets ein aktuelles Foto ihres Schiffes parat haben.

Jörg Gromoll, der einmal Fischer war und nach der Wende zum Tischler umschulte, begann vor fünf Jahren, dem Verein wieder Leben einzuhauchen. Gemeinsam mit seine Vorstandskollegen Lydia Scheibe und René Herzberg arbeitete er in Eigenleistung die Segelboote auf, schliff, lackierte und beschaffte Ersatzeile. Heute verfügt der aus elf Kindern und sieben Erwachsenen bestehende Verein über eine kleine Flotte aus Optimisten sowie je zwei 420er und Cadet-Jollen.

Bis zu dem Diebstahl war es also recht gut gelaufen für Gromoll und sein Anliegen. „Es gibt nur wenige Angebote für Jugendliche im Segelsport und ein eigenes Boot kann sich nicht jede Familie leisten“, weiß er. Klar sei aber auch, „dass wir uns allein von den Mitgliedsbeiträgen in Höhe von 60 Euro pro Jahr keine neuen Motoren kaufen können“. Damit sie bald wieder auf dem Großen Jasmunder Bodden segeln können, hoffen die jugendlichen Wassersportler nun auf großzügige Spenden.

Spenden für neue Motoren

Die Zahl der Motorendiebstähle war 2017 nach drei Jahren landesweit erstmals wieder deutlich gesunken. Während 2016 noch 260 Fälle zur Anzeige gebracht wurden (2015: 209 Fälle, 2014: 198), waren es im vergangenen Jahr noch 167.

Die meisten Motoren werden in den Monaten Mai und Juni gestohlen.

Der Jugendsegelclub Sagard e.V. bittet nun um Spenden auf sein Konto bei der Sparkasse Vorpommern: IBAN DE74 150505000840180152. BIC NOLADE21GRW

Driest Uwe

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