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Nach sieben Stunden Erfolg für Sana-Pfleger

Bergen Nach sieben Stunden Erfolg für Sana-Pfleger

Im dritten Anlauf einigten sich Arbeitgeber und Beschäftigte des Krankenhauses Bergen

Bergen. Nach siebenstündiger Verhandlungsrunde war es geschafft. „Wir haben ein Ergebnis“, teilt Sven Bergelin mit, der die Verhandlungen für die Arbeitnehmerseite führte.

 

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Nach 25-jähriger Konzern- zugehörigkeit ist es an der Zeit, dass innerhalb des Konzerns gleiche Löhne gezahlt werden.“Elke Pufahl, Klinische Codierung und Controlling

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Wir möchten für unsere Arbeit und unseren Einsatz genauso entsprechend entlohnt werden und zeigen nun, dass wir es ernst meinen.“Petra Klaene, Schwester chrirurgische Abteilung

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Nach 25-jähriger Konzern- zugehörigkeit ist es an der Zeit, dass innerhalb des Konzerns gleiche Löhne gezahlt werden.“Elke Pufahl, Klinische Codierung und Controlling

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Wir möchten für unsere Arbeit und unseren Einsatz genauso entsprechend entlohnt werden und zeigen nun, dass wir es ernst meinen.“Petra Klaene, Schwester chrirurgische Abteilung

Damit ist klar, dass die Beschäftigten des Sana-Krankenhauses nicht in den Warnstreik treten und es bei der sogenannten „aktiven Mittagspause“ vom Donnerstag bleibt (die OZ berichtete).

Nach der Kündigung des bis dahin bestehenden Vertrages zur Jahresmitte waren bereits zwei Verhandlungsrunden im Juli und August gescheitert. Seither bestand nur noch ein Anwendungsvertrag. Zentrale Forderung der Beschäftigten des Sana-Krankenhauses bleibt indes die vollständige Gültigkeit des bundesweiten Konzerntarifvertrages auch für den Standort auf Rügen. Die ist jetzt in greifbare Nähe gerückt.

Das stand am Donnerstagabend kurz nach 20 Uhr fest und wird bis Ende 2018 gelten: Ab November zahlt der Konzern 2,4 Prozent und ab Dezember nochmals zwei Prozent mehr. Die Vergütung für die Auszubildenden erhöht sich analog. Auch das Weihnachtsgeld soll sich angleichen und erhöht sich in diesem Jahr auf 30 Prozent, im kommenden auf 40 und 2018 auf 50 Prozent eines Monatslohns. „Die Kollegen sind zufrieden und freuen sich, dass nun endlich die Hürde weg vom Haustarif und hinein in den Konzerntarif genommen wurde“, gibt sich Margitta Bergmann, seit 15 Jahren Betriebsratsvorsitzende, erleichtert. Der Umstand, dass sich die Rügener Belegschaft nicht nur gegenüber ihren Kollegen innerhalb des Konzerns, sondern auch gegenüber den Belegschaften anderer Kliniken in der Region benachteiligt sah, führte zu einem vergleichsweise hohen gewerkschaftlichen Organisationsgrad von 60 Prozent. Im nichtärztlichen Bereich wohlgemerkt, denn die etwa 80 mehrheitlich im Marburger Bund organisierten Ärzte der Klinik kommen bereits seit Jahren in den Genuss der vollen Leistungen aus dem Konzerntarifvertrag.

Das fanden Krankenschwestern und Pflegekräfte nicht fair. „Jeder ist Spezialist auf seinem Gebiet“, sagt Petra Klaene, Schwester auf der Chirurgischen Abteilung. „Wir finden es ungerecht, dass die Ärzte als Leistungsträger angesehen werden, obwohl ohne OP- und Anästhesie-Schwestern nichts läuft“, pflichtet OP-Schwester Annett Murswiek bei und Elke Pufahl, die in der Abteilung für Klinische Codierung und Controlling tätig ist, ergänzt: „Nach 25-jähriger Konzernzugehörigkeit ist es an der Zeit, dass gleiche Löhne gezahlt werden.“ Darüber, dass die Kuh vom Eis ist „und wir zu einem guten Kompromiss gekommen sind, der aus heutiger Sicht wirtschaftlich tragbar ist,“ zeigt sich auch Silke Ritschel erfreut. Die Geschäftsführerin der Bergener Sana-Klinik hatte in den zurückliegenden Monaten sogar einige zusätzliche Kräfte im Pflegebereich einstellen können. Allerdings unterlägen Kliniken einem regulierten Markt, der sie von der Vergütungs-Systematik des Gesetzgebers abhängig mache. „Da interessiert es nicht, zu welchen Selbstkosten wir arbeiten“, betont Ritschel. Mit dem nun gefundenen Resultat brauche die Klinik aber in der Region keinen Vergleich zu scheuen.

Uwe Driest

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