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Namen der Toten auf Rügen kaum noch lesbar

Martinshafen Namen der Toten auf Rügen kaum noch lesbar

Der Inselverband der Kriegsgräberfürsorge will Inschriften auf Platten in Martinshafen am Großen Jasmunder Bodden erneuern lassen. Ein 74 Jahre alter Sagarder hat das Projekt initiiert.

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Die Kriegsgräberstätte Martinshafen: Die Namen der Toten sind auf den Granitplatten kaum noch lesbar.

Quelle: Udo Burwitz

Martinshafen. Der Regionalverband Rügen des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge will die Grabplatten der Kriegsgräberstätte in Martinshafen instandsetzen lassen. Die Inschriften auf den Granitplatten für die 32 Frauen und Männer, die in dem Ortsteil der Gemeinde Sagard am Großen Jasmunder Bodden ihre letzte Ruhestätte gefunden haben, sind verwittert und die Namen kaum noch lesbar. Die Inschriften sollen in diesem Jahr erneuert werden, kündigt Wilhelm Hacker, Vorsitzender des Regionalverbandes Rügen an.

Der 74 Jahre alte Sagarder hat das Projekt initiiert. In den zurückliegenden Jahren sorgte er dafür, dass solche Grabanlagen und Stätten des Gedenkens unter anderen in Sassnitz, Binz, Lauterbach und Putbus saniert beziehungsweise neu gestaltet wurden. Für sein ehrenamtliches Engagement in der Kriegsgräberfürsorge zeichnete Lorenz Caffier, Innenminister MV, den Sagarder vor wenigen Tagen mit der Weißgoldenen Ehrennadel des Volksbundes aus.

Laut Hacker wird die Erneuerung der Grabplatten in Martinshafen mehr als 1000 Euro kosten. Beim landesverband der Kreisgräberfürsorge habe er bereits um finanzielle Unterstützung für das Vorhaben gebeten. Nach der Instandsetzung der Grabplatten in Martinshafen seien 2017 die gleichen Arbeiten an den Grabplatten der Kriegsgräberstätte auf dem Alten Friedhof in Sassnitz geplant, kündigt Wilhelm Hacker an.

Jene 32 Frauen und Männer, die in Martinshafen bestattet wurden, kamen 1945 in den letzten Kriegstagen aus Peenemünde. In Martinshafen brach unter den Flüchtlingen eine Epidemie aus. 29 Flüchtlinge und drei Marinesoldaten starben.

Von Burwitz, Udo

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