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Naturschutzbund sucht Kontrolleure für Krötenzäune

Bergen Naturschutzbund sucht Kontrolleure für Krötenzäune

Ehrenamtliche helfen den Amphibien, nach der Winterstarre sicher über die Straßen zu ihren Laichplätzen zu gelangen

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Landschaftsökologin Heike Grunewald sammelt eine Erdkröte am Krötenzaun bei Dolgemost in den Transporteimer. Archiv-

Quelle: Udo Burwitz

Bergen. Der Rügener Kreisverband des Naturschutzbundes (Nabu) sucht ehrenamtliche Helfer beim Errichten und Betreuen von Amphibienzäunen an Rügener Straßen. „Gebraucht werden Rüganer, die sporadisch oder regelmäßig die morgendliche Kontrolle an den so genannten Krötenzäunen übernehmen“, sagt die Landschaftsökologin Heike Grunewald vom Nabu. Auch Unterstützung beim Auf- beziehungsweise Abbau der Zäune werde noch gebraucht. Und zwar möglichst bald. Anfang nächster Woche wird der Nabu zum Teil mit Hilfe von Mitarbeitern der Biosphärenreservatsverwaltung die Schutzeinrichtungen an den Straßen bei Güttin und in Höhe Dolgemost errichten. Diese haben sich bereits in den zurückliegenden Jahren bewährt. Ein paar Tage später soll an einer neuen Stelle zum ersten Mal ein solcher Krötenzaun installiert werden. „Den werden wir bei Luppath nahe Poseritz aufstellen“, sagt Grunewald. Vor allem für diesen Zaun würden noch freiwillige Helfer gesucht, aber auch zur Betreuung an den anderen Orten.

Amphibien suchen sich für den Winter ein Versteck. Einige graben sich ein, andere überwintern in morschem Holz oder unter Steinen. Dort fallen sie in eine Winterstarre. Sobald die Temperaturen es zulassen und die Jahreszeit heran ist, „erwachen“ sie und verlassen ihr Winterquartier. „Sie machen sich dann auf zu genau den Gewässern, in denen sie selbst einst geschlüpft sind, um zu laichen und danach in ihre Sommerlebensräume zurückzukehren“, erklärt Heike Grunewald. Die meisten Amphibien wandern nachts, vorzugsweise wenn es feucht und mild ist. Gerade Kröten machen sich massenhaft zur gleichen Zeit auf die Reise zum Ablaichen — und geraten dabei viel zu oft unter die Reifen von Autos. An wichtigen Amphibienrouten gibt es deshalb die Schutzzäune entlang der Straßen. Die hindern die Tiere am Überqueren der Fahrbahnen und sind so konstruiert, dass sie in Eimern landen. „Diese Eimer werden jeden Morgen von den Helfern kontrolliert, die Tiere herausgeholt und zusammen mit anderen Amphibien, die noch am Zaun ausharren, auf die andere Straßenseite gebracht“, so Grunewald. Welcher Helfer wann Zeit hat und wo eingesetzt werden kann, wird im Vorfeld mit dem Nabu besprochen.

Interessenten melden sich bitte vorzugsweise per E-Mail an nabu.ruegen.KV@t-online.de oder unter ☎ 03838/2097 (dienstags, mittwochs, donnerstags)

 



mt

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