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Rügen Neue Betrugsmasche mit „Staatsanwalt“ und „BKA“
Vorpommern Rügen Neue Betrugsmasche mit „Staatsanwalt“ und „BKA“
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00:01 03.06.2016

Ein Anrufer-Trio hat versucht, einen 51-jährigen Insulaner am Telefon einzuschüchtern und übers Ohr zu hauen. Die Masche sei in diesem Fall besonders ausgefeilt und dreist gewesen, heißt es bei der Polizei, die der Anzeige des Mannes nachgeht.

Er war von einer Frau angerufen worden, die sich als Mitarbeiterin der Landesbank Berlin ausgab. Sie berichtete dem Rüganer von einer angeblich drohenden Pfändung seines Kontos. Grund seien Forderungen eines Gewinnspielanbieters namens Win24. Dort hätte sich der Mann 2012 angemeldet, den Vertrag aber nie gekündigt. Deshalb stehe eine Summe von 1560 Euro aus.

Um die Pfändung zu stoppen, müsse sich der „Kunde“ mit der Staatsanwaltschaft in Köln in Verbindung setzen. Unter der ihm übermittelten Telefonnummer meldete sich dann auch wirklich eine Frau, die behauptete, bei der Staatsanwaltschaft seinen Fall zu bearbeiten. Sie teilte dem angeblichen Schuldner auch ein Aktenzeichen mit, unter dem der Vorgang geführt werde. Um die praktische Abwicklung des Falls kümmere sich die Buchhaltung der Staatsanwaltschaft, die sich gleich bei ihm melden werde.

Wenige Minuten später hatte der Insulaner wirklich eine dritte Frau am Telefon, die sich als Mitarbeiterin der Buchhaltung vorstellte und ihrem Gesprächspartner noch ein Angebot unterbreitete: Weil sich angeblich das Bundeskriminalamt mit dem Vorgehen des Gewinnspielanbieters befasse, dürfe der „Geschädigte“ nach dem Überweisen der gesamten Summe mit einer Rückerstattung in Höhe von 936 Euro rechnen.

So detailreich dieser Betrug auch ausgedacht war – der Mann aus der Nähe von Bergen fiel nicht darauf rein, sondern schaltete die Polizei ein. Das, rät der Bergener Revierleiter Mario Ullrich, sollten auch alle anderen Insulaner tun, denen per Telefon solche dubiosen Geldforderungen unterbreitet werden. Eine solche „Dreiteilung“ beim Betrug sei ungewöhnlich und könne den Angerufenen schnell verwirren. „Im Zweifelsfall lieber einmal mehr nachfragen als erst dann, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist“, rät Ullrich den Insulanern.

Maik Trettin

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