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Neue Brücke für Radler eingeweiht

Seedorf Neue Brücke für Radler eingeweiht

Nach einjähriger Bauzeit wurde nun die neue 90 Meter lange Brücke über die Lanckener Bek im Rahmen des Hafenfestes der Öffentlichkeit übergeben. Gekostet hat das mit einem Kunststoffbelag ausgestattete Bauwerk rund zwei Millionen Euro.

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Pastor Olav Metz (v.) und Bürgermeister Reinhartdt Liedtke (re. daneben) schreiten mit anderen Bürgern die neue Brücke ab.

Quelle: Fotos: St. Besch

Seedorf. Mit Pauken und Trompeten führte die Prohner Blaskapelle die gut gelaunte Gesellschaft aus Bürgermeistern und Tourismusdirektoren, Ingenieuren, Bauleiter sowie Mitarbeitern des Amtes Mönchgut-Granitz auf der 90 Meter langen neuen Brücke über die Lanckener Bek. Darunter auch viele geladende Gäste, die zur feierlichen Übergabe und offiziellen Einweihung des Neubaus im Rahmen des Seedorfer Hafenfestes anreisten, um der Brücke, die bereits seit Mai von Fußgängern und Radfahrern passiert werden kann, zu huldigen.

OZ-Bild

Nach einjähriger Bauzeit wurde nun die neue 90 Meter lange Brücke über die Lanckener Bek im Rahmen des Hafenfestes der Öffentlichkeit übergeben. Gekostet hat das mit einem Kunststoffbelag ausgestattete Bauwerk rund zwei Millionen Euro.

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Brücke mit Kunststoffbelag

Für exakt 2 054 085 Euro war der marode Steg aus den 70ern, der die beiden Seedorfer Ufer bisher verband, im Frühsommer 2016 abgerissen und durch eine neue Stahlkonstruktion ersetzt worden. Entstanden ist nach einem Jahr Bautätigkeit mit schwerem Gerät, Arbeitsponton und schwimmender Behelfskonstruktion eine 3,50 Meter breite Brücke mit Kunststoffbelag. „Wir haben die beste aber auch teuerste Variante ausgewählt und können froh sein, dass uns das Wirtschaftsministerium und europäische Fonds eine derartige Förderung zusprachen. Wir haben unsere Chance genutzt“, sagte Amtsvorsteher und Bürgermeister des Ostseebades Sellin, Reinhardt Liedtke. Bauherr des Vorhabens, das zu 90 Prozent vom Land gefördert wurde, war das Amt Mönchgut-Granitz. Dieses musste sich mit einem Eigenanteil in Höhe von 150 000 Euro an den Gesamtkosten beteiligen.

Doch nicht nur finanziell, sondern auch technisch gesehen entwickelte sich das Projekt zu einer echten Herausforderung. Die Brücke ist seit Oktober 2006 für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Lediglich Fußgänger und Radfahrer dürfen sie passieren. Das wird auch in Zukunft so bleiben. Ausgenommen sind Rettungsfahrzeuge, die die Brücke auch als Alternativstrecke nutzen dürfen, wenn auf der B 196 kein Durchkommen sein sollte. „Zu Recht gab es diese Forderung, dass die Brücke auch für größere Fahrzeuge wie Löschzüge befahrbar sein muss. Daher ist die neue Brücke auch etwas breiter geworden“, erzählt Maike Knittel, stellvertretene Bauamtsleiterin im Amt Mönchgut-Granitz. „Seit 2008 ist die Brücke in Seedorf als Lückenschluss zur Ergänzung des Ostseeküsten-Radweges in den Anlagebestand des Amtes aufgenommen. Ein Jahr später konnten wir bereits eine Aussicht auf Förderung beim Wirtschaftsministerium MV erwirken, im August 2014 wurde die Zuwendung ausgestellt und an uns übergeben. Seit 2011 wurden aber bereits mit dem Stralsunder Planungsbüro MIV die ersten Varianten untersucht und kurz darauf verbindliche Verträge auf den Weg gebracht“, erinnert Knittel die Bau vorbereitende Phase. Im März 2016 erfolgte die Auftragsvergabe an die Firma Ed.Züblin AG, die zum Baubeginn im April vergangenen Jahres mit schwerer Technik durch den Bodden kreuzte und den kleinen Hafen Seedorf ansteuerte.

In fünf Teilen angeliefert

Die Gründungspfähle wurden von einem 20-Tonnen-Rammbär in den Boden der Bek eingebracht. Hatte die alte Brücke unzähliges Gestänge, tragen die neue Brücke vier Stahlrohre – je mit einem Durchmesser von einem Meter und einer Länge von 18 Metern. Im Oktober erfolgte die Montage des Überbaus. Die Stahlbrücke wurde in fünf Teilen von Stralsund über den Wasserweg mit einem Ponton angeliefert. „Das Rammen der Rohre und das anschließende Einsetzen der Segmente war nicht nur für Passanten und Einwohner spannend, sondern auch für uns Ingenieure“, gesteht Bauleiter Ralf Mertz von der Firma Züblin.

Jetzt ist sie fertig – die wichtige Verbindung zwischen Orten auf der Insel Rügen, aber genauso zwischen Menschen, formulierte Pastor Olav Metz seinen Segen für die Brücke und alle, die über sie gehen. „Brücken verbinden. Sie schaffen eine Verbindung, wo es ursprünglich keine gibt. Brücken vereinfachen Wege. In diesem Fall, um von Seedorf oder Moritzdorf nach Preetz und Burtevitz zu kommen“, sagt Metz.

Sicher verankert

120 Tonnen Stahl

wurden verbaut, 180 Tonnen wiegt die Brücke – für 18 Tonnen ist sie ausgelegt.

2 054000 Euro

kostete das Bauwerk. Der Eigenanteil des

Amtes belief sich auf 150000 Euro.

180 laufende Meter

beleuchtetes Brückengeländer geleitet

Fußgänger und Radler sicher ans andere Ufer.

Fünf große, 18 Meter lange Gründungsrohre mit einem Durchmesser von jeweils einem

Meter wurden 17 Meter in den Baugrund

eingebracht.

Steffi Besch

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