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Rügen Neue Idee: Tierpark wird Tor zum Nationalpark
Vorpommern Rügen Neue Idee: Tierpark wird Tor zum Nationalpark
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12:54 06.05.2016
Kathrin Stein präsentiert Hafenstädtern  im E-Werk das Konzept der Wählerinitiative für Sassnitz für die Umgestaltung des Tierparks. Quelle: Udo Burwitz
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Sassnitz

Der einzige Tierpark auf Rügen in Sassnitz soll zum Tor des Nationalparks Jasmund umgestaltet werden. Diesen Vorschlag unterbreitet die Wählerinitiative für Sassnitz (WfS). Mit dem Konzept,  dass Mitglieder der Initiative in einer Einwohnerversammlung den Hafenstädtern präsentierten, verfolgt die WfS das Ziel, ein attraktives Ganztagsangebot für Besucher zu schaffen und touristische Anziehungspunkte in Sassnitz miteinander zu verknüpfen. 

Bisher würden Nationalpark-Besucher laut WfS-Mitglied Kathrin Stein durch Sassnitz hindurch in Richtung Hagen fahren, wo sich der Großparkplatz für Gäste des Nationalpark-Zentrums am Königsstuhl befindet. Die Initiative will die Besucher in Sassnitz halten. Sie schlägt vor, dafür die Verkehrsführung in der Stadt so zu ändern, dass Gäste zielgerichtet zu einem neu zu schaffenden Großparkplatz auf dem Gelände der ehemaligen Oberschule I geleitet werden, das sich unmittelbar neben dem Tierpark befindet. Die Turnhalle auf dem Areal soll zum „Tor zum Nationalpark“ umgebaut werden. Unter dessen Dach sind laut WfS-Vorschlag eine Besucherinformation, Raststätte mit gastronomischer Versorgung, ein Indoorspielplatz, WC, Veranstaltungsraum, sowie Sozialräume für die Tierpark-Mitarbeiter angesiedelt. Die Turnhalle könnte sogar als möglicher, neuer Sitz der Amtsverwaltung des Nationalparks fungieren. Der Schornstein des alten Heizwerkes neben der Turnhalle soll zu einer Aussichtsplattform umgebaut werden, die über eine Außentreppe erreichbar ist. Von diesem zentralen Anlaufpunkt sollen Besucher einerseits über einen Wanderweg den Tierpark erreichen und über bestehende Wege einen Bummel durch die Altstadt unternehmen können sowie in den Nationalpark wandern. Für deren Besucher schwebt der Initiative auch der Einsatz eines Wanderbusses vor, möglichst mit Elektroantrieb.

Der Tierpark am Steinbachweg soll nach den Vorstellungen der WfS zu einem Heimattiergarten umgestaltet werden, in dem der Focus auf die heimische Tier- und Pflanzenwelt gelegt wird. Die Kosten für ihren Vorschlag hat die WfS nicht errechnet. Das Umsetzen dieser Idee sei schwierig, hieß es in der Einwohnerversammlung. Große Flächen des ehemaligen Schulgeländes befinden sich in Privateigentum. Auf dem Areal ist eine Wohnbebauung vorgesehen.

Den Gestaltungsvorschlag unterbreitet die Wählerinitiative, weil der Tierpark in großen Teilen nicht mehr den Vorschriften der EU-Zoorichtlinien entspricht. Die Stadt will den Tierpark deshalb komplett neu gestalten. Ein vorgelegtes Konzept dafür, das eine Investition von weitmehr als zwei Millionen Euro vorsieht, haben die Stadtvertreter in jüngster Sitzung allerdings mit Stimmenmehrheit abgelehnt und einen moderaten Rückbau der Anlage gefordert. In ihrer Mai-Sitzung wird sich die Volksvertretung erneut mit der Rettung des Tierparks befassen.

Von Burwitz, Udo

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