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Rügen Neue Kita birgt „Meerschätze“
Vorpommern Rügen Neue Kita birgt „Meerschätze“
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08:02 18.05.2017
Die Mädchen und Jungen und ihre Erzieherinnen freuen sich über ihre neue Kindertagesstätte. Quelle: Foto: Christian Niemann

Es war eines der bestgehüteten Geheimnisse der letzten Wochen. Niemand sollte vor der offiziellen Eröffnung der integrativen Naturkindertagesstätte in der Sassnitzer Hauptstraße erfahren, welchen Namen die Einrichtung trägt. Von Rügens Künstlerin Silke Tolk entworfen, führt der erste Kindergarten der Arbeiterwohlfahrt (AWO) in der Hafenstadt den Namen „Meerschätze“. Ein riesengroßes Emaillebild wurde enthüllt und prangt nun an dem Gebäude.

„Entsprechend unserer Geheimniskrämerei dürfte es in den kommenden Tagen bei einigen immer wieder zu neuen Entdeckungen auf dem Schild kommen“, versprach Christian Waedow, Geschäftsführer der AWO auf Rügen. „Was 23 Jahre ein Plan war, eine Skizze im Kopf, ist nun unter Mitnahme aller Entwicklungsgedanken real geworden.“ Für ihn ist es mehr als eine Einrichtung mit vier Gruppenräumen, einem Sportraum und einer Küche. Der AWO-Geschäftsführer habe viel Herzblut bei der Umsetzung der Visionen gegeben, sagen Mitarbeiter.

Sassnitz hat mit der Kindertagesstätte „8. März“ und der von der AWO nun zwei behindertengerecht arbeitende Einrichtungen. „Ich bin mir sicher, dass diese neue Impulse für Qualität und Versorgungspflicht im Behindertenbereich setzen“, sagte Waedow bei der offiziellen Eröffnung. Für das Team um Leiterin Jördis Schluckner war sehr schnell das Thema der Arbeit klar: Zentrales Grundstück, Sichtachse Kreidefelsen, Hafengeschichte, Natur im Nationalpark und Flintsteine. „Was lag für uns näher, als das besondere Profil Naturkindertagesstätte zu entwickeln“, sagte Christian Waedow.

Die Themen spiegeln sich nicht nur in der Arbeit wider, sondern in der Gestaltung des Hauses. Die Architekten haben gemeinsam mit dem Bauherrn Wert aufNaturwerkstoffe gelegt. „Man mag es nicht glauben. Aber Holz ist nicht unwesentlich teurer als Plastik“, sagte Wolfgang Warnkross vom Stralsunder Architekturbüro.

Viele innovative Ideen sind in die neue Kindertageseinrichtung in Sassnitz geflossen. „Wir haben völlig neue Ausstattungsgrade und technische Lösungen gemeinsam mit den Handwerksbetrieben gefunden.

Schamwände, Becherhalter aus Holz und interessante Garderoben sind nur drei Beispiele für die Detailverliebtheit im Haus“, sagte Waedow. Es freue ihn, wie sich die Kinder in den letzten fünf Monaten eingelebt hätten. Über 63 Plätze vom Krippen- bis zum Vorschulalter verfügt die Einrichtung.

„Mit dem Gebäude schaffen wir ein völlig neues Konzept. Andere Fachdienste der AWO bieten in der Hauptstraße 13 – also an gut erreichbarer Stelle – die Familienberatung mit anschließender Schwangerenberatung an. Leistungen der sozialpädagogischen Familienhilfe werden ebenfalls hier an Ort und Stelle erbracht“, sagte Waedow.

Das Haus an der Hauptstraße

1,2 Millionen Euro hat die AWO-Tochter AWO-Soziale Dienste GmbH in den Neubau investiert. In dem zweigeschossigen Winkelbau stehen insgesamt 900 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung.Am 1. April 2016 wurde für die Einrichtung an der Sassnitzer Hauptstraße der Grundstein gelegt. Auf dem Gelände hatten zuvor ein Wohnhaus und ein Fischerkaten gestanden, die beide weichen mussten.

Teile der alten Gebäude, etwa Steine aus dem früheren Fundament oder Holz aus dem Dachstuhl des Katen, wurden als Elemente in den Neubau beziehungsweise dessen Außenanlagen integriert.

Christian Niemann

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