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Rügen Neue Schmuckstücke in Seedorf
Vorpommern Rügen Neue Schmuckstücke in Seedorf
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00:05 12.05.2017
Kinder der Selliner Kita haben gestern den neuen Spielplatz ausprobiert und sind begeistert. Quelle: Foto: Gerit Herold

Emma, Tillmann, Fiete, Alwine und Greta können es kaum erwarten. Endlich gibt Erzieherin Petra Kürbitz das Startsignal. Die Lütten aus der Selliner Kita stürmen sofort lautstark auf das hölzerne Spielschiff namens „Daphne“ und erobern es im Nu. Die Knirpse sind mit die ersten Mädchen und Jungen, die den neuen Spielplatz am Hafen von Seedorf ausprobieren.

Brücke über die Lanckener Bek und Spielplatz am Hafen komplett erneuert und übergeben

Die Drei- und Vierjährigen sind begeistert von dem großen Klettergerät in Form eines Schiffes mit Rutsche, von der großen Wippe, dem Sandkasten mit Kletterteil und der Schaukel. Auch die kleine Schildkröte aus Holz nehmen die Kinder gleich in Beschlag. Mirko Quade lächelt zufrieden. Der Holzkünstler aus Serams hat die Spielgeräte aus Eichenholz im Auftrag der Kurverwaltung Sellin angefertigt. „Ich habe schon Spielschiffe gebaut und andere Geräte, aber dies ist mein erster Spielplatz“, sagt der 43-Jährige nicht ohne Stolz, der in seiner Gestaltung freie Hand hatte.

„Wir wollten gern etwas Maritimes, das hierher passt“, freut sich Kurdirektorin Adriana Zawisza über den neuen Tobeplatz für die Lütten, der das gesamte Hafenensemble aufwerte. Rund 15000 Euro hat die Kurverwaltung investiert. Der alte Spielplatz hatte sich nach 20 Jahren mehr und mehr aufgelöst. Nach und nach mussten die maroden Geräte abmontiert werden, ohne dass Ersatz geschaffen wurde.

„Ab dem nächsten Jahr werden auch unsere anderen beiden Spielplätze im Selliner Seepark und an der Kurverwaltung nach und nach erneuert“, kündigt die Kurdirektorin an.

Und ebenso, dass die neue Brücke in Seedorf ein paar Meter weiter voraussichtlich beim Hafenfest am 11. und 12. August feierlich eröffnet wird. Passieren können Fußgänger und Radfahrer das neue Bauwerk über die Lanckener Bek aber schon jetzt. Für 2,3 Millionen Euro war der marode Steg aus den 70er Jahren, der die beiden Seedorfer Ufer bisher miteinander verband, abgerissen und durch eine neue Stahlkonstruktion ersetzt worden. Entstanden ist eine neue 90 Meter lange und 3,50 Meter breite Brücke mit einem Kunststoffbelag. Bauherr des Vorhabens, das seit Jahren geplant und zu 90 Prozent vom Land gefördert wurde, war das Amt Mönchgut-Granitz.

Damit hat das idyllische Seedorf mit seinem Seglerhafen wieder einen Steg, der von Urlaubern, aber auch Einheimischen stark frequentiert wird. Dass Seedorf als Urlaubsdomizil sehr beliebt ist, spiegelt sich auch in den Gästezahlen wider. Zwar waren im letzten Jahr die Übernachtungen in dem Selliner Ortsteil von 25 074 auf 22361 gesunken, doch von 2014 auf 2015 hatte sich in Seedorf die Übernachtungszahl verdoppelt. Die Statistik in den Selliner Ortsteilen, zu denen auch Neuensien, Altensien und Moritzdorf zählen, war vor zwei Jahren unter die Lupe genommen worden, weil dort eine gegenteilige Entwicklung im Vergleich zu Sellin zu verzeichnen war. Etwa 20 Vermieter waren seinerzeit ausfindig gemacht worden, bei denen es Auffälligkeiten bei der Kurkartenkassierung und bei der Auslastung gab. Alle wurden angeschrieben beziehungsweise das Gespräch mit ihnen gesucht. Anschließend stiegen die Gästezahlen (die OZ berichtete).

Neu ist in diesem Jahr, dass in Seedorf ein fester Anlaufpunkt für die Gäste vor Ort ist und ein Ansprechpartner die Kurabgabe von den Urlaubern kassiert. Dazu wurde mit Petra Gehrmann ein Dienstleistungsvertrag abgeschlossen, so Kurdirektorin Adriana Zawisza. Petra Gehrmann ist zu festen Zeiten in einem Büro im Seepark Seedorf (Fahrradverleih) anzutreffen.

Brücke für Autos tabu

22361 Übernachtungen wurden in Seedorf im letzten Jahr gezählt, 2014 waren es noch 11 867.

Im letzten Jahr war mit dem Abriss der alten und dem Bau der neuen Seedorfer Brücke begonnen worden. Seit 2006 ist der Steg für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Lediglich Fußgänger und Radfahrer dürfen sie passieren. Das bleibt auch so. Nur Rettungsfahrzeuge dürfen den Steg nutzen – auch als Alternativstrecke, wenn auf der Bundesstraße 196 kein Durchkommen sein sollte.

Gerit Herold

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