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Rügen Die Schönheit macht in Thiessow Urlaub
Vorpommern Rügen Die Schönheit macht in Thiessow Urlaub
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08:10 10.01.2019
Ben Peelen (l.) und Jörg Dunker in einem Behandlungsraum mit der Quarzsand-Wärme-Liege. Quelle: Gerit Herold
Thiessow

Dass sie für Gesprächsstoff in Thiessow sorgen, ist ihnen klar. Ben Peelen und Jörg Dunker sind aus Nordrhein-Westfalen in das beschauliche Thiessow gezogen mit der Idee, eine Schönheitsfarm zu etablieren. Das klingt nicht nur in Mönchguter Ohren exotisch. Doch Ben Peelen und Jörg Dunker – seit 13 Jahren ein Paar - erfüllen sich damit einen großen Traum. Ben ist leidenschaftlicher Kosmetiker, Jörg hat große Freude daran, Gäste zu bewirten. Kombiniert mit einer familiären Atmosphäre von wenigen Gästebetten und der Ruhe der Mönchguter Landschaft haben sie nun die erste klassische Schönheitsfarm auf Rügen eröffnet.

Diese heißt „BEN! Schoenheitsresidenz Rügen“ und befindet sich in der Hauptstraße in einer ehemals privat betriebenen Pension. Vor einem Jahr hatten Ben Peelen und Jörg Dunker das Haus erworben, als die Vorbesitzer es aus Altersgründen veräußerten. Das Ostseebad hatten sie bereits bei mehreren Urlaubsaufenthalten kennen und lieben gelernt. Für ihren beruflichen Neustart wollten sie in den Norden, ans Meer und suchten einen Rückzugsort für ihr Projekt. „Wir haben uns bewusst nicht für Binz entschieden“, so Dunker.

Ein Jahr lang bauten sie an und in der Villa aus den 1930er Jahren alles um. Das Gerücht von geplanten Schönheitsoperationen machte die Runde. „Alles Quatsch“, lacht Jörg Dunker. „Wie die wenigen anderen, nur rund 20 klassischen Schönheitsfarmen in ganz Deutschland arbeiten wir nach dem Vier-Säulen-Prinzip: hochwertige kosmetische Behandlungen, gesunde Ernährung, Bewegungsprogramm und Entschleunigung“, erklärt Ben Peelen. Das Gebäudeinnere ist ein skandinavischer Stilmix aus alt und neu. So wurden die Türen und Dielenfußböden erhalten und mit neuen Möbeln und Materialien kombiniert. Neben zwei Behandlungsräumen mit Duschen, einem Baderaum und einer Küche, in der gemeinsam gekocht werden soll, stehen sieben gemütliche Gäste-Zimmer zur Verfügung.

Auch für Herren und Paare geöffnet

Die Schönheitsfarm steht in der Regel nur für die Damenwelt ab dem 16. Lebensjahr offen. „Als erste Schönheitsfarm ist unser Haus allerdings auch zu bestimmten Wochen im Jahr rein für Herren oder auch rein für Paare geöffnet“, sagt Jörg Dunker. Angeboten werden Kurwochen oder Verwöhntage und auch kosmetische Einzelbehandlungen für Außerhaus-Gäste – zum Beispiel auf der Quarzsand-Wärme-Liege. Die ersten Lauf-Kunden aus der Gegend waren bereits da. In der nächsten Woche kommen die ersten Übernachtungsgäste.

„Mein Beruf ist für mich Berufung“, schwärmt Ben Peelen. Es ist sein zweiter. Nach dem Fachabitur absolvierte er zunächst eine kaufmännische Ausbildung. Doch bald merkte er, dass er damit nicht glücklich ist. Mit 25 Jahren machte er dann sein Hobby zum Beruf und wurde Kosmetiker. Das hatte ihm schon die Kosmetikerin prophezeit, zu der ihn seine Mutter als 14-Jähriger schickte, weil er „schreckliche“ Hautprobleme hatte. Seitdem beschäftigte er sich mit Kosmetik. Der Kosmetiker-Wunsch reifte in ihm, doch das Selbstbewusstsein dazu fehlte dem schüchternen Jungen noch. Denn als Mann Kosmetiker zu sein, hat Seltenheitswert, zu 98 Prozent sind es Frauen. Sein Partner, Familie und Freunde bestärken ihn in seiner Entscheidung. Nach der Ausbildung eröffnete er schließlich sein eigenes Kosmetik-Studio - und zwar auf dem platten Land am Niederrhein. Trotzdem reisten die Kundinnen von weit an. „Fachkompetenz“, begründet Jörg Dunker, der seinen Lebenspartner mit einem Wort beschreibt. „Perfektionist.“ Aber er selbst sei es auch, schmunzelt der 52-Jährige, der aus dem Vertrieb kommt und zuletzt als Verkaufsleiter in der Bauelemente-Branche war.

Auf der Insel seien sie inzwischen gut angekommen, erzählen die Neu-Rügener. Das liege auch an den Insulanern. Die seien vom Schlag ähnlich den Menschen am Niederrhein. Zuerst ein wenig skeptisch und zurückhaltend, dann hilfsbereit und herzensgut. „Das kommt uns sehr gelegen“, meint Jörg Dunker.

Gerit Herold

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