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Rügen Neue Seile für Binzer Boxring
Vorpommern Rügen Neue Seile für Binzer Boxring
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13:20 30.10.2018
Trainer Klaus-Dieter Moldenhauer (h. l.) und Jugendwart Norbert Vau (h. 2. v. r.) trainieren mit Kindern und Jugendlichen. Quelle: Mathias Otto
Binz

Lange haben Klaus-Dieter Moldenhauer und Norbert Vau darauf gewartet, dem Binzer Faustkämpfer-Nachwuchs ordentliche Trainingsbedingungen bieten zu können. Nun haben sie für den Boxring neue Seile erhalten. Und immer mehr Kinder schließen sich dem Schul- und Sportverein 91 an. Ab November können die Mädchen und Jungen ihre Talente in Wettkämpfen beweisen. „Wir wollen mit dem Boxsport dort hin, wo wir einmal waren. Früher waren die Binzer Boxer sehr erfolgreich“, sagt Moldenhauer.

Umschwung im Verein

Doch von diesen Erfolgen sind die Rügener Boxer noch weit entfernt. Ein Grund ist unter anderem der große Umschwung im Verein. Kay Albrecht, der Vorstandsvorsitzende des Schul- und Sportvereins Binz, legte nach der Mitgliederversammlung im August vergangenen Jahres sein Amt nieder. „Aus persönlichen und gesundheitlichen Gründen ziehe mich aus dem Vorstand des Schul- und Sportvereins zurück“, sagte Albrecht, der danach seine Tätigkeit als Übungsleiter für die Sektion Boxen fortgeführt hat. So gab es neben dem SSV 91 auch das DLRG Boxen und Fitness Binz. Ein großer Teil der Mitglieder folgte Albrecht, auch viele Trainings-Utensilien seien mitgenommen worden. „Da die Sachen aber dem SSV 91 gehören, hat sie der Verein wieder zurückgefordert“, sagt Klaus-Dieter Moldenhauer.

Den Ring haben die Boxer im vergangenen Jahr erhalten. Bei der Beschaffung hat der Landessportbund geholfen. Durch eine Förderung übernahm der Verband die Hälfte der Kosten. Die Eigenmittel kamen von zahlreichen Sponsoren. Selbst die Gemeinde des größten Ostseebades der Insel hat ihren Beitrag zur Verbesserung der Trainingsbedingungen geleistet. Dieser Boxring ist variabel einsetzbar. Er lässt sich schnell auf- und abbauen. Mit vier mal vier oder fünf mal fünf Meter lässt sich der Flachring in zwei Größen aufbauen.

Gute Trainingsbedingungen

Die Seile, die um den Ring gespannt waren, waren allerdings in die Jahre gekommen und für das Training nicht mehr zu gebrauchen gewesen, sodass die Gemeinde dem Verein finanziell unter die Arme gegriffen hat. „Dies ist eine gute Geste der Gemeinde, dass auch Sportarten, die sonst nicht so häufig in der Öffentlichkeit stehen, bedacht werden. Wir haben jetzt gute Trainingsbedingungen, um den Kinder bestmöglich diese Sportart beibringen zu können“, erklärt Jugendwart Norbert Vau.

Und die Sportler durften in ihrer ersten Trainingseinheit mit vervollständigtem Ring gleich loslegen. Norbert Vau in der Mitte, in den vier Ecken der Nachwuchs. Einer nach dem anderen dufte sein Können zeigen. Mit den Handschuhen boxten sie gegen die sogenannten Handpratzen des Übungsleiters. „Immer an die Deckung denken! Die Beinstellung nicht vernachlässigen! Viel bewegen!“ Wenn Vau seine Kommandos gibt, herrscht Ruhe in der Halle –und vor allem im Ring.

Mitgliederzahl vervielfacht

Der achtmalige DDR-Meister und Klaus-Dieter Moldenhauer freuen sich über die große Resonanz und die wieder entfachte Freude bei den Binzer Boxern. Denn zu Beginn des Jahres standen sie fast mit leeren Händen da. Nur fünf Kinder sind dem SSV 91 Binz erhalten geblieben. „Doch unsere gute Nachwuchsarbeit hat sich herumgesprochen. Mit der Zeit hat sich die Mitgliederzahl vervielfacht“, sagt Moldenhauer und guckt auf die Liste. Stand Oktober sind es 21 Kinder und Jugendliche. Viele von Ihnen hätten die Veranlagung, später bei Wettkämpfen gut abzuschneiden. „Wir haben Kinder im Team, die sehr motiviert sind. Mit dem richtigen Training können sie es im Wettkampfbereich weit schaffen“, sagt Vau.

Um aber überhaupt an Wettkämpfen teilnehmen zu können, müssen Klaus-Dieter Moldenhauer und Norbert Vau ihren Trainerschein machen. Schon seit Monaten lernen sie dafür, besuchten deshalb häufig die Sportschule in Güstrow. Die Prüfung für die C-Lizenz ist im November.

In Sachen Nachwuchs hat diese Abteilung des Vereins noch Kapazitäten. „Wer den Boxsport kennenlernen möchte, ist bei uns immer willkommen“, sagt Moldenhauer. Einzige Bedingung: Das Mindestalter sollte acht Jahre betragen.

Mathias Otto

Die Rügener Künstlerin und Wissenschaftlerin stellt derzeit in Binz aus und zeigt ihre Arbeiten im nächsten Jahr auf der Florence Biennale. Die 50-Jährige fand spät zur Malerei, die ihr Leben füllt.

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