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Rügen Neuer Speicher für reines Wasser
Vorpommern Rügen Neuer Speicher für reines Wasser
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00:01 29.11.2017
So sieht der Reinwasserbehälter nach der Fertigstellung aus. Gegenwärtig werden mit Kränen die Wände gesetzt.
Bergen

Millionenschwere Investition ins kostbare Nass – Bergen bekommt einen neuen Reinwasserspeicher. Bauherr ist der Zweckverband für Wasserversorgung- und Abwasserbehandlung (Zwar). „Das ist inklusive aller Baunebenkosten etwa 1,6 Millionen Euro teuer“, sagt Reinhard Litty, Sprecher und Vize-Chef des Zwar. Er rechnet damit, dass der Neubau im Juli des nächsten Jahres in Betrieb genommen werden kann.

Den jetzigen Speicherbehälter im Wohngebiet Rugard/Am Burgwall gibt es seit 1968. „Leider ist sein bautechnischer Zustand schlecht. Eine Sanierung ist nicht möglich“, sagt Litty. Deshalb müsse ein neuer Speicher bei laufendem Betrieb her. „Das ist keine leichte Aufgabe mitten im Wohngebiet. Aber die Anwohner bringen ein hohes Maß an Verständnis auf, wofür wir danken müssen. Denn vorangegangen war der Abriss eines noch älteren Behälters“, macht Litty deutlich.

Nunmehr wird an Ort und Stelle der neue Speicher gebaut. Der soll aus zwei Kammern mit einem Fassungsvermögen von jeweils 500 Kubikmetern bestehen. „Die werden in Spannbeton-Fertigbauweise errichtet. Das spart Zeit und ist spektakulär“, verweist Litty auf die aktuell laufenden Arbeiten. Derzeit werden die Betonteile durch zwei 300-Tonnen-Autokräne in die Baugrube gehoben und zusammengefügt. „Das ist eine anspruchsvolle Angelegenheit bei beengten Straßenverhältnissen“, sagt der Zwar-Sprecher.

Vor etwa drei Jahren hatte der Zweckverband in Sellin einen neuen Reinwasserspeicher in Betrieb genommen mit einem Speichervolumen von 350 Kubikmetern. Seitdem verfügt der Zwar dort für ganz Mönchgut über ausreichend Kapazität, um die Spitzenverbräuche im Sommer, die das Dreifache des Bedarfes außerhalb der Saison betragen, abzusichern.

Im Bergener Fall wird das aufbereitete Grundwasser teils direkt ins Verteilnetz der Stadt abgegeben und teils in den am Hochpunkt der Stadt gelegenen Reinwasserbehälter gepumpt. „Dort wird das Trinkwasser gespeichert und läuft durch die Höhenlage ohne energetische Unterstützung im freien Gefälle in die Leitungen der so genannten oberen Druckstufe der Stadt. Das Prinzip ist zwar nicht neu, aber aus energetischen Gründen gerade in der heutigen Zeit besonders günstig“, sagt Reinhard Litty.

Chris Herold

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