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Rügen Wasserturm Semper kommt unter die Haube
Vorpommern Rügen Wasserturm Semper kommt unter die Haube
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07:07 08.01.2019
Der Wasserturm im Wald von Semper bei Lietzow soll ein Dach bekommen. Quelle: Maik Trettin
Lietzow

Wasser war ursprünglich sein Metier. Zur Versorgung der zur Gutsanlage gehörenden Gebäude im Wald von Semper mit dem kostbaren Nass war seinerzeit der Wasserturm auf dem Areal am Rande von Lietzow errichtet worden. Doch im Zusammenspiel mit Wind und Frost hat gerade das Wasser dem Bauwerk in den zurückliegenden Jahrzehnten tüchtig zugesetzt und es stellenweise zerbröseln lassen. Jetzt soll die Miniatur-Burg vor Regen geschützt werden: Der Turm bekommt ein Dach.

„Das muss ursprünglich auch den Abschluss gebildet haben“, glaubt Bürgermeister Jürgen Böhnig. Ansonsten wäre der Wasserbehälter, der für den konstanten Druck in den Leitungen des einstigen Gutshauses und der Nebengebäude in Semper sorgte, Witterungsunbilden ungeschützt ausgesetzt gewesen. Allerdings weiß offenbar niemand mehr, wie der heute denkmalgeschützte Bau früher ausgesehen hat – jedenfalls nicht bis ins letzte Detail. Die diesbezüglichen Nachforschungen des Bürgermeisters blieben bislang erfolglos. Fest steht für ihn: „Wir müssen den Turm von oben verschließen.“

Betonabdeckung ist voller Risse

Die Idee hatten andere offenbar schon früher. Die obere Öffnung des Turms sei vermutlich nachträglich mit einer Betonplatte versiegelt worden, hat das Bergener Bauamt nach einem Vor-Ort-Termin festgestellt. Diese Platte ist jedoch gerissen; außerdem ist ein Stück des oberen Randes am Turm weggebrochen. Das Wasser laufe durch die rissige Platte ins Bauwerk und sorge damit auch im Inneren für Ausspülungen. Das wollen die Lietzower mit der neuen Abdeckung unterbinden. Oberhalb der Betonplatte soll ein kleiner Dachstuhl gezimmert werden. Vorgesehen ist ein Flachdach aus Bitumen mit einer ganz geringen Neigung. Minimale Dachüberstände sollen dafür sorgen, dass das Wasser abfließt und gleichzeitig verhindern, dass die neue Konstruktion von unten zu erkennen ist. Weil das Gelände unwegsam ist und die Baustelle nicht mit Fahrzeugen angefahren werden kann, muss trockenes Wetter abgewartet werden. „Vor dem Frühjahr werden wir mit den Arbeiten nicht beginnen“, sagt der Bürgermeister. Die Kosten werden so gut wie vollständig vom Land übernommen. Der für Vorpommern zuständige Staatssekretär Patrick Dahlemann habe die Förderung in Höhe von 6000 Euro bereits zugesichert. Ein förmlicher Bescheid steht derzeit aber noch aus, ebenso wie die Genehmigung des Gemeinde-Haushalts.

Neue Hinweistafeln für Besucher

Erst im vergangenen Frühjahr hatte die Gemeinde das aus Feldsteinen errichtete Bauwerk sanieren lassen. In vielen Fugen hatte der alte Mörtel begonnen sich aufzulösen. Auf einer Fläche von 180 Quadratmetern wurde der Turm neu verfugt, diesmal mit einem Spezialmörtel, der eine bessere Stabilität garantieren soll.

Die Ruine des Wasserturms ist zusammen mit den nahegelegenen Süntelbuchen ein beliebtes Ausflugsziel im Wald von Semper. Auf diese und andere Sehenswürdigkeiten, wie die ehemaligen Karpfenteiche oder die so genannte Eiszeitkiefer bei Saiser, wird die Gemeinde die Besucher mit neuen Hinweistafeln aufmerksam machen, die ebenfalls im Frühjahr aufgestellt werden sollen.

Maik Trettin

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