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Rügen Neugestaltete Birkenallee übergeben
Vorpommern Rügen Neugestaltete Birkenallee übergeben
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17:21 13.06.2018
Mit dem symbolischen Scherenschnitt wurde die Birkenallee feierlich übergeben. Quelle: Herold Gerit
Baabe

„Was lange währt, wird gut“, meinte Hartwig Diwisch augenzwinkernd. Nicht nur der Baaber Bürgermeister freute sich, endlich die neue Birkenallee präsentieren zu können, deren Fertigstellung sich reichlich verzögert hatte. Mit dem symbolischen Scherenschnitt und einem Straßenfest bis in die späten Abendstunden wurde die neue Trasse nun feierlich ihrer Bestimmung übergeben.

Der Ausbau der Birkenallee ist damit Geschichte. Und zwar eine ziehmlich lange. Schon vor zehn Jahren hatten die Gemeindeväter mit den Planungen für das Bauvorhaben begonnen, die Baugenehmigung lag bereits 2013 vor, erinnerte Hartwig Diwisch. Jedes Jahr habe die Gemeinde einen Antrag für Fördermittel aus dem Dorferneuerungsprogramm beantragt – und jedes Jahr wurde Baabe vertröstet. Dann gab es endlich den Zuschlag – und zugleich den Vorschlag, gleich die Bollwerkstraße auch mit auszubauen. „Wir wollten eigentlich nicht zwei Straßen gleichzeitig bauen, aber bevor wir noch einmal zehn Jahre gewartet hätten, haben wir gesagt: Lasst uns beide Straße bauen!“, so Diwisch. Der Bürgermeister kündigte an, dass das Bauvorhaben Bollwerkstraße auf der Zielgeraden ist. Seit Montag dieser Woche ist der Asphalt aufgetragen worden. Ende Juni, Anfang Juli soll die Straße fertig sein, die analog zur Birkenallee ausgebaut wird.

Die Birkenallee hat ein Asphaltband erhalten und einen gepflasterten Gehweg sowie eine neue Beleuchtung. Der Zweckverband weckverband Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Rügen (Zwar) sorgte dafür, dass in der Straße eine komplett neue Entwässerung realisiert wurde. „Auch für die Anwohner“, betonte der Bürgermeister.

Die Trasse sollte eigentlich schon im letzten Sommer fertiggestellt sein. Doch der Ausbau der Birkenallee begann schon mit Hindernissen. Der gesetzte Baubeginn Anfang November 2016 musste verschoben werden, da Grunddienstbarkeiten zwischen den Grundstückseigentümern und dem Zwar im Bereich der untereren Uferweges geklärt und die die Trasse korrigiert werden mussten (die OZ berichtete). Durch den Verzug war klar, dass die Straße zur Saison nicht fertig sein wird. Im Juli seien die Arbeiten schließlich gestoppt und eine Zwangspause bis zum Herbst vereinbart worden, weil Anwohner und Gewerbetreibende Geschäftseinbußen befürchteten. Ein Viertel der Straße war damals asphaltiert. Im Oktober letzten Jahres sind die Arbeiten dann wieder aufgenommen worden, die am 4. Mai beendet wurden. „Mit Abzug von drei Monaten wegen der Witterung war es dann eine Bauzeit von einem Jahr“, resümierte der Bürgermeister. Zumindest die geplanten Kosten fielen günstiger aus. 411616 Euro statt 505000 Euro sind in die Sanierung der Birkenallee geflossen, die zu 65 Prozent gefördert wurde.

Wie schon in den letzten Jahren liegt in Baabe auch weiterhin bei den gemeindlichen Investionen der Schwerpunkt auf dem Straßenbau. Mit der Maßnahme Bollwerkstraße (Straße, Gehweg, Beleuchtung und Regenentwässerung) für rund 708000 Euro, mit der im Herbst letzten Jahres begonnen wurde, entstand dort auch eine radwegbegleitende Beleuchtung. Als erste Baumaßnahme im Ort wurde hier der Wechsel auf LED vollzogen, so Hartwig Diwisch. Für die Umrüstung der Beleuchtung auf LED-Technik erhielt die Gemeinde einen Zuschuss in Höhe von 16616 Euro (Baukosten: 33000 Euro) vom Energieministerium des Landes.

Für die rund 46000 Euro teure energetische Erneuerung der Beleuchtung in der Dorfstraße sind ebenfalls Fördermittel beantragt worden. „Wir haben auch eine Zusage. Sobald unser Haushalt genehmigt ist, wird die Ausschreibung erfolgen“, kündigte das Gemeindeoberhaupt an.

Ob im Herbst mit der Straße Igelbau begonnen werden kann, sei derzeit noch offen. Auf dem Wunschzettel der Gemeinde stehen auch noch weitere Projekte, wie zum Beispiel der Jakobsberg bis zur Kreuzung Bürgermeister-Lübcke-Straße sowie neue Balkone für das Wohnhaus in der Waldstraße 16 bis 18 mit 19 kommunalen Wohnungen.

Herold Gerit

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