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Neustart: Jugendklub in Göhren wieder geöffnet

Göhren Neustart: Jugendklub in Göhren wieder geöffnet

Nach Betreiberwechsel führt Gemeinde nun erneut selbst Regie und hat eine neue Leiterin eingestellt

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Unser Jugendklub ist prima, finden Jungen und Mädchen aus Göhren und von der Halbinsel Mönchgut sowie die neue Leiterin der Einrichtung, Petra Westphal (h.l.).

Göhren. Im Göhrener Jungendklub ist gerade Kochstunde. Auf dem Speiseplan stehen Feld-, Rucola- und Möhrensalat, Vollkornnudeln mit Jagdwurst und Tomatensoße und Quarkdessert mit frischen Erdbeeren. Es werden drei Teams gebildet: für den Salat, für den Hauptgang und für das Dessert. Während Klara die Möhren putzt und dann raspelt sind Jannik und Lukas dabei, Zwiebeln und Jagdwurst zu schneiden. Eric und Malwin waschen die Erbeeren, zerdrücken sie und mixen sie dann mit Quark und Joghurt. Alle sind mit Eifer dabei. „Dieses Mal nehmen wir noch gekaufte Nudeln, das nächste Mal machen wir sie selbst“, sagt Petra Westphal. Sie ist die neue Leiterin im Göhrener Jugendtreff. Der hat nach monatelanger Zwangspause nun wieder geöffnet.

Der Jugendklub am alten Heizhaus der Schule war im Dezember letzten Jahres geschlossen worden. Wegen „chaotischer Zustände“ hatte Bürgermeister Wolfgang Pester die Gemeindevertreter Anfang des Jahres informiert. Im Februar hatte es schließlich einen Betreiberwechsel gegeben. Träger war sei 2007 der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Stralsund, nun ist es wieder die Gemeinde, die den Jugendtreff jahrelang mit Zuschüssen für Personal und Instandhaltungskosten unterstützte. Geld, das nun für eine eigene Mitarbeiterin ausgegeben werden sollte. Deshalb hatte Göhren die Stelle der Jugendklubleiterin für 20 Stunden die Woche ausgeschrieben und auch zahlreiche Bewerbungen bekommen. Petra Westphal, die seit 40 Jahren bei den Göhrener Sportakrobaten aktiv ist, überzeugte mit ihrem Konzept. Zu diesen gehören auch Back- und Kochtage. „Gesunde Ernährung“ ist eines der Themen, an das die 46-Jährige, die jahrelang als Selbstständige in der Gastronomie gearbeitet hat, die Kinder und Jugendlichen heranführen will. Aber auch Handwerkertage sind geplant und Gartenarbeit, wie das Anlegen eines Kräuterbootes sowie Näh- und Gitarrenkurse, Sportfeste und Exkursionen. „Aber die Kinder können hier auch einfach herkommen und chillen“, so Petra Westphal, die sich auf die Arbeit mit den jungen Leuten freut. Die Jugendlichen können nach der Schule direkt in den Club „fallen“. Zuletzt seien kaum noch Kinder hier gewesen. Jetzt sind es bis zu 15 Kinder am Tag.

Malwin war schon zwei Mal da und findet es im neuen Klub „richtig cool“. „Die Einrichtung ist toll und hier kann man sich gut amüsieren. Da gibt es nichts zu meckern“, meint der Elfjährige. Eric (11) gefallt vor allem der Billardtisch und die Tischtennisplatte im Erdgeschoss, wo sich der Fitnessraum befindet. „Neulich haben wir Volleyball draußen gespielt, das war toll“, fügt Klara (11) hinzu.

In den letzten Wochen haben viele fleißige Hände aus dem Ort und aus der Region dazu beigetragen, dass der Jugendklub wieder ein Anziehungspunkt für junge Menschen wird. Eine neue Küche mit großem Esstisch, neue Möbel, Musikinstrumente, Sportgeräte wurden herangeschafft. Die neue Leiterin hat alles liebevoll eingerichtet. Zwei Computer sollen noch kommen, dann will der Klub seine eigene Internetseite erstellen.

Im Jahre 2004 war der Jugendklub im alten Heizhaus eröffnet worden, der seither „Pokenclub“ heißt. Rund 240000 Euro hatte die Gemeinde seinerzeit in den Umbau investiert, die bis 2007 Träger war.

Seit 1992 war der Jugendtreff vier Mal im Ort umgezogen.

Erstes Sportfest am 30. Juni

Geöffnet ist der Jugendklub von Montag bis Freitag von 13 bis 17 Uhr.

Die zweite Kochstunde findet am 28. Juni statt. Am 30. Juni ab 14 Uhr wird das erste Fitnessturnier veranstaltet mit anschließender Eis- und Cocktailparty.

Was noch dringend fehlt: In der Einrichtung werden eine Spülmaschine, Schuhregale, Staubsauger, Gartentische, Rasentrimmer, Kräuter/Pflanzen, Werkzeuge, Schraubstock, Fußleisten, Sitzkissen, Kissenbox, Bücher, Bastelmaterialien gebraucht.

Gerit Herold

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