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Nonnensee: Wildparker sollen Idylle nicht mehr stören

Bergen Nonnensee: Wildparker sollen Idylle nicht mehr stören

Bergen wertet Naherholungsgebiet auf / Neuer Parkplatz und zweiter Aussichtsturm geplant

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Bergen. . Vom lange geplanten Hortbau Am Rugard in Bergen könnte unerwartet eine ganz andere Projektidee der Stadt profitieren: der Nonnensee. Das Naherholungsgebiet soll mit einem zweiten Turm und einem neuen Parkplatz aufgewertet werden. Das stand bislang nicht auf der Prioritätenliste Bergens.

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Bergen wertet Naherholungsgebiet auf / Neuer Parkplatz und zweiter Aussichtsturm geplant

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Mit dem Projekt Nonnensee haben wir die Chance, die Bedeutung des Naherho- lungsgebietes zu stärken und gleichzeitig die heikle Parksituation zu lösen.Torsten Zink, Vorsitzender Bauausschuss

Weil aber die finanzielle Förderung für den umstrittenen Neubau des Horts an der Grundschule Am Rugard an ein „grünes“ Umweltprojekt gekoppelt ist, kommt das Vorhaben Nonnensee jetzt auf den Tisch. „Für die Finanzierung unseres Hortprojekts wollen wir Fördermittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) beantragen. Das ist aber nur möglich, wenn wir zugleich ein Umweltprojekt benennen, was ebenfalls gefördert wird“, erklärt Bergens Bürgermeisterin Anja Ratzke (parteilos). „Die Gesamtfördersumme, die wir bekommen könnten, liegt für beide Projekte bei 2 Milllionen Euro. 1,5 Millionen sind für den Hortneubau vorgesehen, 500000 für das Umweltprojekt.“ Um das Projekt Nonnensee für die Efre-Mittel vorschlagen zu können, muss es zunächst auf die Prioritätenliste des Integrierten Stadtentwicklungkonzeptes (ISEK) gebracht werden, auch darüber werden die Stadtvertreter abstimmen. Dort steht noch ein anderes Vorhaben Bergens, was ebenfalls als Umweltprojekt ins Rennen gehen könnte: die Umgestaltung des Waldparks „Raddas“ im Nordteil der Stadt. Hier war angedacht, das Wegenetz komplett zu überarbeiten und eine neue Beleuchtung zu installieren. „Die Entwürfe, die es dazu gab, sahen dafür allerdings sehr hohe Kosten von rund 800000 Euro vor“, so Ratzke.

Ein weiterer Grund für die Umsetzung des Projektes Nonnensee liegt in der Parkplatzsituation dort. Auf einem sandigen Stück unmittelbar zwischen B 96 und Nonnensee hat sich seit Jahren ein wilder Parkplatz etabliert „Auf einer Ausschusssitzung hat uns der Derzenent für Straßenverwaltung des Straßenbauamts klar mitgeteilt, dass die bestehende Parkfläche an der B 96 illegal ist“, berichtet der Bauausschussvorsitzende Torsten Zink (CDU). „Der Zustand wird nur geduldet, das Straßenbauamt beobachtet die Stelle genau.“ Offiziell handelt es sich bei der Einfahrt auf die Parkfläche um eine nicht genehmigte Querung der Bundesstraße.

Der geplante neue Parkplatz soll sich an der südwestlichen Seite des Nonnensees in Richtung Gademow befinden. „Hier hätten wir auch den Vorteil, dass die Einfahrt nicht direkt über die L 301 erfolgen würde, sondern über eine Nebenstraße“, erklärt Anja Ratzke. In der Nähe des neuen Parkplatzes soll außerdem ein zweiter Aussichtsturm gebaut werden. Ein Naturlehrpfad mit mehreren Infotafeln sowie eine Pflanzung mit rügentypischer Flora im Bereich des bestehenden Aussichtsturmes könnten das Erholungsgebiet abrunden. Die Kosten für das Projekt liegen bei rund 750000 Euro, davon können 500000 Euro aus den Efre-Mitteln gewonnen werden. Anträge müssten Anfang des Jahres gestellt werden, umgesetzt werden könnte das Vorhaben vermutlich 2018.

„Mit dem Projekt Nonnensee haben wir die Möglichkeit, die Bedeutung eines Naherholungsgebietes zu stärken, als auch die heikle Parkproblematik zu lösen“, fasst Torsten Zink zusammen. „Ich denke, das ist eine gute Sache.“ Die Mitglieder des Bau- und des Verkehrsausschusses, die am Montag zu einer gemeinsamen Sitzung zusammenkamen, sahen das ebenso und empfahlen den Stadtvertretern die Vorlage auf ihrer nächsten Sitzung am 5. Dezember zur Abstimmung.

Anne Ziebarth

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