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Rügen OZ-Umfrage zur Fusion: Gewinner erhält Fernseher
Vorpommern Rügen OZ-Umfrage zur Fusion: Gewinner erhält Fernseher
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14:38 11.01.2019
Tobias Moltzahn (r.) hat bei der OZ-Umfrage teilgenommen und einen Fernseher gewonnen. OZ-Redakteur Mathias Otto und Medimax-Geschäftsführer Enrico Mahnke (l.) überreichen den Gewinn. Quelle: Christian Rödel
Altefähr/Stralsund

Tobias Moltzahn aus Altefähr ist Gewinner eines 55-Zoll-Fernsehers. Er hatte sich an der Umfrage der OSTSEE-ZEITUNG zum Thema Fusion Hansestadt Stralsund und Altefähr auf Rügen beteiligt und gewonnen. Den Preis stellte Medimax aus Stralsund bereit. 750 Umfragebögen wurden Ende 2018 an alle Haushalte in Altefähr verteilt. Von den zurückgesendeten Unterlagen wurde der 31-Jährige gezogen.

Soll die Rügener Gemeinde mit der Hansestadt Stralsund fusionieren oder nicht? Diese Frage beschäftigt besonders in Altefähr seit Monaten viele Menschen. Auch nach mehreren Podiumsdiskussionen und Einwohnerversammlungen geht die Meinung der Bürger auseinander. Die Unentschlossenheit spiegelt sich in den Zahlen wider. 53 Prozent der 197 Umfrageteilnehmer würden sich bisher gegen eine Fusion mit der Hansestadt Stralsund entscheiden, wenn es jetzt einen Bürgerentscheid geben würde. „Auf mehreren Veranstaltungen wurden seitens Stralsund unterschiedliche Versprechen gemacht. Deshalb kann ich noch nicht genau einordnen, ob auch alles wahr ist, was dort gesprochen wurde“, sagt Tobias Moltzahn. Ihn interessiere, was aus Altefähr werden und wie sich die Gemeinde entwickeln soll. Deshalb haben er oder Leute aus seinem Bekanntenkreis alle Veranstaltungen zur Fusion besucht und danach in kleiner Runde ausgewertet. „Die Diskussion über die Fusion hat sein Für und Wider“, sagt er. Jetzt gehe es darum, einen Kompromiss zu finden.

Gemeinde hat selbst Fragebogen verteilt

Der Medimax-Geschäftsführer Enrico Mahnke hat die Diskussionen über die Fusion intensiv verfolgt, wie er sagt. „Das Thema ist hochinteressant und könnte für die Gemeinde Altefähr weit reichende Folgen haben“, so Enrico Mahnke. Für ihn ist es „Demokratie pur“, was er aus Altefähr mitbekommt. „Viele Leute engagieren sich und wollen das Beste für ihren Ort erreichen, egal, welche Seite sie vertreten“, sagt er. Unerheblich, in welche Richtung die Gespräche über eine Fusion gehen, „das Leben in Altefähr wird sich positiv entwickeln“.

Ein Bürgerentscheid zur Fusion stand schon einmal im vergangenen Jahr im Raum. Im September stimmten die Gemeindevertreter allerdings dagegen, wollten sich und den Bürgern mehr Zeit geben. Es soll erst dann wieder über einen Termin für den Bürgerentscheid abgestimmt werden, wenn allen Bürgern die Möglichkeit zur schriftlichen Anhörung gegeben wurde und die Ausschüsse über die Hinweise beraten und einen neuen Fusionsvertrag erarbeitet haben. Die Gemeinde Altefähr hat jetzt selbst einen Fragebogen an alle Einwohner verteilt. Bis zum gestrigen Donnerstag hatten die Menschen im Ort Zeit, diese Fragen zu beantworten und den Bogen zurückzuschicken. Hinweise, die bisher noch gar nicht Beachtung gefunden haben, sollen dann auf politischer Ebene diskutiert und möglicherweise in den Fusionsvertrag eingearbeitet werden.

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