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Ohne Druck zum gefestigten Kind

OZ-SCHULNAVIGATOR: Heute stellt sich die Freie Schule Glowe vor Ohne Druck zum gefestigten Kind

Hier können Kinder nicht sitzenbleiben / Die Mehrzahl der Abgänger wechselt ans Gymnasium

Glowe. Es ist ein bisschen so, wie man sich den Unterricht an einer Freien Schule vorstellt: Die Schüler der 2. Jahrgangsstufe der Freien Schule Glowe haben es sich zur Freiarbeit auf dem Mathe-Teppich bequem gemacht. Entspannt liegen oder sitzen sie herum und kniffeln an den Lösungen. Dabei fällt sofort die geringe Schülerzahl ins Auge: Um gerade einmal fünf Schüler kümmert sich Lehrerin Ingrid Zarda. „Uns macht besonders das Kleine aus“, sagt Jeannette Buss. Sie ist die administrative Schulleiterin und weiß, was Eltern besonders am Schulkonzept schätzen: „Unsere Altersdurchmischung ermöglicht uns ein druckfreies Arbeiten. Die Kinder der ersten bis dritten Jahrgangsstufe arbeiten in sogenannten Stammgruppen zusammen, ebenso wie die Kinder der vierten bis sechsten Jahrgangsstufe. So können sich die Kinder nach ihren eigenen Stärken entwickeln: Wer schon weiter ist, orientiert sich an den Großen und umgekehrt.“

Ausfallstunden oder das gefürchtete „Sitzenbleiben“ gibt es hier nicht. Wenn Kinder nicht so gut mitkommen, können sie ganz unkompliziert eine Stufe wiederholen, ohne dabei ihre Freunde zu verlieren, denn die arbeiten ja weiterhin in der gleichen Gruppe, wenn auch an anderen Aufgaben. „Das ist nicht halb so peinlich. Eltern, die darauf vertrauen, dass es auch ohne Leistungsdruck geht, schicken ihre Kinder zu uns. Sie wissen genau, dass das, was die Kinder hier lernen, dann auch sitzt.“ Den Nimbus vom gymnasialuntauglichen Waldorfschüler kennt Buss allerdings auch. „Dem Vorurteil begegnen wir immer wieder. Es heißt, unsere Schüler hätten es nachher am Gymnasium viel schwerer, weil sie sich erst an die Klassengrößen und die strengere Gangart gewöhnen müssten“, schüttelt Buss den Kopf.

Dass das Gegenteil der Fall ist, zeigen die vielen geglückten Übergänge ins Gymnasium, die die Freie Schule zu verzeichnen hat: Von 10 Kindern wechseln im Schnitt sechs ans Gymnasium, viele davon werden zu Klassenbesten. Buss erklärt das so: „Bei uns lernen die Kinder Sozialkompetenz, Achtsamkeit und Eigenorganisation. Damit können sie sich Hilfe holen, wenn sie welche brauchen und sind in der Lage, sich selbst einzuschätzen, Themen selbst zu organisieren und zu erarbeiten.“

Das hat seinen Preis: Das Schulgeld beträgt aktuell 100 Euro pro Monat und Kind. Außerdem kommt eine Materialpauschale von 100 Euro pro Schuljahr dazu. „Damit finanzieren wir auch unsere aufwändige Projektarbeit. Die ist uns und unseren Schülern sehr wichtig“, erklärt Buss. Denn statt nur einer Projektwoche gibt es pro Jahr zwischen fünf und sechs Projekte. „Wir können so auch aktuelle Themen spontan aufgreifen und für die Kinder erfahrbar machen.“ Und auch die Eltern sind in die Projektarbeit integriert: „Mit Vertragsabschluss verpflichten sie sich zu einigen Arbeitsstunden. So sind sie immer auf dem Laufenden und haben die Chance, Schule aktiv mitzugestalten.“

Gaia Born

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