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Rügen Ole und der Hauswurz
Vorpommern Rügen Ole und der Hauswurz
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00:05 18.04.2017

Göhren. Ein bisschen Aberglaube kann nicht schaden. Finden zumindestens die Mönchguter. Böse Geister hielten die Poken schon immer gern mit Grünzeug fern. So wuchs auf dem Rohrdach über den Hauseingängen vielerorts der Hauswurz, so der triviale deutsche Name. Der botanische Name der Gattung, Sempervivum, bedeutet so viel wie „Immerlebend“. Schon lange vor Christus haben ihn die Menschen auf die Dächer ihrer Häuser gepflanzt, um diese vor Blitzschlag zu bewahren. Anscheinend hat das durchaus einen realen Hintergrund, wie neuere Untersuchungen beweisen. Häuser, deren Dach mit dieser robusten Pflanze bewachsen ist, werden offenbar tatsächlich weniger oft von Blitzen getroffen als andere. Außer vor Blitzschlag sollte das Kraut im Mittelalter auch vor Brand, Sturm und schwarzer Magie schützen. Anfang der 80er Jahre schenkte eine alte Reddevitzerin Museumsgründerin Fräulein Bahls einen schönen Hauswurz, den diese über dem Eingang des Göhrener Heimatmuseums anbringen ließ.

Über 30 Jahre gedieh er dort und kümmerte sich um die ganze negative Energie. Doch bei der Dachsanierung wäre es fast um ihn geschehen. „Die Handwerker hatten ihn schon entfernt und Richtung Müll befördert. Ich habe mich dann seiner angenommen und ihn in meinem Garten überwintern lassen“, erzählt der Göhrener Architekt Olaf Neugebauer. Auf dem neuen Dach, mit Rügener Rohr gedeckt, wird er nun wieder über dem Eingang Platz nehmen und alle bösen Wesen von den Mönchguter Museen fernhalten. Steffi Besch

OZ

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