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Rügen Ostereier — wunnerliches Spill, orrer gor Spök?
Vorpommern Rügen Ostereier — wunnerliches Spill, orrer gor Spök?
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00:01 26.03.2016

„Vadding, help mi mal tellen, mi fählt een Hohn upt Rick, staatsch fœffteigen, sünd dat man bloß vierteigen!“ „Häst du enn denn buten lang‘ nooch mit dien: ,Tick, tick, tick‘ lockt?“ „Heff ick! Kannst du ja ok noch mål dien Heil versöken.“ „Nee, Mudders, mi wat von dat Ropen ut vuller Kähl allmählich schon de ganze Hals ruuch. Ick glöv, ick mütt mi woll ierst mal eenen Kœm tügen, süss krieg ick morgen früh gor keenen Ton mihr rut.“ „Ja, ja, so sünd de Kierls woll ümmer, stååtsch an ehre Arbeit to gåhn, denken se ierst mal an Schnaps.“

„Nee, Mudding nee, dit kannst du doch von mi nich seggen. Ick wier nämlich gråd an‘t œwerleggen, ob sich hier woll Reinicke Voss rümmer drieben deet. Doch Höhnerfeddern heff ick, bi all mien Söken ringsüm, narendwo liggen sehn. Ick kann mi ok einfach nich verkloren, wo dat Hohn afbläben is. Ick glöv doch nich an Spök un sonen Kråm!“

Nah dit dåmålige Vertellis wier‘n woll gode dree Wochen vergåhnen, don spitzte Mudders bi‘t Frühstück mit eenmal de Uhren: „Klabber nich so luud mit dienen Lœpel in de Tass rümm! Olling, låt dat doch mal nåh! Häst du diene Uhren toknööpt? Kiek man buten glieks ees nåh, wat sich dor afspält. Viellicht heff ick mi ok verhüürt.“ „Kann ick denn nich wenigstens noch ierst mien Borring (Butterbrot, Stulle) upäten?“ „Nee, jetzt in‘n Ogenblick nich! Verhungerst schon nich glieks. Dat lœpt di doch nich wech!“

Kuum hät ehr Mann de Dör åpen un is bloß poor Schritt gåhnen, don rœpt he schon von dichten bi: „Mudding, Mudding, kumm du man ok glieks nah buten, kannst hier een wohres Wunner beläben!“ Steurisch, as wull se seggen: „Dit hebben ji juuch woll nich åhnt!“, kehm dor nämlich eene Gluck mit fief gäle Küken anmarschiert, de dœrch eenanner piepsten.

„Oh je! Dit is schön un god un passt so richdig to de poor Dåg för Ostern! Bloß räkent heff ick hiermit ick nu ja wohrlich nich. Hebben wi œwerhaupt wat to fräten för disse lütten Wullkluckens?“

„Doch, Mudders, von letzt Johr mütt noch Gastengrütt (Gerstengrütze) œwrig bläben sin!“ „Denn ist‘ man god. Liekers mücht ick noch weeten, wur de Gluck to‘n Brüden säten hät. Weetst wat, verdrück du man ierst dien Borring. Nåhst mütten doch Eierschalen to finden sin, wur de Küken rutkråpen sünd. All to wiet von uns Hus af kann de doch nich brüd‘t hebben. Nee, dat wier‘t würklich nich. Doch liekers kunnen se‘t toierst nich finden. Bit se een poor Eierschalen in‘n Graben to Gesicht kreegen! Babento an denn‘ Rand funnen se denn ok dat Nest. Wurans de Gluck dit farig kreeg, dat keen Küken nah ünnen sägelt is, wat woll för ümmer een grotes Rätsel blieben. Doch Spök ist‘ wohrlich nich!

De Ostersünndag sull noch gröteren bescheren. As nämlich de Enkel mit ehre twee Kinner to Besök keemen, kreicht de lüttste Diern glieks los: „Das große Osterei dort oben im Baum möchte ich gerne haben!“ Har dat spökt, dat dit dor båben land‘t is? Bit de grœtzte Urenkelin kreigen de: „Kuckt nur, das Ei hängt an einem Silberfaden“. Sülwer wier‘t nich. Dor har sich woll een bäten Alu in verdrellt, wat in de Sün‘n blänkerte. Nu åhnte Uropa: „Dit is keen Spök, dat kricht bloß de Häster (Elster) farig! De mag alls wat glitzert!“

(Zum großen Teil nach einer wahren Begebenheit!)

Von -wika-

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