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Rügen Bahnhofstraße: Zwei Monate Verzug
Vorpommern Rügen Bahnhofstraße: Zwei Monate Verzug
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00:00 07.03.2013
Zum Einbuddeln bereit: Rohre f�r den Leitungsbau. Quelle: Chris Herold
Binz

Das Gemeindeoberhaupt benennt auch drei Gründe, warum der ursprüngliche Termin nicht gehalten werden kann. Zum einen habe der lange Winter den Bauarbeitern einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Zum anderen haben wir es mit einem so nicht erwarteten hohen Grundwasserstand zu tun.

Wir kämpfen permanent mit dem Wasser“, so Schneider. Zu guter Letzt bereiten große Findlinge in der Erde große Probleme. Die könnten weder herausgeholt noch gesprengt werden, da die sehr dicht stehenden Häuser in der Bahnhofstraße sonst in Mitleidenschaft gezogen werden könnten, erklärt der Bürgermeister. Den Bauleuten bleibt also nur, um die riesigen Steine herum zu bauen.

Seit Anfang Oktober letzten Jahres wird in der Bahnhofstraße des Ostseebades gebuddelt. Der Bereich der Binzer Ortsdurchfahrt zwischen den Einmündungen Pantower Weg bis zur Rabenstraße wird erschlossen und ausgebaut. Nachdem in der Vergangenheit die Voraussetzungen für die Regenabwasserleitung geschaffen worden waren, wird damit nun der dritte Bauabschnitt in der Bahnhofstraße realisiert. Die Arbeiten auf der Landesstraße L 29 finden im Auftrag des Straßenbauamtes Stralsund statt.

Bereits Ende Dezember vergangenen Jahres mussten die Bauleute wegen der Witterung eine Baupause eingelegen. Anfang Januar sollte es eigentlich weitergehen. Doch die Wetterlage zögerte die Fortsetzung der Bauarbeiten immer weiter hinaus.

Verzögerungen gibt es auch beim Bau eines Regenwasserrückhaltebeckens durch das notwendige Umlegen von Kommunikationskabeln, das länger als geplant dauert, so Schneider. Das Regenwasserrückhaltebecken, das gegenwärtig neben der Straßeneinmündung Hauptstraße-Bahnhofstraße (auf der Grünanlage) durch eine Spezialtiefbaufirma aus Jarmen errichtet wird, soll am 1. Juni fertig sein. Das Bohrloch hat einen Durchmesser von 880 Millimetern und eine Tiefe von acht Metern. In voraussichtlich drei Wochen wird die endgültige Tiefe von 12,60 Metern erreicht sein. Vom Regenwasserrückhaltebecken wird dann eine Verbindung zur Ahlbek, dem natürlichen Abfluss des Schmachter Sees, der in diesem Bereich unterirdisch zur Ostsee verläuft, geleitet. Die Lärmbelästigungen durch das Bohren müssen die Binzer solange noch ertragen.

„Eigentlich waren für den Ausbau der Bahnhofstraße einmal vier Jahre geplant, nun könnten es fünf bis sechs werden, weil wir immer nur im Winter bauen können und wir mit den letzten reichlich Pech hatten“, ist Bürgermeister Karsten Schneider frustriert. „Wir hätten den Mut haben sollen, die Straße ein Jahr dichtzumachen und durchzubauen.“

Denn die Baumaßnahme bedeutet immer auch eine Sperrung der Hauptverkehrsader durch das Ostseebad und die damit verbundene Umleitung durch den sensiblen Ortskern — die sich nun in den Saisonbeginn hineinzieht.

Gerit Herold und Dieter Lindemann

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ALTEFÄHR Hildegard Holk (72)

BERGEN Eva Damerius (87),

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Gisela Kartheus (80)

BINZ Werner Krassow (75)

BREEGE

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