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Rügen Ufa-Stars besuchen die weißen Diven von Binz
Vorpommern Rügen Ufa-Stars besuchen die weißen Diven von Binz
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03:57 03.09.2013
Schauspieler in historischen Kostümen lassen das mondäne Seebad lebendig werden. Quelle: Kurverwaltung
Binz

Das Traumpaar des deutschen Films, Willy Fritsch und Lilian Harvey, hält mit seiner Limousine auf der Binzer Strandpromenade. Im Blitzlichtgewitter und von Autogrammjägern verfolgt, begeben sich die Ufa-Stars in das Dünenhaus. Es ist 1930. Und 2013 zugleich. Um die bewegte Vergangenheit der weißen Diven von Binz für die Gäste erlebbar zu machen, rückt in diesem Monat die einzigartige Bäderarchitektur von Binz in den Fokus. Neben Vorträgen, Führungen und einem Fotoworkshop öffnen am 28. und 29. September 15 Villen ihre Türen.

Dieser Tag der offenen Tür schlug bei seiner Premiere im letzten Jahr ein wie eine Bombe: 550 Besucher und eine enorme Resonanz der überregionalen Presse. Viel Fachpublikum kam extra angereist. An diesen Erfolg wollen die Binzer anknüpfen. Denn in kaum einem anderen Ort an der Ostseeküste finden sich so viele historische Prachtbauten der Bäderarchitektur wie in ihrem Ferienort. Die strahlend weißen Fassaden mit verspielten und verzierten Balkonen, Erker, Türmchen und Veranden ziehen viele Besucher magisch an. Das hatte auch die Studie des Institutes für Management und Tourismus an der Fachhochschule Westküste, die in den vergangenen Jahren die Marken- und Themenkompetenz von Urlaubsregionen untersucht, Binz quittiert.

„Wir haben schon extra deshalb Buchungen“, freut sich Kurdirektor Knut Schäfer. Man habe das Angebot ausgebaut, weil die Nachfrage sehr groß sei. Diesmal ziehe man den Spannungsbogen zudem von der Historie in die Gegenwart. So wird Moritz- Lau-Engehausen, Architekt und Inhaber des Fünf-Sterne-Hotel „Ceres“, über moderne Bäderarchitektur sprechen.

Geschichten aus mondänen Zeiten, aber auch aus düsteren in zwei Weltkriegen und zur DDR-Enteignungsaktion 1953 werden am Abschlusswochenende erzählt. Jeder Villen-Besitzer hat sich eine Aktion einfallen lassen. Ein Badearzt in der „Haiderose“ erzählt, wie man sich einst streng getrennt nach Damen, Herren und Familien „der Lust des Badens hingab“. In der Villa „Baltik“ von 1888 berichtet der Baumeister von der Geschichte des Hauses und des Besitzers Adalbert Kaba-Klein, einem jüdischen Kaufmann, der 1920 auch das Kurhaus erwarb. Im Haus „Colmsee“ wird die „Aktion Rose“ nachgestellt.

In der Villa „Salve“ werden Cocktails gemixt, die die Besitzerin Gräfin von Kreis um 1900 herum ihren Gästen servieren ließ. Bei Wein und Kunst in der Galerie Klünder erzählt Michael Gronegger, Banker aus Bayern, wie seine Familie nach dem Mauerfall Haus „Klünder“ zurückbekam und er bei der Sanierung den alten Weinkeller wiederentdeckte. Auch gibt es Führungen durch den Kurhaus-Saal im Stil der Goldenen Zwanziger.

„Neu ist diesmal ein virtueller Ortsrundgang für Smartphone-Besitzer“, verrät Knut Schäfer. Die können den so genannten QR-Code scannen, der sich an den Villen befindet. Dahinter verbergen sich historische Bilder und Daten. Weiterhin gibt die Kurverwaltung einen Geburtstagskalender mit Motiven der Bäderarchitektur heraus.

Info: Ortsführungen jeden Mittwoch um 10 Uhr ab Haus des Gastes. Fotoworkshop 9. bis 11. September Anmeldungen bis 5. September bei der Kurverwaltung, ☎ 03

83 93/14 81 15

Gerit Herold

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