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Unerwartet: Land fördert Bollwerk-Ausbau

Baabe/Sellin Unerwartet: Land fördert Bollwerk-Ausbau

Normalerweise gibt es für ein geplantes Bauvorhaben erst den Förderbescheid und dann — wenn man Glück hat — noch eine Sonderbedarfszuweisung obendrauf. Doch diesmal ist es umgekehrt: Für den Ausbau ihres maroden Bollwerks zu einem schmucken Wasserwanderrastplatz haben die Baaber jetzt eine erste Finanzspritze in Höhe von 105 420 Euro in Form einer Sonderbedarfszuweisung aus Schwerin bekommen.

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Idylle pur am Baaber Bollwerk. Das muss dringend saniert werden f�r einen weiteren Betrieb.

Quelle: Gerit Herold

Baabe. Darüber informiert Innenminister Lorenz Caffier (CDU) in einer Pressemitteilung.

„Wir sind sehr überrascht und freuen uns wie die Schneekönige. Das ist wie Ostern und Weihnachten an einem Tag“, zeigte sich Baabes Bürgermeister Dieter Mathis (CDU) gestern begeistert. Denn mit dem Geld schrumpft nicht nur der Eigenanteil von rund 200 000 Euro. Für den muss der Kommunale Eigenbetrieb Kurverwaltung Baabe als Bauherr der rund 1,5 Millionen teuren Baumaßnahme aufkommen, die zu 90 Prozent vom Wirtschaftsministerium gefördert werden soll. Wenn das eine Ministerium grünes Licht gibt, kann es nur logische Folge sein, dass das andere nachzieht. „Das kann nur noch eine Frage von Tagen sein“, hofft Tourismusdirektorin Uta Donner.

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Idylle pur am Baaber Bollwerk. Das muss dringend saniert werden f�r einen weiteren Betrieb.

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Denn die Baaber warten schon lange auf den ersehnten Fördermittelbescheid, um das nur noch notdürftig zusammengeflickte und seit zwei Jahren mit Sondergenehmigung betriebene Bollwerk zu sanieren und eine kleine Marina mit 26 Liegeplätzen für Sportboote und zwei für Fahrgastschiffe für die MS „Lamara“ und die Weiße Flotte herzurichten.

Die Baugenehmigung haben die Baaber seit Juli in der Tasche. Doch noch liegt der idyllische Naturhafen im Dornröschenschlaf. Aber die Zeit drängt, denn in diesem Jahr endet die Bezuschussung mit Landesmitteln für derartige Projekte. „Wir müssen in diesem Jahr anfangen zu bauen“, so Mathis und hat als Startmonat den September im Blick. Im Frühjahr nächsten Jahres soll der kleine Seglerhafen dann fertig sein und das 1893 errichtete und instabile Bollwerk wieder seinem Namen alle Ehre machen. Zwar wird dies nun nichts mehr im Jubiläumsjahr 2013, wie es sich Dieter Mathis gewünscht hätte, aber es soll dann der letzte Höhepunkt seiner 2014 endenden Amtszeit werden.

Zu den vom Innenministerium in diesem Jahr geförderten Projekten im Landkreis Vorpommern-Rügen gehört auch ein Selliner Vorhaben. 96 900 Euro Fördermittel fließen in die Neugestaltung der Außenanlagen der Grundschule im Ostseebad. Das 40 Jahre alte Schulgebäude wurde in den letzten Jahren durch die Gemeinde teilsaniert. Neben einem Aula-Anbau und Vollwärmeschutz entstanden auch neue Horträume. Im Bereich der Außenanlagen besteht jedoch noch erheblicher Modernisierungsbedarf.

Der betonierte Schulhof soll für 300 000 Euro komplett umgestaltet werden soll. „Das Geld für die Maßnahme ist bereits im Haushalt für dieses Jahr eingestellt. Sobald dieser von der Rechtsaufsicht genehmigt ist, können wir loslegen“, freut sich Bürgermeister Reinhard Liedtke über die Finanzspritze. Er rechnet mit einem Baubeginn im Herbst. Auf dem Schulhof geplant sind viel Grün, eine Sitzarena, Spielgeräte und Bewegungsflächen. In das Schulgebäude, das nach dem Auszug der Realschule vor Jahren zur Hälfte leer steht, soll im nächsten Jahr die Privatschule mit einziehen.

Investitionen in Höhe von 4,5 Millionen Euro
794 420 Euro Fördermittel als Sonderbedarfszuweisung erhalten Kommunen aus dem Landkreis Vorpommern-Rügen in diesem Jahr für dringende Investitionsvorhaben aus dem Ministerium für Inneres und Sport. Damit werden Investitionen in die kommunale Infrastruktur in Höhe von insgesamt rund 4,5 Millionen Euro ausgelöst.

Gerit Herold

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Idylle pur am Baaber Bollwerk. Das muss dringend saniert werden f�r einen weiteren Betrieb.

Für die Sanierung des maroden Bollwerks und die Errichtung eines kleinen Seglerhafens mit 26 Liegeplätzen für Sportboote und zwei für Fahrgastschiffe im Ostseebad Baabe bekommt die Gemeinde eine Finanzspritze aus Schwerin.

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